Melina Schöttes aus Oberhundem gewinnt Rollski-Auftaktrennen

DSV-Marathonserie: Start in Grebenhain


Melina Schöttes (r.) beim Auftakt der DSV-Rollski-Marathonserie in Grebenhain, Hessen. von Frank Hau
Melina Schöttes (r.) beim Auftakt der DSV-Rollski-Marathonserie in Grebenhain, Hessen. © Frank Hau

Oberhundem/Grebenhain. Das Auftaktrennen zur diesjährigen DSV-Rollski-Marathonserie hat jetzt im hessischen Grebenhain stattgefunden. Mitgelaufen ist auch die 26-jährige Oberhundemerin Melina Schöttes.


Zum Auftakt am Samstagabend, 29. Juni, bei Sonnenschein und schwülen Temperaturen fand ein erster Wettkampf in der freien Technik statt. Sonntagmorgen, 30. Juni, folgte der Marathon über 42 Kilometer in der klassischen Technik.

Schöttes behauptet sich gegen Verfolgerin

Beim letzten Rennen in Leipzig reichte es noch nicht ganz fürs Podest bei Melina Schöttes. Diesmal sollte es aber anders sein: Bereits am Samstag erlief die 26-Jährige sich einen knappen Vorsprung auf die Zweitplatzierte, Rosa Zimare aus Sachsen.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es zum Sieg reicht heute. Ich hatte Mitte der ersten Runde Probleme mit der Stockschlaufe, diese hatte sich mehrfach aus dem Griff gelöst und ich musste aufpassen, den Stock nicht zu verlieren“, berichtet Melina nach dem Rennen.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es zum Sieg reicht heute [...]”
— Melina Schötte

Sonntag schlug das Wetter um und der Marathon musste bei Dauerregen angetreten werden. Die Strecke war dieses Mal 42 Kilometer lang, verteilt auf sieben anspruchsvolle Runden. Die Oberhundemerin konnte den Vorsprung auf Verfolgerinnen kontinuierlich ausbauen, da sie den Anschluss an der Männergruppe halten konnte, die das Tempo weiter steigerten.

Die Endzeit von 1:40:41 Stunden bedeutete einen beachtlichen Vorsprung von über sieben Minuten auf Rosa Zimare. Damit gewann die Oberhundemerin das Damenrennen.

Der Dauerregen bereitete Melina Schöttes und den anderen Läufern erhebliche Probleme. von privat
Der Dauerregen bereitete Melina Schöttes und den anderen Läufern erhebliche Probleme. © privat

„Es war schon sehr hart, der Regen wurde immer heftiger, teilweise waren die kompletten Rollski unter Wasser. Am Ende der dritten Runde hatte ich Probleme, an der Gruppe dranzubleiben, konnte mich aber wieder erholen und den Anschluss wieder herstellen“, berichtet Melina im Ziel.

Der kontinuierliche Trainingsaufbau der letzten Wochen nach sehr langer Krankheit habe sich ausgezahlt, erklärte Melina Schöttes. Sie sei zwar noch nicht da, wo sie vor zwei Jahren war, aber es ginge ihr deutlich besser.

Erste Station in Lettland

Die erste Station des Rollski-Weltcups findet vom 17. bis zum 21. Juli in Madona, Lettland statt. Auf dem Programm stehen dort insgesamt vier Wettkämpfe in fünf Tagen. Die Oberhundemerin freut sich auf ihren Start bei einem internationalen Großereignis nach mehr als zwei Jahren nach dem Rollskiweltcup in Norwegen.

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