Pächter hat gekündigt - wie geht es mit dem Stadtbad weiter?

Drolshagener Bürgermeister nimmt Stellung


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Blick ins Stadtbad Drolshagen. von Rüdiger Kahlke
Blick ins Stadtbad Drolshagen. © Rüdiger Kahlke

Drolshagen. Was wird aus dem Stadtbad Drolshagen? Diese Frage stellt sich nach der Kündigung des Pachtvertrages durch die Lenne-Therme, die das Bad bewirtschaftet. Der Ratsbürgerentscheid Mitte September hatte ein klares Ergebnis gebracht. Die Mehrheit der Drolshagener will nicht, dass das Bad dauerhaft geschlossen wird, sondern saniert wird.


Zu den neuesten Entwicklungen hat Drolshagens Bürgermeister Uli Berghoff in einem Post auf seinem Facebook-Kanal Stellung genommen. Er schreibt, aufgrund des Ratsbürgerentscheides habe die Stadtverordnetenversammlung am 18. September nicht von ihrer Möglichkeit Gebrauch gemacht, den bestehenden Pachtvertrag mit der Lenne Therme zum Jahresende zu kündigen.

Kündigung kam überraschend

Seitdem werde intensiv daran gearbeitet, die Sanierung vorzubereiten. Förderprogramme würden geprüft, um eine mögliche finanzielle Unterstützung zu erhalten. Mit dem Förderverein Stadtbad Drolshagen seien Gespräche geplant, wie dieser sich künftig unterstützend und zur Sicherung des Betriebs einbringen könne.

Weiter schreibt Berghof in seinem Facebook-Beitrag: „Umso überraschender kam die in der letzten Woche öffentlich gewordene Kündigung des Pachtvertrags durch die Lenne Therme zum Jahresende. Die angegebenen Gründe möchte ich nicht weiter kommentieren. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass wesentliche Risiken wie die bauliche Unterhaltung oder Energiepreissteigerungen von der Stadt Drolshagen übernommen werden.

Verkauf für symbolischen Euro?

Die weiterhin als Begründung genannte Planungsunsicherheit aufgrund der jährlichen Kündigungsmöglichkeit wäre nach dem Entscheid der Bürgerinnen und Bürger zu verhandeln gewesen. Ein Gespräch dazu hat die Lenne Therme allerdings nicht gesucht.

Vielmehr wurde im Rahmen der Kündigung vorgeschlagen, das Bad künftig durch eine gemeinnützige Gesellschaft zu betreiben und zu sanieren. Dafür solle das Eigentum an der Einrichtung für einen symbolischen Euro an eine solche Gesellschaft übertragen werden. Ein solch weitreichender Vertragsabschluss muss intensiv geprüft werden. Nach aktuellem Stand ist der vorgeschlagene Weg, sofern überhaupt gewünscht, rechtlich nicht zulässig. Das öffentliche Vergaberecht ist zu beachten.“

Wie geht es ab Januar weiter?

Berghof kündigt an, dass die Stadtverordnetenversammlung unter Beteiligung der Hauptnutzer wie Schulen und Vereine, entscheiden werde, wie das Bad saniert und künftig betrieben werden soll. Dabei sei zu prüfen, ob ein privatwirtschaftlich geführtes Bad überhaupt mit öffentlichen Mitteln gefördert werden könne. Diese Prüfungen fänden derzeit statt.

Abschließend schreibt der Bürgermeister: „Ob der Betrieb des Bades ab dem 1. Januar 2026 ohne Unterbrechung weitergeführt werden kann, ist aufgrund der jüngsten Entwicklung offen.“

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