Nach Lehrerzimmer-Brand: An St.-Ursula-Realschule ist Improvisation gefragt
Kernsanierung notwendig
- Attendorn, 05.12.2025
- Blaulicht , Schule & Bildung
- Von Lorena Klein
Attendorn. An der St.-Ursula-Realschule in Attendorn herrscht gerade Ausnahmezustand. Nach dem Brand im Lehrerzimmer am Montagabend, 1. Dezember, ist viel Improvisation gefragt – auch in den kommenden Wochen und Monaten noch. Doch die Schulgemeinschaft schaut nach vorne.



Und ist trotz des großen Schadens durch das Feuer vor allem dankbar, dass niemand verletzt wurde. Der Brand am Montagabend sei durch einen technischen Defekt ausgelöst worden, schreibt Thomas Throenle, Pressesprecher beim Erzbistum Paderborn, das Träger der Schule ist, auf LokalPlus-Anfrage.

Die Feuerwehr Attendorn war fünf Stunden lang im Einsatz, um den Brand im Verwaltungstrakt der Schule zu löschen. „Das Feuer war so stark, dass die Fensterscheiben im Lehrerzimmer geborsten sind“, so Thomas Throenle. Der Verwaltungstrakt sei voller Rauch gewesen.

Für die Schülerinnen und Schüler der St.-Ursula-Realschule fiel der Unterricht am vergangenen Dienstag und Mittwoch aus. Währenddessen planten Schulleitung und Kollegium das weitere Vorgehen, sammelten sich, verschafften sich einen Überblick. Am Donnerstag, 4. Dezember, konnte der Unterricht wieder stattfinden.
Der Brand hat großen Schaden hinterlassen. „Der gesamte Verwaltungstrakt der Realschule wird in den kommenden Wochen nicht nutzbar sein“, betont Pressesprecher Thomas Throenle. Besonders betroffen seien das Lehrerzimmer und der Lehrerarbeitsraum. In den Hauswirtschaftsraum sei Wasser aus geborstenen Rohren eingedrungen.
„Da Schäden an zahlreichen Unterrichtsmaterialen entstanden sind, muss aktuell noch viel improvisiert werden, was aber durch gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis sehr gut gelingt“, so Throenle.

Auf die Hilfe des St.-Ursula-Gymnasiums und des Hausmeisters Meik Kozik konnte sich die Realschule verlassen. Strom und Wasser laufen wieder und der gemeinsame Speiseraum der St.-Ursula-Schulen dient nun vorübergehend als Lehrerzimmer und Verwaltungsraum.
„Da Schäden an zahlreichen Unterrichtsmaterialen entstanden sind, muss aktuell noch viel improvisiert werden, was aber durch gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis sehr gut gelingt”
Das ursprüngliche Lehrerzimmer muss kernsaniert werden – und das kann laut Thomas Throenle mehrere Monate dauern. „Die Wiederherstellung wird von uns so rasch als möglich auf den Weg gebracht. So lange behelfen wir uns mit dem Provisorium.“
Es soll so normal wie möglich weitergehen. Wie geplant heißt die Schule deshalb auch am Samstag, 13. Dezember, interessierte Viertklässler und ihre Eltern beim Tag der offenen Tür willkommen.
