Regionale: Dritter Stern für Projekt „Drei Höfe Drolshagen”

Leben im ländlichen Raum neu gedacht


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Die Stadt Drolshagen hat den Masterplan für ein neuartiges genossenschaftliches Quartier erstellt. Auf der Fläche in der Nähe zur Innenstadt könnten perspektivisch Wohnen, Arbeiten und Gemeinschaft auf innovative Weise miteinander verbunden werden. von nonconform
Die Stadt Drolshagen hat den Masterplan für ein neuartiges genossenschaftliches Quartier erstellt. Auf der Fläche in der Nähe zur Innenstadt könnten perspektivisch Wohnen, Arbeiten und Gemeinschaft auf innovative Weise miteinander verbunden werden. © nonconform

Drolshagen. Die Stadt Drolshagen hat einen Masterplan für ein genossenschaftliches Quartier erarbeitet, das ländliches Leben neu denkt. Für das Projekt „Drei Höfe in Drolshagen“ gibt es nun den dritten Regionale-Stern.


In unmittelbarer Nähe zur Innenstadt gibt es ein Baufeld. Hier könnten perspektivisch Wohnen, Arbeiten und Gemeinschaft auf innovative Weise miteinander verbunden werden. Das Projekt „Drei Höfe Drolshagen“ hat vom zuständigen Ausschuss in der Regionale nun den dritten Stern erhalten. Es hat ein Gesamtvolumen von 250.000 Euro und wurde mit rund 125.000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Lebensqualität im ländlichen Raum stärken

Ziel des Projekts „Drei Höfe Drolshagen“ ist es, Antworten auf aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel, demografischen Wandel und veränderte Arbeitswelten zu geben und gleichzeitig die Lebensqualität im ländlichen Raum langfristig zu stärken. „Wir alle erleben den aktuellen rasanten Wandel, reagieren aber oftmals nicht oder nur verhalten darauf“, sagt Ulrich Berghof, Bürgermeister der Stadt Drolshagen. „Das Projekt ,Drei Höfe Drolshagen‘ ist bewusst mit weit geöffneten Augen unterwegs und sucht nach angemessenen Lösungen.“

Das Quartier soll deshalb ein Ort werden, an dem Generationen zusammenkommen und neue Formen des Zusammenlebens entstehen. Der entwickelte Masterplan sieht ein kompaktes Zukunftsquartier mit drei Höfen vor. Sie übernehmen jeweils unterschiedliche Funktionen, sind aber durch gemeinschaftliche Flächen miteinander verbunden.

Gasthof, Landhof, Werkhof

Im „Gasthof“ sind unter anderem Gästezimmer, Räume für temporäres Wohnen, eine Gemeinschaftsküche sowie Angebote für Kultur und Begegnung denkbar.

Der „Landhof“ verbindet Wohnen mit regionaler Versorgung und lokaler Wertschöpfung, während der „Werkhof“ Wohnen und Arbeiten zusammenführt. Werkstätten, Ateliers, eine Bibliothek und Bewegungsräume schaffen Platz für kreatives Arbeiten und gemeinschaftliche Aktivitäten.

„Eine wunderbare Unterstützung!”
— Ulrich Berghof, Bürgermeister

„Ohne die Regionale Südwestfalen hätten wir diesen mutigen Weg vielleicht nie eingeschlagen“, sagt Berghof. „Neben vielen Impulsen wurde während des gesamten bisherigen Prozesses immer wieder fachliche Beratung angeboten und gewährt. Eine wunderbare Unterstützung!“

Die Entwicklung des Masterplans erfolgte gemeinsam mit den Bürgern, schließlich ist es auch als ein genossenschaftliches Modell vorgesehen. Unter anderem in Projektwerkstätten, Wohndialogen und an Zukunftstagen wurden Ideen und Perspektiven in die Planung eingebunden. Ergänzend dazu testete die Stadt im Rahmen des Projekts „Hub45“ temporär im Ortskern neue Formen mobilen Arbeitens.

Umsetzung fest im Blick

„Der Masterplan wurde final erstellt. Die Erkenntnisse werden nun mit wissenschaftlicher Unterstützung weiterentwickelt. Wir tun alles, um in die Umsetzung zu kommen“, sagt Berghof. Das Projekt wird bei seinen nächsten Schritten im Rahmen eines sogenannten „Policy Labs“ durch die Stiftung Mercator unterstützt.

Die REGIONALE 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW. Sie wird aus Mitteln der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.

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