Caritas eröffnet Senioren-Wohnpark in Welschen Ennest

„Ein Zuhause, kein Ort zum Wohnen“


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Der neue Wohnpark des Caritasverbands in Südwestfalen ist in Welschen Ennest eröffnet worden. von Caritasverband in Südwestfalen
Der neue Wohnpark des Caritasverbands in Südwestfalen ist in Welschen Ennest eröffnet worden. © Caritasverband in Südwestfalen

Welschen Ennest. Mit dem neuen Senioren-Wohnpark hat der Caritasverband in Südwestfalen in Welschen Ennest ein Wohn- und Versorgungskonzept verwirklicht, das älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben mit der Sicherheit individueller Unterstützung ermöglichen soll.


Bei einer Feierstunde ist das Quartier jetzt offiziell eröffnet worden. Zahlreiche Gäste aus Politik, Kirche, Vereinen, Wirtschaft sowie haupt- und ehrenamtlich Engagierte nutzten die Gelegenheit, sich einen Eindruck von dem Projekt zu verschaffen.

Auf dem rund 7.700 Quadratmeter großen Gelände ist in den vergangenen Jahren ein Quartier entstanden, das barrierefreies Wohnen, ambulante Betreuung und Begegnung miteinander verbindet.

Herzstück des Wohnparks sind 27 Service-Wohnungen, eine ambulant betreute Senioren-Wohngemeinschaft mit elf Plätzen sowie das öffentliche Quartierscafé „Plauderplätzchen“, das als Treffpunkt für Bewohner, Angehörige und die Dorfgemeinschaft dienen soll.

Selbstbestimmtes Leben

Bereits zur Eröffnung waren 21 der 27 Wohnungen vermietet, sechs Menschen waren in die Wohngemeinschaft eingezogen.

„Wir wollten bewusst keinen Ort schaffen, an dem Menschen lediglich wohnen. Unser Ziel war es, ein Zuhause zu gestalten – einen lebendigen Ort voller Geborgenheit und Gemeinschaft“, sagte Zentrumsleiterin Karolin Schmidt.

Ziel sei es, älteren Menschen genau die Unterstützung zu bieten, die sie benötigten, ihnen aber gleichzeitig möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen.

Idee vor zehn Jahren entstanden

Die Idee für das Projekt reicht bis ins Jahr 2016 zurück, als der Caritasverband das ehemalige Rupp-Gelände erwarb. Nach intensiven Planungen und dem Spatenstich im Herbst 2023 entstand dort eines der größten Bauprojekte in der Geschichte des Verbandes.

Insgesamt investierte die Caritas mehr als 15 Millionen Euro in den Standort Welschen Ennest, mehr als die Hälfte davon in den Senioren-Wohnpark.

Auch Christoph Heuel, Aufsichtsratsvorsitzender der Alten- und Krankenhilfe der Caritas (AKC), blickte bei der Eröffnung auf den langen Weg zurück:

„Lange Zeit gab es nur Pläne und gute Ideen. Heute sehen wir, dass sich Geduld, Mut und Vertrauen ausgezahlt haben.”
— Christoph Heuel

„Lange Zeit gab es nur Pläne und gute Ideen. Heute sehen wir, dass sich Geduld, Mut und Vertrauen ausgezahlt haben.“

Der Senioren-Wohnpark sei inzwischen „zu einem lebendigen Teil von Welschen Ennest geworden – einem Ort, an dem Wohnen, Unterstützung und Begegnung Hand in Hand gehen.“

Im Rahmen der Eröffnungsfeier segnete die Caritas das neue Gebäude ein. Zudem gab Tobias Müller von der Gemeinde Kirchhundem die öffentliche Wegeverbindung über das Gelände frei. Sie verbessert künftig die fußläufige Verbindung zwischen Schule, Kindergarten und Ortskern.

Kirchhundem gut aufgestellt

Der Senioren-Wohnpark ergänzt das bestehende Caritas-Zentrum Kirchhundem, das bereits rund 160 Menschen ambulant versorgt, 103 Gäste in den beiden Tagespflegen betreut und etwa 250 Menschen im Rahmen der Alltagsbegleitung unterstützt.

Gemeinsam entsteht damit nach Angaben des Verbandes ein umfassendes Versorgungsangebot mit kurzen Wegen und festen Ansprechpartnern.

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Der neue Wohnpark des Caritasverbands in Südwestfalen ist in Welschen Ennest eröffnet worden.

Dass das Konzept funktioniert, bestätigen auch die ersten Bewohnerinnen. „Wir haben hier nicht nur eine schöne Wohnung, sondern ein Zuhause gefunden“, berichtete eine Seniorin. Eine weitere ergänzte: „Unsere Wohnungen geben uns Sicherheit für das Alter. Vor allem aber sind wir hier nicht allein.“

Mit dem neuen Quartier will die Caritas nicht nur zusätzlichen Wohnraum für Menschen ab 60 Jahren schaffen, sondern auch das Miteinander im Dorf stärken. Das Quartierscafé und die offen gestaltete Anlage sollen bewusst Begegnungen zwischen den Generationen fördern und den Wohnpark als festen Bestandteil des Ortslebens etablieren.

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