„Der Rotstift wird rosa“: KiBiz-Sorgen in den Kirchhundemer Kitas

Mitarbeiter, Eltern und Kinder im Gespräch mit Bürgermeister Jarosz


  • Kirchhundem, 22.04.2026
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Mitarbeiter, Kinder und Eltern aus fast allen Kirchhundemer Kitas waren der Einladung der Kita St. Peter und Paul nach Kirchhundem gefolgt, um dort Bürgermeister Björn Jarosz von ihren Sorgen rund um die KiBiz-Pläne zu berichten. von Kerstin Sauer
Mitarbeiter, Kinder und Eltern aus fast allen Kirchhundemer Kitas waren der Einladung der Kita St. Peter und Paul nach Kirchhundem gefolgt, um dort Bürgermeister Björn Jarosz von ihren Sorgen rund um die KiBiz-Pläne zu berichten. © Kerstin Sauer

Kirchhundem. Pädagogische Fachkräfte, Kinder und Eltern aus allen Kindergärten der Gemeinde Kirchhundem waren am Dienstag, 21. April, zu Gast in der Kita St. Peter und Paul Kirchhundem. Obwohl es ein fröhliches Beisammensein war, hatte das Treffen einen ernsten Hintergrund: Die Kitas hatten Bürgermeister Björn Jarosz eingeladen, um ihm ihre Sorgen zur neuen KiBiz-Reform mitzuteilen.


Mit Plakaten und Unterschriftenlisten ausgestattet, viele Kinder und Erwachsene in leuchtenden Warnwesten, wurden Björn Jarosz und seine allgemeine Vertreterin Verena Gräbener in Empfang genommen. Erster war sichtlich überrascht angesichts der vielen Menschen, die hier, auf dem Spielplatz rund um die Kita St. Peter und Paul, auf ihn warteten. Ließ es sich jedoch nicht nehmen, sich aus erster Hand über die Sorgen der Kitas zu informieren.

Mitarbeiter, Kinder und Eltern aus fast allen Kirchhundemer Kitas waren der Einladung der Kita St. Peter und Paul nach Kirchhundem gefolgt, um dort Bürgermeister Björn Jarosz von ihren Sorgen rund um die KiBiz-Pläne zu berichten. von Kerstin Sauer
Mitarbeiter, Kinder und Eltern aus fast allen Kirchhundemer Kitas waren der Einladung der Kita St. Peter und Paul nach Kirchhundem gefolgt, um dort Bürgermeister Björn Jarosz von ihren Sorgen rund um die KiBiz-Pläne zu berichten. © Kerstin Sauer

Zum Hintergrund: Der erste KiBiz-Entwurf hatte für Fassungslosigkeit bei Trägern und Kitas in NRW gesorgt (LokalPlus berichtete). In der vergangenen Woche hatte Ministerin Verena Schäffer Nachbesserungen angekündigt (LP berichtete weiter). Die Vorschläge, so die einhellige Meinung in der Kita-Landschaft, seien auf jeden Fall besser als die ursprünglichen Pläne – doch, so betonte am Dienstag, 21. April, eine Kita-Leiterin aus Welschen Ennest: „Jetzt wird vielleicht nicht mehr der Rotstift angesetzt, aber rosa ist er immer noch.“

Und so berichteten die pädagogischen Fachkräfte dem Bürgermeister von ihren Sorgen bezüglich Kern- und Randzeiten, fehlendem Personal und Nachwuchs sowie stetiger Unterfinanzierung.

„Nicht dramatisieren, sondern sprechen“

„Wir wollen nicht dramatisieren, sondern sprechen“, betonte Carmen Funke, Leiterin der Kirchhundemer Kita, die an diesem Tag Gastgeber war. Und weiter: „Sie sind unser Politiker vor Ort. Wir möchten ihnen von unseren Sorgen und denen der Kinder erzählen.“ Und eine Kollegin fügte hinzu: „Kinder sind das Fundament unserer Gesellschaft. Was passiert, wenn wir sie vernachlässigen?“

Und auch die Familien der Kinder – viele Eltern waren ebenfalls zum Gespräch nach Kirchhundem gekommen – wurden in den Blick genommen: „Eltern stehen heute enorm unter Druck. Viele müssen arbeiten und sind auf die Kitas und ihre Verlässlichkeit angewiesen.“

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Mitarbeiter, Kinder und Eltern aus fast allen Kirchhundemer Kitas waren der Einladung der Kita St. Peter und Paul nach Kirchhundem gefolgt, um dort Bürgermeister Björn Jarosz von ihren Sorgen rund um die KiBiz-Pläne zu berichten.

Auch die Kinder selbst kamen zu Wort: So hatte die Kita St. Peter und Paul im Vorfeld die Sorgen des Nachwuchses gesammelt und auf einem Plakat zusammengefasst: Können wir demnächst nicht mehr draußen spielen? Müssen wir zu Hause bleiben?

Interessiert hörte sich Bürgermeister Björn Jarosz an, was Erzieher, Kinder und Eltern zu sagen hatten. Und auch, wenn er erklärte, dass „die Gemeinde Kirchhundem kein Träger einer Kita und KiBiz daher für seine Verwaltung etwas abstrakt ist“, unterstrich er die Bedeutung des Themas: „Ich habe nicht selbst die Werkzeuge in der Hand, etwas zu ändern. Aber ich werde gerne an passender Stelle berichten, dass die KiBiz-Pläne im ländlichen Bereich ein großes Thema sind.“

Mit Blick auf die Verabschiedung des Gesetzentwurfes zeigte er sich optimistisch: „Die Diskussion ist noch nicht beendet. Ich bin mir sicher, dass man auch im fernen Düsseldorf gehört hat, was hier in der Fläche los ist.“

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