Schwammwald-Projekt im Arnsberger Wald feiert Meilenstein
Wasser soll zurück in die Wälder
- Aus der Region, 25.04.2026
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- Von Südwestfalen- Mag
Südwestfalen- Mag
Redaktion
Südwestfalen. Im späten Mittelalter wurden Waldflächen, die nur schwer zu bewirtschaften waren, entwässert, um sie nutzbar zu machen. Der Arnsberger Wald war hiervon besonders betroffen. Das Schwammwald-Projekt des Kreises Soest holt jetzt das Wasser zurück in den Wald.
Ziel ist es, die natürliche Pufferfunktion des Waldbodens und damit den naturnahen Wasserkreislauf wieder herzustellen. So wird die Widerstandskraft des Waldes gegenüber den Folgen des Klimawandels gestärkt. Und der erste Bauabschnitt des Projekts ist jetzt geschafft.
Allein im Arnsberger Wald gibt es 483 Kilometer künstlich angelegter Entwässerungsstrukturen. Auf dem trockenen Waldboden konnten Baumarten wie Fichten gut gedeihen und wurden in Monokulturen angelegt. Heute aber ist jeder Tropfen Wasser, der im Bestand bleibt, wichtig. Deswegen werden im Schwammwald-Projekt 48 Kilometer der Entwässerungsgräben zurückgebaut.
Richtig gut: „Damit stärken wir nicht nur die ökologische Balance im Arnsberger Wald, sondern schaffen auch einen langfristigen Nutzen für die gesamte Region”, erklärt Peter Franken, Dezernent für Regionalentwicklung im Kreis Soest. Denn der Wald gehört mit seinen mehr als 500 Quadratkilometern zu einem der wichtigsten Ökosysteme im Sauerland.
Bis Ende 2027 sollen alle Bauabschnitte fertiggestellt sein und im Juli bietet das Landschaftsinformationszentrum Wald und Wasser Möhnesee e.V. eine Exkursion zum Schwammwald-Projekt an. Mehr Informationen zu der Veranstaltung und dem Projekt gibt es hier.