Wetterkapriolen halten Attendorner Kleingärtner nicht von ihrem Hobby ab

40 Jahre Gartenfreunde Heiderbaum


  • Attendorn, 20.06.2024
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Verein der Gartenfreunde Heiderbaum von Nicole Voss
Verein der Gartenfreunde Heiderbaum © Nicole Voss

Attendorn. Gepflegte Gärten, schöne Lauben und Hütten sowie sattes Grün fallen beim Rundgang über das Gelände des Vereins der Gartenfreunde Heiderbaum (Gutenbergstraße, Attendorn) sofort ins Auge. Die 74 Mitglieder haben sich auf den insgesamt 20.000 Quadratmetern eine Wohlfühloase geschaffen. Am Samstag, 22. Juni, wird ab 14 Uhr das 40-jährige Bestehen gefeiert.


Dazu ist jeder eingeladen, der sich gerne einmal umschauen möchte und vielleicht kann man ja von den Hobbygärtnern noch etwas lernen. Georg Tüla, seit vielen Jahren Vorsitzender, ist ein großer Gartenfan und erinnert sich noch an die Entstehungsgeschichte des Vereins.

„Im Schwalbenohl gibt es viele Sozialschwache. Da ist seinerzeit die Idee entstanden, sich mit kleinen Gärten selbst zu versorgen, Land zu bewirtschaften und Freizeit dort zu verbringen, ähnlich der Schrebergärten. Eben für die „kleinen“ Leute“, erklärt Georg Tüla. Sein Arbeitskollege sei bei Gründung Mitglied gewesen und Georg Tüla war sofort Feuer und Flamme für die Idee.

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Sattes Grün und gepflegte Gärten bestimmen das Bild.

Die Idee einer Kleingartenanlage fand generell guten Anklang und erreichte durch Mundpropanda immer mehr Menschen. Damit sich seinerzeit ausreichend Gründungsmitglieder fanden, wurden auch die Frauen der Interessenten als eigenständige Mitglieder aufgenommen. Die 37 Parzellen sind auf 74 Mitglieder verteilt. Jede Parzelle hat eine Fläche von 400 bis 600 Quadratmetern.

Die Versorgung mit Strom und Wasser ist gewährleistet. Für die Zusammenkünfte der Mitglieder in großer Runde steht das Vereinsheim am Eingang des Geländes zur Verfügung. Und auch an einen Spielplatz haben die Verantwortlichen gedacht.

Auch der Spielplatz ist ein Schmuckstück. von Nicole Voss
Auch der Spielplatz ist ein Schmuckstück. © Nicole Voss

Dabei müssen auf dem von der Stadt gepachteten Grundstück - laut Vereinssatzung - einige Kriterien beachtet werden: auf einem Drittel der Parzelle muss etwas (Gemüse, Kartoffeln und ähnliches) angebaut werden. Ein weiteres Drittel ist für Rasen vorgesehen und auf dem finalen Drittel ist Platz für eine Gartenlaube oder ein kleines Häuschen mit maximal 24 Quadratmetern.

Allen voran steht das oberste Gebot: die kleingärtnerische Nutzung beizubehalten. Das wird in dem Verein, der zum Bezirksverband Siegerland gehört, auch beherzigt. Selbst die Wetterkapriolen der jüngsten Vergangenheit können die Mitglieder nicht davon abhalten, ihr Hobby weiter auszuüben. Warum das so ist, bringt Georg Tüla auf den Punkt: „So frisch können sie im Geschäft keine Möhren, Gurken, Kräuter, Erdbeeren, Obst und weiteres kaufen, wie wir es im eigenen Garten ernten.“

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