Ministerien warnen vor erhöhter Waldbrandgefahr

Zunehmende Waldschäden zu befürchten


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Dichter Rauch auf der Reper Höhe. Hier war die Feuerwehr am 1. Mai gefordert. Die Rauchentwicklung im gesamten Stadtgebiet zu sehen. Einsatzkräfte aus ganz Südwestfalen – und teilweise darüber hinaus waren vor Ort. von Jonas Johannes
Dichter Rauch auf der Reper Höhe. Hier war die Feuerwehr am 1. Mai gefordert. Die Rauchentwicklung im gesamten Stadtgebiet zu sehen. Einsatzkräfte aus ganz Südwestfalen – und teilweise darüber hinaus waren vor Ort. © Jonas Johannes

Südwestfalen. Vertrocknete Wiesen, ausgetrocknete Bäche und Bäume mit ersten Herbstfarben mitten im Juli: Die anhaltende Trockenheit setzt der Natur in Nordrhein-Westfalen massiv zu. Gleichzeitig wächst die Gefahr von Wald- und Flächenbränden. Deshalb appelliert die Landesregierung an die Bevölkerung, im Wald besonders vorsichtig zu sein.


Die Hitze kam früh und die Trockenheit hält lange an. Vielerorts sind Wiesen und Wegraine verdorrt, Waldböden zu trocken, Bäche ausgetrocknet und Bäume, ob in der Stadt oder im Wald, zeigen schon die erste Herbstfärbung und dies bereits Mitte Juli. Für die kommenden Tage werden erneut hohe Temperaturen erwartet – damit steigt auch wieder das Risiko für Waldbrände:

Seit Mittwoch, 29. Juli, gilt landesweit die Waldbrandgefahrenstufe 3 (erhöhte Gefahr), in einigen Regionen sogar Stufe 4 (hohe Gefahr), etwa im waldreichen Südwesten Nordrhein-Westfalens. Gemeinsam appellieren das für den Forst zuständige Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das Ministerium des Innern und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, in Wäldern und in der Natur besonders achtsam zu sein.

Forstministerin Silke Gorißen: „Die meisten Waldbrände werden durch Menschen verursacht. Bitte beachten Sie daher zum Schutz der Wälder, dass Rauchen, Grillen und offenes Feuer im Wald streng verboten sind. Bitte nur auf befestigten Flächen parken, damit heiße Katalysatoren der Autos keine Vegetation in Brand setzen.“

Schilder warnen vor Gefahren

Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz warnt seit 2025 in Wäldern mit Schildern vor der Waldbrandgefahr. Die Schilder weisen zum Beispiel auf das Rauchverbot im Wald hin.

Innenminister Herbert Reul: „Unsere Feuerwehr ist im Ernstfall die erste und wichtigste Einsatzkraft vor Ort. Ihr zügiges Eintreffen entscheidet mit jeder Minute, ob aus einer Rauchentwicklung ein ausgedehnter Waldbrand wird. Deshalb gilt: Wer im Wald Rauch oder Feuer bemerkt, muss sofort die 112 wählen.“

Das Umweltministerium bietet über sein Umweltportal aktuelle Informationen zur Waldbrandgefahr sowie einen Graslandfeuerindex. Dieser zeigt für viele Regionen in Nordrhein-Westfalen bereits die Stufe 3 an. Das heißt, ein Feuer kann sich auf offenen Flächen vergleichsweise leicht entzünden und ausbreiten, wenn ein Funke überspringt.

„Die Natur steht unter Trockenstress. In dieser Woche steigt mit jedem Tag die Gefahr von Gras- und Waldbränden.”
— Umweltminister Oliver Krischer

Umweltminister Oliver Krischer: „Die Natur steht unter Trockenstress. In dieser Woche steigt mit jedem Tag die Gefahr von Gras- und Waldbränden. Deshalb müssen wir alle gemeinsam verantwortlich aufpassen. Jeder verhinderte Brand schützt die Natur, die Einsatzkräfte und die Menschen, die in den betroffenen Regionen leben.“

Um die Wälder in Nordrhein-Westfalen in Zukunft besser gegen Waldbrände zu schützen, gibt es ein Waldbrandschutzkonzept der Landesregierung – ein Werkzeugkasten mit Elementen, die im Kampf gegen Waldbrände benötigt werden. Seit Vorstellung des Konzepts im Jahr 2022 hat sich zum Beispiel die Zusammenarbeit der Forstämter und Feuerwehren durch stetige gemeinsame praktische Übungen stark verbessert.

Über das Internetportal www.waldinfo.nrw werden verschiedene digitale Karten zur Unterstützung von Waldbrandvorsorge und -abwehr, zu vorhandenen Waldwegen, die auch für Feuerwehrfahrzeuge befahrbar sind, und verfügbaren Löschwasserstellen angeboten. Diese Karten stehen auch den Feuerwehren zur einfachen Nutzung für Einsatzplanungen zur Verfügung.


Wie entsteht Waldbrandgefahr?

Ob es zu einem Waldbrand kommt, hängt maßgeblich von Witterungseinflüssen wie Hitze, Trockenheit und intensiver Sonneneinstrahlung ab. Entscheidend ist allerdings meist das Verhalten des Menschen:

Die meisten Waldbrände werden durch Unachtsamkeit verursacht. Weggeworfene Zigarettenkippen, Grill- oder Lagerfeuer oder unerlaubt abgestellte Fahrzeuge auf trockener Vegetation können Brände auslösen. Gerade im Frühjahr und Sommer herrscht in Nordrhein-Westfalen regelmäßig eine erhöhte Waldbrandgefahr.

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