Kosten bleiben gleich, Eröffnung verspätet sich: So sieht es im Finto aus
Aktueller Stand der Schwimmbadsanierung
- Finnentrop, 27.07.2026
- Verschiedenes
- Von Jana Becker
Finnentrop. Seit fast einem Jahr ist das Finto Erlebnisbad in Finnentrop geschlossen. Und das wird auch noch etwas länger der Fall sein, länger als ursprünglich geplant. Was sich hinter den geschlossenen Türen abspielt, hat Raphael Tombergs, Fachbereichsleiter für Planen, Bauen und Wohnen der Gemeinde Finnentrop, im Gespräch mit LokalPlus erzählt.

Ende August 2025 wurde das Finto Erlebnisbad in Finnentrop für Sanierungsarbeiten geschlossen. 6,5 Millionen Euro sollen die kosten. Die Gemeinde Finnentrop erhält zwei Millionen Euro Förderung vom Bund, die aus drei verschiedenen Fördertöpfen stammen.
Zwar ist das Finto für Badegäste geschlossen, doch Raphael Tombergs gewährt einen Einblick in die Arbeiten, die in dem Schwimmbad gerade vonstattengehen und erklärt, warum diese nicht ganz nach Plan verlaufen sind:

Nur noch einige Umrisse und Fliesenreste an den Wänden erinnern auf der großen Baustelle mitten in Finnentrop an das alte Erlebnisbad. Im Fokus der Sanierungsarbeiten, die hier täglich voranschreiten, ist aktuell die Fensterfront in Richtung Liegewiese, die gerade neu verglast wird.
Seit kurzem steht außerdem ein großes Gerüst im Finto, das sich von der einen Beckenseite über die Decke bis zur anderen erstreckt. Praktisch ist, dass das Gerüst über Schienen im Boden durch das Schwimmbad geschoben werden kann, immer zu die Stellen, die gerade bearbeitet werden. Dank dieser Technik mussten nicht die gesamten Wände mit Gerüsten bebaut werden.
Mitte August soll die neue große Rutsche angebracht werden. Die Arbeiten dafür beginnen in dem Landebecken. Dann arbeitet man sich hoch zum Start der Rutsche. Das dauert circa einen Monat. Die neue Rutsche mit Lichteffekten soll später ein kleines Highlight des sanierten Finto-Bads werden. Auch die zwei Sprungbretter am großen Mehrzweckbecken wurden schon saniert.

Die Sauna des Finto-Erlebnisbads ist von den Bauarbeiten nur indirekt betroffen und kann während der Badschließung weiterhin genutzt werden. Während der regulären Schließung der Sauna für die Grundreinigung von Mitte Juli bis Mitte September sollen direkt alle Arbeiten abgeschlossen werden, die die Sauna betreffen - wie neue Lüftungen und Leitungen. So kann der Betrieb nach der Grundreinigung ungestört weiter laufen.
Bei den Arbeiten sei man jedoch auf unerwartete Probleme gestoßen, die den Zeitplan nun durcheinander bringen, berichtet Raphael Tombergs. In einigen Stützpfeilern sind sogenannte Kiesnester gefunden worden – dabei handelt es sich um Hohlräume im Beton. „Das kann man vorher nun mal nicht sehen“, so Tombergs. Aber da durch die Kiesnester die Standfestigkeit der Stützpfeiler nicht mehr gewährleistet werden kann, müssen sie erneuert werden.

Einer der betroffenen Stützpfeiler steht im rückwärtigen Bereich des Finto und ist so in die Wand eingelassen, dass für die Sanierung auch Teile der Duschen und WC-Anlagen der Damen dahinter aufgerissen werden müssen. Um die Sanitäranlagen der Männer gleich zu halten, werden deshalb beide zusätzlich saniert.
Auch im Massagebecken sind kleine Schäden entdeckt worden, die durch Chlorid entstanden sind, weshalb der Boden des Beckens erneuert werden muss. Diese zusätzlichen Arbeiten sorgen dafür, dass sich die Fertigstellung des Bads hinauszögert. So wird das Finto nicht wie geplant im Herbst 2026 wiedereröffnet, sondern einige Monate später im ersten Quartal 2027.
Aber: Der Kostenrahmen wird trotz der zusätzlichen Arbeiten nicht überschritten. Gerade angesichts der angespannten Haushaltslage sei das eine sehr gute Nachricht, worüber alle sehr froh seien, so Tombergs.
