Vom Laden zum Werkraum: Blumen Wicker stellt sich neu auf
Blumenarrangements auf Vorbestellung
- Finnentrop, 08.05.2026
- Verschiedenes
- Von Claudia Wichtmann
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Fretter. Die Tür ist zu, aber das blumige Leben dahinter ist nicht verschwunden – es hat sich nur etwas verändert. Das Blumenfachgeschäft „Blumen Wicker“ in Fretter hat zum 1. Mai geschlossen. Ein Schritt, der nicht leichtfiel. Inhaberin Barbara Schmidt muss aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten. Und entscheidet sich für einen neuen Weg in vertrauter Umgebung.
Mehr als 60 Jahre gehört das Geschäft zum Ort und war eine feste Adresse für herzliche Beratung und liebevolle Blumenarrangements. Vor 24 Jahren übernahm Barbara Schmidt den Laden von ihrem Vater. Zwischenzeitlich arbeiteten hier vier bis fünf Floristinnen, es wurde gebunden, gesteckt, beraten und Menschen glücklich gemacht. „Ich möchte weitermachen – aber nur in dem Ausmaß, wie ich es noch schaffen kann“, sagt Barbara Schmidt.
Ganz aufhören kommt für sie nicht infrage. Stattdessen ist sie in den „Werkstattmodus“ übergegangen. Sträuße, Trauerfloristik, Hochzeitsblumen, kurz: Blumen für alle Arten von Feierlichkeiten und Anlässen, entstehen weiterhin – allerdings nur auf Vorbestellung. Ein bis zwei Tage Vorlauf braucht Barbara Schmidt, bis sie die Kundenwünsche umgesetzt hat.
Abgeholt werden kann die fertige Arbeit im Geschäft – oder ganz modern über den Blumenautomaten vor der Tür. Der ist rund um die Uhr geöffnet und wird gut angenommen. „Da schieben wir immer nach, gerade jetzt vor Muttertag“, sagt Barbara Schmidt. Der Blumenautomat bietet nicht nur Blumen, sondern auch Service: Er kann per PIN auch für individuelle Bestellungen geöffnet werden, die Bezahlung erfolgt bargeldlos.
Weiter sind zwei Mitarbeiterinnen noch für die Grabpflege im Einsatz – rund 100 Pflegegräber betreut das Team. Auch der Fleurop-Dienst läuft weiter.
Neben der Floristik hat Barbara Schmidt sich in den vergangenen Jahren ein zweites Herzensprojekt aufgebaut – historische Tomaten. Alte Sorten, „die viel besser schmecken als die Industrietomaten“, schwärmt sie. „Es ist nicht vergleichbar mit dem, was man aus dem Supermarkt kennt.“ Ab Ende Juni will sie die Früchte wieder anbieten, auch die Tomatenpflanzen für den Selbstanbau sind erhältlich.
Blumen Wicker ist also nicht verschwunden, sondern nur anders. Keine festen Zeiten mehr, dafür Absprachen. Wer etwas braucht, meldet sich und bekommt weiterhin das, was den Laden über Jahrzehnte ausgemacht hat: Handwerk, Erfahrung und ein gutes Gespür dafür, welche Blume wann die richtige ist.
Kontakt
Blumen Wicker
Barbara Schmidt
Josef-Quinke-Straße 22
57413 Finnentrop-Fretter
Telefon: 02724/253
Mobil: 0173/1 57 21 34
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