Update: 25.000 qm Waldfläche auf der Reper Höhe in Brand geraten
Feuerwehren mit mehr als 150 Einsatzkräften vor Ort
- Attendorn, 01.05.2026
- Blaulicht
- Von Ina Hoffmann
Attendorn. Auf der Reper Höhe stehen nach Schätzungen der Feuerwehr der Hansestadt Attendorn rund 25.000 qm Waldfläche in Brand. Rund 155 Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreis Olpe sind im Einsatz, um das Feuer einzudämmen. Im Laufe des Abends treffen weitere Einsatzkräfte aus dem Siegerland und dem Märkischen Kreis ein, die die heimischen Feuerwehrleute ablösen und unterstützen.
Update von 21.45 Uhr:
Vor Einbruch der Dämmerung hat ein mehrere Tonnen schwerer Mulcher Schneisen in das Waldgebiet geschlagen, wo dann sogenannte Kreisregner aufgestellt wurden. Von diesen Behältern gehen zahlreiche dünne Schläuche ab, die das Randgebiet der Fläche auf der Reper Höhe kontinuierlich bewässern und so dafür sorgen, dass sich das Feuer nicht noch weiter ausbreitet.
Diese Kreisregner sind eine wichtige Hilfe für die Feuerwehrleute, denn in dem unwegsamen Gelände mit teils dichtem Bewuchs ist ein Durchkommen vor allem in der Dunkelheit kaum noch möglich. Die Faltbehälter, aus denen die Kreisregner gespeist werden und die je nach Größe 5.000 bis 12.500 Liter Wasser fassen, werden von den Feuerwehren mit Tanklöschfahrzeugen und von Attendorner Landwirten, die Wasser mit ihren Güllewagen bringen, befüllt.
Viele der 155 Einsatzkräfte aus allen Kommunen des Kreises Olpe leisten bereits seit den Nachmittagsstunden schwere Arbeit in der Brandbekämpfung. Von den Faltbehältern an den Knotenpunkten müssen teils mehrere hundert Meter Schlauch durch das Gehölz gezogen werden, um zu der brennenden Fläche zu gelangen. Um die Einsatzkräfte zu unterstützen und abzulösen, kommen ihnen im Laufe des Abends weitere Kollegen aus dem Siegerland und dem Märkischen Kreis zur Hilfe.
Insgesamt sind mit Feuerwehren, Polizei und Rotem Kreuz rund 200 Personen im Einsatz.
Update von 20 Uhr:
Inzwischen sind rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus allen Kommunen des Kreis Olpe im Einsatz, um den Waldbrand auf der Reper Höhe einzudämmen. Nachdem man im Laufe des frühen Abends noch von 10.000 bis 15.000 qm Waldfläche ausgegangen war, stehen inzwischen etwa 25.000 qm Wald in Brand.
Um die Einsatzkräfte zu unterstützen, ist ein Polizei-Hubschrauber im Einsatz, der Wasser aus der Bigge im Bereich der Waldenburger Bucht entnimmt und zur Reper Höhe transportiert. „Die Hilfe des Hubschraubers ist wirklich Gold wert“, wie Christian Schnatz, Pressesprecher der Feuerwehr der Hansestadt Attendorn, sagte. Ohne dessen Einsatz seien die in Brand stehenden Flächen aufgrund des unwegsamen Geländes und der hohen Vegetation teilweise nur sehr schwer zu erreichen.
Ursprünglicher Bericht von 18.30 Uhr:
Gegen 15 Uhr am Freitagnachmittag, 1. Mai, wurde die Feuerwehr der Hansestadt Attendorn zunächst mit dem Stichwort „Feuer 1“ zu einem Waldbrand auf der Reper Höhe alarmiert. Innerhalb weniger Minuten seien weitere Anrufe von Bürgern eingegangen, die das Feuer bemerkt hatten, sodass das Stichwort schnell auf „Feuer 2“ erhöht wurde.
Zunächst sei man von einer Fläche von rund 1.000 qm Fläche ausgegangen, als die Einsatzkräfte auf der Reper Höhe eintrafen. Durch Drohnenaufnahmen, die von der Feuerwehr Olpe zur Verfügung gestellt wurden, wurde jedoch schnell klar, dass die Fläche sehr viel größer ist als angenommen. „Wir schätzen derzeit, dass 10.000 qm bis 15.000 qm Wald brennen“, gab Christian Schnatz, Pressesprecher der Feuerwehr Attendorn an.
Alle Einheiten der Feuerwehr Attendorn sowie die Feuerwehren aus Olpe und Lennestadt, ein Großtanklöschfahrzeug aus Gerlingen sowie der Führungsdienst der Feuerwehr der Gemeinde Wenden sind im Einsatz, um das Feuer einzudämmen. Rund 100 Einsatzkräfte sind für die Brandbekämpfung vor Ort - eine Zahl, die sich laut Christian Schnatz' Einschätzung in den kommenden Stunden noch erhöhen wird.
Das Löschwasser wird, soweit möglich, aus Hydranten entnommen sowie mit einem Pendelverkehr mit Tanklöschzügen auf die Reper Höhe gebracht. Zusätzlich wird auf Höhe der Aral-Tankstelle eine Wasserentnahme aus der Bigge vorbereitet.
Auch ein Polizei-Hubschrauber ist zur Unterstützung der Brandbekämpfung im Einsatz. Dieser entnimmt im Bereich der Waldenburger Bucht Wasser aus dem Biggesee. Die Polizei bittet darum diesen Bereich zu meiden, um den Einsatzkräften ihre Arbeit zu erleichtern.
Nach Einschätzungen der Feuerwehr wird es noch mehrere Stunden andauern, bis das Feuer unter Kontrolle ist.
Durch wenig Niederschlag in den vergangenen Wochen kombiniert mit starker Sonneneinstrahlung und Wind war die Gefahr für einen Waldbrand stark gestiegen. Erst am Vortag, 30. Mai, hatte die Feuerwehr der Hansestadt Attendorn auf ihrer Facebook-Seite gewarnt, dass der Waldbrandindex aktuell auf Stufe 3 von 5 einzuordnen sei und deshalb besondere Vorsicht im Wald geboten sei.