Ja zu Projektskizze – Rat hofft auf Fördermittel für Stadtbad Drolshagen

Entscheidung über Bad-Betrieb ab Januar offen


  • Drolshagen, 05.12.2025
  • Politik
  • Von Rüdiger Kahlke
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Stadtbad Drolshagen von Sven Prillwitz
Stadtbad Drolshagen © Sven Prillwitz

Drolshagen. Geld für die Sanierung des Stadtbades soll aus dem Fördertopf des Bundes „Sanierung kommunaler Sportstäten“ kommen. Mit großer Mehrheit, bei vier Gegenstimmen, beauftragte die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 4. Dezember, die Verwaltung, eine entsprechende Bewerbung vorzubereiten.


Die „Projektskizze zur Teilnahme am Interessenbekundungsverfahren“, wie es offiziell heißt, soll mit den Freudenberger Ingenieurbüro Dr. Wagner & Kollegen erarbeitet werden, das auch schon ein Sanierungskonzept erarbeitet hatte.

Bürgermeister Uli Berghof wies in der Sitzung darauf hin, dass, entsprechend dem Ergebnis des Ratsbürgerentscheids vom September, jetzt die Sanierung auf den Weg zu bringen sei. Dazu sei die Projektskizze nötig. Darin werden Anforderung und Ausstattungsmerkmale für das Stadtbad beschrieben.

Förderverein einbinden

Berghof geht davon aus, dass es viele Bewerbungen für den 800-Millionen-Födertopf geben wird, daher müsse man „eine möglichst gute Bewerbung“ auf den Weg bringen. Bessere Chancen erhofft sich der Bürgermeister durch den Verweis auf das Bürgervotum als „urdemokratische Entscheidung“. Er wies aber auch darauf hin, das alles sehr offen, vage und unsicher sei. Die Projektskizze soll bis Mitte Januar die Grundlage schaffen.

Dem Wunsch der SPD, den Förderverein und den Arbeitskreis Stadtbad einzubinden, soll entsprochen werden. Andres Wigger (CDU), der zuvor als neuer stellvertretender Bürgermeister in sein Amt eingeführt worden war, mahnte, jetzt nicht über „jede Stellschraube“ zu Anforderungen und Ausstattung des Bades zu debattieren, sondern erstmal die Projektskizze auf den Weg zu bringen.

Bedarf gerecht werden

Bereits im Vorfeld der Sitzung hatte Dennis Käseberg, Vorsitzender des Stadtbad-Fördervereins, gegenüber LokalPlus gefordert, „die Unterstützung von Vereinen, Betreibern oder Schwimmbad-Experten und Förderern anzunehmen und diese mit ins Boot zu holen“. Das neue Bad müsse dem Abstimmungsergebnis gerecht werden, „nicht nur den Finanzen der Stadt“.

Am Ende helfe es nicht, „wenn wir widerwillig ein Bad mit Millionen-Investitionen klein-sanieren, aber der Kunde dann wegbleibt und der jährliche, finanzielle Schaden noch größer wird als vor den Umbau, weil man am Bedarf vorbei plant.“ Der Förderverein wundert sich zudem über die Pläne der Stadt, selbst Betreiber zu werden und den Umbau selbst durchzuführen. Seine Befürchtung: längere Ausschreibungen und höhere Kosten

Gespräche mit möglichen Betreibern

Ob und wie das Bad ab 1. Januar weitergeführt wird, ließ der Bürgermeister am Donnerstag offen. Nach Kündigung des Betreibers Lenne-Therme gehe die Verantwortung für den Betrieb ab Januar auf die Stadt über. „Wir haben die Detail-Kenntnisse zum Betrieb nicht“, so Berghof.

Der technische Zustand sei entscheidend. Wie es weitergeht, soll mit dem Büro Dr. Wagner abgeklärt werden. Zudem, so Berghof, gebe es Gespräche mit verschiedenen Interessenten für den Weiterbetrieb.

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