Update zum Waldbrand bei Attendorn: Feuerwehr beendet Einsatz
41.000 Quadratmeter standen in Flammen
- Attendorn, 02.05.2026
- Blaulicht
- Von Kerstin Sauer
Attendorn. Es ist der Morgen nach einem verheerenden Waldbrand auf der Reper Höhe bei Attendorn – und was Christian Schnatz, Pressesprecher der Feuerwehr Attendorn, am Samstagmorgen, 2. Mai, zu sagen hat, schockiert: „Anfangs sprachen wir von 25.000 Quadratmetern Wald, die brennen. Jetzt haben wir genaue Zahlen: Es war eine Fläche von 41.000 Quadratmetern.“ Inzwischen (Stand: 16 Uhr) haben die Einsatzkräfte die Brandort verlassen.

Update von Samstag, 2. Mai, 16 Uhr:
„Es sieht gut aus“, sagt Feuerwehr-Pressesprecher Christian Schnatz auf die Nachfrage nach dem aktuellen Stand auf der Reper Höhe. Beim Anruf von LokalPlus meldet er sich vom Attendorner Feuerwehrhaus. „Wir haben am Einsatzort weitestgehend aufgeräumt und ihn ruhigen Gewissens verlassen.“

Wie schon am Morgen geplant, habe man ein paar hundert Meter Schläuche im Wald liegen gelassen. Auch die Kreisregner seien noch vor Ort. Außerdem werde das Gebiet engmaschig kontrolliert. Schnatz: „Man kann nicht sagen, ob wir auf dieser riesigen Fläche jedes Glutnest gefunden haben. Schließlich hat da ein ganzer Hang gebrannt.“
Eine latente Gefahr, dass es noch Glutnester gebe, bleibe bestehen. Aber, so betont der Pressesprecher: „Wir fahren heute Abend nochmal mit einem Löschfahrzeug und einer Drohne hin und kontrollieren, morgen ebenso.“ Und dann, so hoffen hier alle, werde es hoffentlich bald regnen.

Ursprünglicher Bericht von Samstag, 2. Mai, 10.40 Uhr:

Geschlafen haben er und seine zahlreichen Kameraden in der vergangenen Nacht kaum. 110 Einsatzkräfte aus Siegen und Meinerzhagen habe man in der vergangenen Nacht zur Kontrolle in der Einsatzstelle gelassen, berichtet Schnatz auf Anfrage von LokalPlus. Damit die Kameraden der hiesigen Feuerwehr ein paar Stunden ausruhen konnten, schließlich waren sie bereits seit Freitagnachmittag im Einsatz gewesen (LokalPlus berichtete).
Schon um 6 Uhr am Samstagmorgen habe man die Attendorner Kräfte wieder aus dem Bett geholt, um die Kollegen abzulösen. 80 Einsatzkräfte sind aktuell vor Ort, 60 davon durchkämmen das riesige Gebiet mit Hacke und Schüppe. Denn, so betont Christian Schnatz: „Machen wir uns nichts vor: Auch wenn wir mit modernster Drohnentechnik arbeiten – was auch hervorragend klappt -, werden wir nicht alle Glutnester finden können.“
Es sei eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Und sehr personalintensiv. „Jeder Stein muss umgedreht werden, um mögliche Glutnester zu finden. In dieser Fläche liegen hunderte Wurzeln, Äste und Holzstucken.“
Christian Schnatz hofft, dass die Feuerwehr am frühen Nachmittag ihre Zelte an der Einsatzstelle abbrechen kann. Aber: „Das Schlauchmaterial, das jetzt einmal hier liegt, lassen wir hier.“ Um im Notfall wieder schnell eingreifen zu können.
Jetzt, so schließt Christian Schnatz, könne man nur noch eins: „Eine Kerze anzünden und hoffen, dass es bald regnet.“



