Schützenhalle Rönkhausen: Eine unendliche Geschichte
Gibts ein Happy-End für die Schützen?
- Finnentrop, 18.06.2026
- Verschiedenes
- Von Nicole Voss
Rönkhausen. Der Schimmelbefall in der Schützenhalle Rönkhausen (LokalPlus berichtete mehrfach) ist längst zur unendlichen Geschichte geworden. Mitte April 2023 reichte die Schützenbruderschaft Klage beim Landgericht Siegen ein, das im vergangenen Jahr einen Gutachter beauftragte.

Nachdem der vom Gericht bestellte Gutachter seinen Abgabetermin im vergangenen Jahr mehrfach verschoben hatte, liegt der Antonius-Schützenbruderschaft Rönkhausen seit einigen Wochen das Gutachten vor. Die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder machen kein Hehl daraus, dass es sich bei dem 100-seitigen Gutachten um „schwere Kost“ handle, die ein Laie nur mit großer Mühe verstehen könne.


Nach Sichtung durch den eigenen Gutachter der Schützen passten einige Punkte nicht. Der Gerichts-Gutachter habe sich an Hallen und DIN-Normen orientiert, die auf dem neuesten Stand und dementsprechend von der Belüftung ganz anders aufgebaut seien.
Das ist einer der Kritikpunkte der Schützen. Wermutstropfen: Auch bei diesem „Gegen“-Gutachten musste die Schützenbruderschaft wieder in die Kasse greifen und in Vorleistung gehen. Da die Gegenseite den Widerspruch der Schützen abschmettern möchte, wurde ein neuer Gerichtstermin Ende Februar 2027 anberaumt.

Die Schützenbruderschaft hofft nach wie vor, dass ihrer Schadensersatzklage stattgegeben wird, da es für einen kleinen Verein fast unmöglich ist, auf derartigen Kosten sitzen zu bleiben. Nach wie vor fordert die Schützenbruderschaft einen Schadensersatz in Höhe von 400.000 Euro.
Ein außergerichtlicher Vergleich mit dem Fußbodenverleger scheine laut Vorstand der Schützenbruderschaft ausgeschlossen. Förderprogramme, die in einem separaten Arbeitskreis geprüft wurden, seien auch nicht zu erwarten. Für die Situation, wie sie in Rönkhausen vorliegt, sind aktuell keine Programme vorhanden, aus denen der Verein Zuschüsse zum Wiederaufbau des Bodens beantragen könne. Besonders bedauerlich, ist es für die Schützenbruderschaft, dass sich der Vorgang so lange hinzieht.
Ein detailliertes Konzept zum Wiederaufbau, das in einem Team von vielen ortsansässigen Fachfirmen erarbeitet worden ist, wurde von Architekt Ralf Helmig vorgestellt.

Im Jahr 2018 wurde der Hallenboden saniert. Anfang 2022 machte sich der Schimmelbefall bemerkbar. 2023 wurden erste Sanierungsarbeiten vollzogen und ein Gutachten in Auftrag gegeben.
Eine Anwaltskanzlei wurde beauftragt und einige Arbeitseinsätze folgten. Ein großer Teil des Holzbodens wurde unter anderem in Eigenleistung mit Hilfe einiger Vereinsmitglieder herausgerissen. Für den anschließend eingebauten Betonboden ist die Schützenbruderschaft in Vorleistung gegangen.
