Tagsüber Erzieher, abends Komponist: Lukas Steinbergs Musik begeistert
Dritte Filmmusik komponiert
- Attendorn, 28.05.2025
- Verschiedenes , Kultur
- Von Jana Becker
Attendorn. Wenn Lukas Steinberg Feierabend hat, beginnt für ihn eine ganz besondere Arbeit. Der Attendorner macht Musik und das schon sehr lange und sehr erfolgreich: Lukas Steinberg hat jetzt zum dritten Mal Filmmusik komponiert. Am Freitag, 30. Mai, feiert der Film „Berlin Rhapsody“ im JAC Attendorn Premiere.



„Musik machen zieht sich durch mein gesamtes Leben“, so der 31-Jährige. Angefangen hat die Begeisterung für Musik mit der musikalischen Früherziehung. „Ich hatte als Kind Posaunen-Unterricht. Alles andere habe ich mir selbst beigebracht.“
Und das sehr erfolgreich. Denn was vor einigen Jahren im kleinen Rahmen begann, mündet heute in einem dritten Kinofilm, für den Lukas Steinberg die Musik komponiert hat.

Dabei arbeitet Lukas Steinberg eigentlich als Erzieher in Vollzeit. Wo bleibt da die Zeit, Musikstücke zu komponieren? „Ich komponiere abends nach Feierabend. Die Abende können dann auch schon mal etwas länger werden“, gesteht er.
Anstrengend sei das für ihn aber nicht. Im Gegenteil, er bezeichnet das Komponieren als „einen Ausgleich“. Denn: „Es fühlt sich nicht wie Arbeit an. Ich schöpfe daraus unfassbar viel Energie. Sowohl aus dem Komponieren als auch aus der Arbeit als Erzieher.“
Und langweilig wird die Arbeit als Komponist auch nicht. „Man lernt nie aus, erst recht nicht als Musiker“, weiß Lukas. Und deshalb folgt bei ihm auch ein Projekt auf das nächste.
Nach zwei Jahren, die der gebürtige Attendorner in Hamburg gelebt hat, ist er jetzt wieder zurück in den Kreis Olpe gezogen. „Die Zeit in Hamburg war kurz, aber sehr erfolgreich. Ich wollte aber zurück zu meinen Freunden und meiner Familie“, erklärt der 31-Jährige.

Kaum zurück in der Heimat, geht seine musikalische Reise weiter: Lukas komponiert das Hauptwerk für das Jahreskonzert des Musikzugs Attendorn. Dann wird er von der Stadt Attendorn beauftragt, ein weiteres Musikstück für die Gedenkfeier im Rahmen des 80. Jahrestages der Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg zu komponieren.
Außerdem ist Lukas dauerhaft Teil der „Night of Sounds“, für die er sich kürzlich beworben und jetzt Lieder „von echten Größen“ vertonen darf.
„Man lernt nie aus, erst Recht nicht als Musiker”
Sein neuestes Projekt: Lukas hat für den Film „Berlin Rhapsody“ die Titelmusik komponiert und auch die restliche Filmmusik sind seine Arrangements von Stücken bekannter deutscher Künstler. Der Film ist eine Neuauflage des Kultfilms „Berlin – Die Sinfonie einer Großstadt“ von Filmemacher Malte Wirtz, mit dem Lukas bereits bei vergangenen Filmprojekten zusammengearbeitet hat.

Der Dokumentarfilm über die Großstadt Berlin feiert am Freitag, 30. Mai, im JAC Attendorn Premiere. „Das ist ein gigantisches Gefühl, ich bin sehr stolz auf mich“, so Lukas Steinberg. „Aber ich bin auf jeden Fall noch nicht am Ziel meiner musikalischen Reise angelangt.“
