Waldenburger Bucht: Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen

Rat fasst einstimmigen Beschluss


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So soll der Ferienpark Biggesee einmal aussehen. von EuroParcs
So soll der Ferienpark Biggesee einmal aussehen. © EuroParcs

Attendorn. Der Rat der Stadt Attendorn hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 10. September, den Bebauungsplan „Waldenburger Bucht“ einstimmig beschlossen und ist damit der Empfehlung des Ausschusses für Planen, Klima, Bauen und Umwelt gefolgt. Dort möchte EuroParcs einen Ferienpark bauen. Der erste Abschnitt wurde im April eröffnet.


Bürgermeister Christian Pospischil und Uwe Waschke, Amtsleiter Planung und Bauordnung, gingen darauf ein, dass in der Bevölkerung Verunsicherung hinsichtlich der Gefahren durch die dortige alte Mülldeponie bestehen. Das Stadtoberhaupt hob hervor, dass eine Gesundheitsgefährdung durch die Erweiterung des Parks auf der alten Mülldeponie ausgeschlossen werden könne.

„Grundsätzlich ist das Thema Alt-Deponie eine bekannte Thematik, die sich im Planungsverfahren über mehre Jahre zieht und mit dem Bauträger und den zuständigen Behörden hinlänglich diskutiert wurde. Auch in den dazugehörigen Unterlagen gibt es eine Fülle von Informationen. Es ist sachgerecht mit den Fragenstellungen umgegangen worden“, sagte Pospischil

Keine Infos über Gesundheitsgefährdung

„Es ist uns bekannt und findet sich in vielen Unterlagen wieder. Die Thematik ist seit Jahrzehnten im Flächennutzungsplan verankert. Es hat ja über Jahrzehnte eine Campingplatz-Nutzung gegeben.

Der Verwaltung und mir sind keine Informationen über Gesundheitsgefährdungen bekannt. Auftrag eines Planverfahrens ist es ja schließlich, sich damit zu beschäftigen“, so Uwe Waschke. Es habe eine Untersuchung des Bodens gegeben, bei denen auch die Bodenluft gemessen worden sei. Es habe auch Bohrungen gegeben

Festgestellte Gase sind gekapselt

Der Amtsleiter Planung und Bauordnung räumte ein, dass im Innern Konzentration von Gasen festgestellt wurden. „Dort sind sie gekapselt und es ist dicht. Solange das so bleibt, kann keine Konzentration von Gasen in der Atmosphäre erfolgen, die schädliche Wirkung haben könnte. Die Nutzung von Deponien ist kein seltenes Thema. Wir fassen Beschlüsse in Kenntnis dieser möglichen Gefahren“, so Uwe Waschke.

Notwendige Verpflichtungen gehe EuroParcs nach Absprache ein. Im Bereich der ehemaligen Deponie ist keine Nutzung mit Zelten vorgesehen, sondern ausschließlich Nutzung mit Chalets.

Bürgermeister Christian Pospischil hob deutlich hervor, dass nur im Boden Gase gemessen wurden und nicht über der Erdoberfläche.

Zur Info

Der Ferienpark des niederländischen Betreibers EuroParcs entsteht auf dem ehemaligen Campingplatz und teilweise auf der ehemaligen Deponie. Der Park ist seit April dieses Jahres geöffnet. In den nächsten Jahren sind dort Ferienhäuser und ein Campingbereich geplant. Der erste Bauabschnitt ist bereits fertiggestellt.

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