Afrikanische Schweinepest: Kadaverfund außerhalb der Sperrzone II

Zaunbau wird fortgesetzt


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Symbolfoto Afrikanische Schweinepest von Nils Dinkel
Symbolfoto Afrikanische Schweinepest © Nils Dinkel

Kreis Olpe/Netphen. Es gibt einen neuen positiven Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Kreis Siegen-Wittgenstein. Bei Netphen-Grissenbach ist außerhalb der Sperrzone II ein toter Überläufer gefunden worden . Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, hat den Verdachtsfall jetzt bestätigt.


Der Fundort liegt innerhalb der Sperrzone I und ist circa 10 Kilometer von anderen positiven Funden im Kerngebiet entfernt. Bislang gibt es keine weiteren ASP-positiven Wildschweine in der Nähe des Totfundes. Die Suchteams der ASP-Kadaver-Suchhundestaffel des Landes sowie Einsatzkräfte des Kreises Siegen-Wittgenstein suchen nun verstärkt an der Fundstelle nach weiteren verendeten Wildschweinen - auch mit Drohnen.

An Schutzmaßnahmen halten

„Wir appellieren an alle, sich streng an die Schutzmaßnahmen der Allgemeinverfügungen des Hochsauerlandkreises und der Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein zu halten und sich vernünftig und umsichtig in der Natur zu verhalten“, so Ministerin Silke Gorißen. „ Besucher im Wald müssen das Wegegebot einhalten. Hunde sind im betroffenen Gebiet an der Leine zu führen.“

In dem Gebiet um Netphen ist im Zuge der ASP-Bekämpfung in den letzten Wochen intensiv gejagt worden – im Rahmen des ASP-Monitorings des Landes sind jedoch bislang alle anderen erlegten oder tot aufgefundenen Wildschweine um Netphen immer ASP-negativ getestet worden.

Wildschwein (Symbolfoto) von Pixabay.com
Wildschwein (Symbolfoto) © Pixabay.com

Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz steht zum weiteren Vorgehen in engem Austausch mit den beteiligten Kreisen und den benachbarten Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz sowie dem Bund. Die Zaunbaumaßnamen werden fortgesetzt.

An Jägerinnen und Jäger gerichtet sagte Ministerin Silke Gorißen: „Je schneller der Bestand von Schwarzwild im betroffenen Gebiet reduziert ist, umso schneller ist auch die Afrikanische Schweinepest besiegt. Die zielgerichtete Bejagung von Wildschweinen in Abstimmung mit den betroffenen Kreisen ist unerlässlich.“

Hintergrund

Seit dem Erstfund eines an der Afrikanischen Schweinepest verendeten Wildschweins bei Kirchhundem im Kreis Olpe im Juni 2025 werden im Zuge eines landesweiten Monitorings erlegte und tot aufgefundene Wildschweine auf ASP-Viren untersucht.

Mittlerweile sind hierbei landesweit über 45.000 Tiere negativ untersucht worden.

Rund 600 Tiere wurden positiv getestet, diese bislang alle in den Kreisen Olpe, Siegen-Wittgenstein und dem Hochsauerlandkreis.

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