Raiffeisen-Markt Attendorn: Jetzt melden sich die Mitarbeiter zu Wort
Sorge um Arbeitsplätze
- Attendorn, 16.12.2025
- Wirtschaft
Attendorn. Mit einem Brief wenden sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Raiffeisen-Marktes Attendorn an die Öffentlichkeit. Sie sorgen sich um ihre Arbeitsplätze und den Erhalt des Marktes, seitdem die Stadt verfügt hat, dass im Obergeschoss wegen fehlender Genehmigung keine Waren mehr verkauft werden dürfen. In dem Schreiben „an die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sowie an die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung und im Stadtrat“ heißt es:

„Seit fast 110 Jahren sind wir ein fester Bestandteil von Attendorn. Viele unserer Kundinnen und Kunden kennen wir persönlich – wir beraten, helfen, tragen ihre Einkäufe zum Auto, lachen gemeinsam und unterstützen, wo wir können. Unser Markt ist mehr als nur ein Geschäft. Er ist ein Treffpunkt für Menschen vom Land und aus der Stadt, für Hobbygärtner, Landwirte, Tierhalter und Familien.

Nun steht unser Standort Attendorn existenziell auf der Kippe. Weil die obere Etage unseres Marktes mit rund 700 Quadratmetern bisher nur als Lagerfläche genehmigt ist, dürfen wir dort derzeit keine Waren mehr verkaufen. Damit fallen unsere große Gartenmöbel- und Grillausstellung weg – ein wichtiger Teil unseres Angebots – und dies gefährdet unsere Arbeitsplätze und unsere Zukunft.

Wir bitten die Stadtverwaltung von Attendorn herzlich: Helfen Sie uns, unseren Standort und unsere Arbeitsplätze zu erhalten. Wir möchten diese Verkaufsfläche legalisieren, um auch weiterhin zuverlässig für unsere Kundinnen und Kunden da sein zu können und um unsere Arbeitsplätze langfristig zu sichern.
Denn wir sind nicht nur Verkäuferinnen und Verkäufer, wir sind sehr gut ausgebildetes Fachpersonal und Ausbilder; wir bieten Schülerpraktika und Ferienjobs, wir engagieren uns sozial und regional. Wir spenden regelmäßig an soziale Einrichtungen in und um Attendorn und freuen uns, so ein Stück zurückzugeben an die Gemeinschaft, die uns trägt.

Wenn unser Standort geschwächt oder irgendwann gar aufgegeben werden müsste, würde all das ersatzlos verschwinden: Ausbildungsplätze, Unterstützung für Vereine und soziale Projekte – und nicht zuletzt viele persönliche Existenzen in dieser Stadt.
Wir lieben unsere Berufe, unseren Markt und unsere Stadt. Darum gestalten wir für Sie alle unseren Markt mit Herzblut und Leidenschaft. Darum kämpfen wir für den Erhalt unserer Verkaufsfläche – nicht nur für uns, sondern für Attendorn.“
