Mehr als 300 Jahre alte Tradition: „Ummegang“ im Kirchspiel Drolshagen

Musik, Gebet, Gemeinschaft


Archivfoto: Der Sendschotter Ummegang im Sommer 2023. von privat
Archivfoto: Der Sendschotter Ummegang im Sommer 2023. © privat

Sendschotten. Wenn in der Morgendämmerung die Glocke der kleinen St.-Michael-Kapelle in Sendschotten erklingt, beginnt ein Tag, der seit Jahrhunderten Menschen bewegt – im wahrsten Sinne des Wortes.


Der Sendschotter „Ummegang“, eine der ältesten Flurprozessionen Südwestfalens, öffnet am Samstag, 4. Juli, im 5-Uhr‑Gottesdienst nicht nur die Türen der Kapelle, sondern auch die Herzen derer, die Tradition, Gemeinschaft und Glauben erleben möchten.

Seit mehr als 300 Jahren ziehen die Dörfer des Kirchspiels Drolshagen anlässlich des Festes Mariä Heimsuchung gemeinsam los – von Sendschotten über Hützemert, Hustert, Wegeringhausen, Schlenke, Scheda, Junkernhöh, Germinghausen, Köbbinghausen bis Essinghausen. Doch der Ummegang ist längst kein rein lokales Ereignis mehr. Wer früh aufsteht und Lust auf ein außergewöhnliches Gemeinschaftserlebnis hat, ist willkommen – egal ob aus dem Kirchspiel, dem Südsauerland oder von weiter her.

Domprobst hält Festpredigt

Diesmal gibt es einen besonderen Gast: Dompropst Guido Assmann aus Köln hält die Festpredigt, die dem traditionsreichen Tag einen eigenen Akzent verleiht. Im Mittelpunkt der Prozession steht die bekannte Muttergottesstatue, deren Geschichte fast so sagenhaft ist wie der Ummegang selbst. Aus Köln soll sie einst über Wiedenest nach Sendschotten gelangt sein – und blieb dort, obwohl man sie mehrfach zurückholen wollte. Heute ist sie Symbol für Beständigkeit, Heimat und Glauben.

Blumenteppiche, Musik, Gebete, helfende Hände – der Ummegang ist ein Fest für alle Sinne und lebt davon, dass viele mitgehen, mithelfen und mitfeiern. Jede und jeder ist eingeladen, diese Tradition mitzuerleben.

Ablauf des Sendschotter Ummeganges
  • 5 Uhr: Heilige Messe in der Kapelle St. Michael
  • 6 Uhr: Start der Prozession durch die Gemeinden des Kirchspiels
  • ca. 10.30 Uhr: Festhochamt und Te Deum an der Kapelle in Sendschotten mit Festpredigt von Dompropst Guido Assmann aus Köln
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