1.360 Menschen unterschreiben Petition gegen Windkraft-Umzingelung
Übergabe am 11. September
- Kirchhundem, 04.09.2025
- Politik
- Von Hartmut Poggel
Kirchhundem. 1.360 Bürger, etwa die Hälfte von ihnen aus der Gemeinde Kirchhundem sowie eine ganze Reihe „Ehemaliger“, die sich mit ihren Heimatorten verbunden fühlen, haben bis zum Stichtag die Petition „Zukunft für Kirchhundem: Keine Windkraft-Umzingelung unserer Dörfer!“ unterschrieben.

Die Initiatoren-Gruppe „Besorgte Bürger“ übergibt die Petition am Donnerstag, 11. September, im Kreishaus in Olpe an den ersten Adressaten, Landrat Theo Melcher. „Wir wollten sie ebenfalls in Arnsberg an Regierungspräsident Heinrich Böckelühr übergeben. Stattdessen kommt nun er oder ein Vertreter am 11. September ebenfalls nach Olpe“, sagt Rainer Reichling, federführend für die Petition.





Im Auftrag der „Besorgten Bürger“ hat der Brachthauser die Petition auch an den Petitionsausschuss des NRW-Landtages geschickt. Der Eingang wurde bestätigt, der Ausschuss wird sich mit der Eingabe befassen, so der aktuelle Stand.


Die Initiative von Bürgern aus vier Orten hatte sich im Frühjahr gebildet: „Das hat es in der Geschichte der Gemeinde vorher noch nicht gegeben, dass sich Einwohner aus Albaum, Brachthausen, Heinsberg und Silberg zu einer Initiative zusammenfinden. Schon das ist als Erfolg zu werten“, erklärt Reichling. „Wir sind nicht gegen Windkraft generell, haben innerhalb der Gruppe durchaus unterschiedliche Auffassungen. Was uns aber eint, ist die Sorge um die Heimat.“
Konkrete Anlässe waren laut der „Besorgten Bürger“ das Nichtvorhandensein einer Übersichtskarte mit vorhandenen und geplanten Windkraftanlagen im Gemeindegebiet und im Nahbereich der Grenze zu Siegen-Wittgenstein. „Die Übersichtskarte ist dann auf Antrag von Albrecht Sandholz (Anm. d. Red.: CDU-Ratsherr aus Albaum) hin angefertigt worden. Auf ihr war die Zunahme von 65 auf 93 Standorten zu sehen. Das Fass endgültig zum Überlaufen brachten die acht geplanten, 250 Meter hohen Anlagen neben dem Naturschutzgebiet Dollenbruch“, blickt Reichling zurück.
„Wir sind Demokraten: Wenn unsere Petitionen abgelehnt werden, werden wir diese Entscheidungen akzeptieren. Wir haben dann alles in unseren Möglichkeiten Stehende versucht und müssen uns nicht später fragen lassen: Was habt Ihr gegen die Zerstörung unserer Heimat und die Umzingelung unserer Heimatdörfer getan?“
