Babyboom in Finnentrop? Mehr als 50 Weißstörche gesichtet

Auf dem Weg Richtung Süden


  • Finnentrop, 03.08.2026
  • Verschiedenes
  • Von Claudia Wichtmann
    Profilfoto Claudia Wichtmann

    Claudia Wichtmann

    Redaktion


    E-Mail schreiben
Topnews
Zahlreiche Weißstörche haben sich in Finnentrop auf ihrer Reise in den Süden gesammelt. von Ines Hennken
Zahlreiche Weißstörche haben sich in Finnentrop auf ihrer Reise in den Süden gesammelt. © Ines Hennken

Finnentrop. Steht Finnentrop ein Babyboom bevor? Mehr als 50 Weißstörche sind hier am Sonntag, 2. August, beobachtet worden. Sie saßen an der Schule, auf dem Rathaus und auf Wohnhäusern.


„Vom 1. auf den 2. August übernachteten circa 50 Weißstörche auf Wohnhausdächern in dem Gebiet oberhalb des Finnentroper Rathauses. Bis zu sechs Vögel hielten sich auf einigen Dächern auf. Zwischen 6 und 7 Uhr setzten sie am 2. August dann ihre Reise fort“, schreibt ein LP-Leser per E-Mail. „Ein schönes und einzigartiges Bild“, erzählt eine weitere Beobachterin, deren Familie einige Fotos gemacht hat.

Bildergalerie starten
Zahlreiche Weißstörche haben sich in Finnentrop auf ihrer Reise in den Süden gesammelt.

Was für viele beeindruckend war, ist für Dr. Matthias Klein, erster Vorsitzender des NABU-Kreisverbandes Olpe, „ein schönes Bild, aber ganz normal und nichts Besonderes“. Die Störche seien auf dem Weg in Richtung Süden und würden sich sammeln, um gemeinsam loszuziehen. „Im Kreis Olpe sieht man das allerdings selten“, bestätigt der Naturschützer.

Erfolgsmodell des Naturschutzes

Die Weißstörche in Deutschland seien ein Erfolgsmodell des Naturschutzes, erklärt Dr. Klein weiter. „Vor 30 Jahren waren es noch viel weniger. Sie breiten sich in Deutschland aus“, freut er sich. Die Vögel würden zudem von der Wärme profitieren. Der NABU-Vorsitzende vermutet, dass sie in Zukunft auch in Deutschland brüten. „Vielleicht nicht schon in den nächsten Jahren, aber perspektivisch gesehen.“

ynTsguaLtqs
Video starten

Von August bis September ziehen die Störche Richtung Süden. „Es geht in Richtung Sahara, sehr viele bleiben jedoch in Spanien“, weiß Dr. Matthias Klein. „Dort ist es warm genug und sie können sich den Weiterflug sparen.“ In Spanien ernährten die Weißstörche sich auf den Mülldeponien. „Im Internet gibt es zahlreiche Fotos mit Hunderten Störchen auf spanischen Müllkippen.“

Über die „Naturgucker MeldeApp“ des NABU sollten die Bürger solche Sichtungen wie die Weißstörche in Finnentrop gerne melden, bittet Dr. Matthias Klein. „Damit die Beobachtungen erhalten bleiben, denn das ist ein wichtiger Beitrag für den Naturschutz“, betont er.

Artikel teilen: