„Uns wurde nicht die volle sportliche Entscheidungsfreiheit eingeräumt“
Statement von Entrup und Bivolaku
- Finnentrop, 20.05.2026
- Sport
Heggen. Turbulente Tage beim SV Heggen. Kurz vor dem Heimspiel des Fußball-Bezirksligisten gegen Plettenberg am Sonntag, 17. Mai, sind die Cheftrainer Heiko Entrup und Venhar Bivolaku zurückgetreten (LP berichtete). In einer Stellungnahme schildern die beiden Trainer ihre Sicht der Dinge. Formuliert wurde das Statement, dass die Redaktion am Mittwochmorgen, 20. Mai, erreichte, von Heiko Entrup.

„Wir möchten keinen Konflikt mit dem Verein auslösen und auch keine zusätzliche Unruhe in die Mannschaft tragen. Trotzdem möchten wir die Darstellung des Vereins nicht unkommentiert stehen lassen. Die Vorgeschichte zu dem Gespräch am Sonntag begann bereits in der vergangenen Woche.
Am Dienstag haben wir während des Trainings das Gespräch mit mehreren Spielern gesucht, um herauszufinden, ob sie in der kommenden Saison gemeinsam mit uns weiterarbeiten. Es war geplant, diese Gespräche am Sonntag fortzuführen. Dazu kam es allerdings nicht mehr, weil uns von der Sportlichen Leitung des SV Heggen mitgeteilt wurde, dass künftige Gespräche von der Sportlichen Leitung sowie der Geschäftsführung geführt werden.







Daraufhin haben Venhar und ich noch vor dem Spiel zu einem Gespräch gebeten. In diesem Gespräch wurde Venhar Bivolaku mitgeteilt, dass der Verein in der kommenden Saison nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten möchte und bereits ein Nachfolger bereitsteht.
Anschließend wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, gemeinsam mit dem neuen Trainer weiterzumachen. Für mich stand allerdings sofort fest, dass ich diesen Weg ohne Venhar und unter diesen Umständen nicht mitgehen werde.
Trotz dieser Entwicklung haben wir angeboten, die letzten drei Spiele weiterhin als Trainerteam zu begleiten, um die Mannschaft im Abstiegskampf bestmöglich zu unterstützen. Dieses Vorgehen wurde zunächst auch von der Sportlichen Leitung und vom Vorstand befürwortet. Wir haben dabei offen kommuniziert, dass wir in dieser Situation auf die Spieler setzen möchten, bei denen wir sicher sind, dass sie hinter uns als Trainerteam stehen.

Genau an diesem Punkt kam es zum Bruch. Nachdem der Vorstand zum Gespräch hinzugezogen wurde, wurde unsere Vorgehensweise abgelehnt und uns nicht die vollständige sportliche Entscheidungsfreiheit eingeräumt. Das war schließlich der Moment, an dem die Zusammenarbeit endete.

Dass die Situation auf diese Weise endet, bedaure ich persönlich sehr. Besonders enttäuschend empfinde ich dabei den Umgang mit Venhar, der einen enorm großen Anteil daran hatte, dass wir überhaupt den Aufstieg geschafft haben. Zudem empfinden wir die Formulierung der Pressemitteilung des Vereins als unglücklich, weil dort der Eindruck entsteht, wir hätten die Mannschaft in dieser schwierigen Phase im Stich gelassen. Genau das entspricht aber nicht der Wahrheit.

Unser klares Ziel war es immer, unabhängig davon, ob die Klasse gehalten wird oder nicht, weiterzumachen und den Verein auch bei einem möglichen Neuaufbau aktiv zu unterstützen.“
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