April war zu trocken, zu sonnenscheinreich und etwas zu warm
Monatsbilanz von wetter-sauerland.de
- Aus der Region, 06.05.2026
- Wetter
- Von Julian Pape
Südwestfalen. Der April war im Sauerland und im Wittgensteiner Land ein zu trockener, zu sonnenscheinreicher und leicht zu warmer zweiter Frühlingsmonat. Er setzte damit den seit etwa 2005 andauernden Trend zu weniger Niederschlägen, mehr Sonne und höheren Temperaturen in diesem Monat fort.

Aufgrund zahlreicher sternenklarer Nächte war die Temperaturabweichung in den Tallagen geringer als auf den Bergen. Im nördlichen Sauerland waren die negativen Niederschlagsabweichungen zudem am geringsten, am höchsten dagegen rund um den Rothaarkamm und in Wittgenstein. Als achter April seit 2007 überstieg dieser Monat die Marke von 200 Sonnenstunden.
Nachdem es an den letzten beiden Märztagen teils bis in die Täler zu Schneeschauern gekommen ist, lag am Kahlen Asten noch am Morgen des 1. April eine Schneedecke von 11 cm. Diese geschlossene Schneedecke konnte sich bis zum 3. April halten. Die Nacht zum 2. April war besonders in den Tälern die kälteste Nacht des Monats.




Es folgte das lange Osterwochenende mit eher wechselhafter Witterung. Besonders der Ostersonntag verlief windig, frisch und brachte einige Regenschauer. Am Ostermontag besserte sich die Witterung deutlich, was auch die Tendenz für die Folgetage war.
Der 7. April war einer von zwei vollständig wolkenfreien Tagen, bis zum 9. April kletterten die Werte vor allem im Kreis Olpe und im Märkischen Sauerland auf die bisher höchsten Werte des Jahres. In der Olper Innenstadt wurde an diesem Tag mit 21,2 Grad der dortige Spitzenwert des Monats erreicht.
Schwankende Temperaturen begleiteten die Region durch die erste Woche nach den Osterferien. Dabei war der 13. April der einzige Tag des Monats, welcher durchweg unfreundlich verlief. Die gefallenen Regenmengen hielten sich an diesem Tag mit 1 bis 5 Liter allerdings in Grenzen.

Anschließend setzte sich bis einschließlich zum 18. April ein Hochdruckgebiet durch. Am 17. April wurde innerhalb dieser Phase mit 22,7 Grad in Möhnesee-Körbecke der Höchstwert des Monats erreicht. In der Nacht zum 19. April überquerte eine Kaltfront die Region. Mit Mengen von verbreitet zwischen 10 und 20 Litern pro Quadratmeter war es das einzige nennenswerte Niederschlagsereignis des Monats.

Vom 20. April an und durchgehend bis zum Monatsende etablierte sich bereits wieder das nächste Hoch. Da dieses mit seinem Schwerpunkt etwas westlich von uns lag, befand sich die Region in einer schwachen nördlichen Strömung mit eher kühlen bis moderaten Temperaturen.

Besonders die Nächte waren in Tälern weiterhin frostig. So kamen die Hochtallagen Hesselbach und Benfe im Wittgensteiner Land auf 21 bzw. 20 Frosttage, in einigen Berglagen wie in Sundern-Wildewiese und auch auf der Briloner Hochfläche wurde der Gefrierpunkt dagegen nicht ein einziges Mal unterschritten.
