Sauerländer radeln quer durch Europa: „Jedes Land ein Motivationsschub“

Teil 1: Deutschland bis Bosnien


  • Kirchhundem, 08.07.2025
  • Verschiedenes , Sport
  • Von Lorena Klein
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Vincent Schürmann (l.) und Luca Beckmann (r.) sind von Marmecke bis nach Athen geradelt – und haben in diesem Zusammenhang einen Spendenaufruf gestartet. Zur Tour gehörte auch eine Alpenüberquerung. von privat
Vincent Schürmann (l.) und Luca Beckmann (r.) sind von Marmecke bis nach Athen geradelt – und haben in diesem Zusammenhang einen Spendenaufruf gestartet. Zur Tour gehörte auch eine Alpenüberquerung. © privat

Marmecke. Von Marmecke bis nach Athen: Diese Strecke hatten sich Luca Beckmann und Vincent Schürmann mit ihren Gravel-Bikes vorgenommen – und die Challenge ist geschafft! Das Abenteuer hat nicht nur einige Spenden für zwei gute Zwecke zusammengebracht, sondern den beiden Sauerländern auch eine unvergessliche Zeit beschert. Mit LokalPlus blicken sie darauf zurück.


Statt den ursprünglich geplanten 3.000 Kilometern in 30 Tagen sind die beiden Freunde am Ende 2.800 Kilometer in 28 Tagen vom tiefsten Kirchhundem bis in die griechische Hauptstadt geradelt. „Wir waren schneller in Athen, als wir gedacht haben“, sagt Luca Beckmann.

Der 24-jährige Marmecker und sein Kumpel Vincent (23) aus Elspe haben ein Strahlen in den Augen, sobald sie beginnen, von ihrer Tour quer durch Europa zu erzählen. Über vieles müssen sie auch lachen. Schließlich lief nicht immer alles glatt. Die Route führte durch insgesamt acht Länder – und jede Station hatte ihre Besonderheiten…

Erst durchpowern, dann geht es über die Alpen

Die Rucksäcke sind gepackt, die Räder bereit: Am Montag, 26. Mai, starten Luca und Vincent ihre Tour in Deutschland. „Die ersten Tage waren wie ein Rausch. Erstmal galt es, Strecke zu machen“, erzählt Luca. Angetrieben von großer Vorfreude auf die bevorstehenden Meilensteine powert das Radler-Duo bis zu den Alpen durch.

An Tag 7 steht in Österreich die Alpenüberquerung an – und zwar auf der Groß-Glockner-Route. „Das war schon hart“, erinnert sich Vincent. „28 Kilometer nur berghoch, teilweise 13 bis 14 Prozent Steigung – und oben lagen 4 Meter Schnee!“ Der Weg hinab macht es den beiden nicht leichter. „Bergrunter hat es nur geregnet und es war sehr rutschig“, ergänzt Luca. Dazu schweres Gepäck auf dem Rücken.

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Auf Tour mit Luca und Vincent – Österreich.

Noch steiler wird es auf dem Wurzenpass, der die Radler von Österreich nach Slowenien leitet. Da hilft zwischendurch nur Schieben. In der slowenischen Hauptstadt Ljubljana gönnen sich Vincent und Luca an Tag 10 ihren ersten Tag Pause. Nach dem straffen Zeitplan im ersten Teil wollen sie es in den wärmeren Regionen etwas langsamer angehen lassen.

In Kroatien besuchen Lucas Eltern die beiden Freunde auf ihrer Reise. Sie nehmen nicht nur die schweren Regenklamotten mit nach Hause, sondern haben auch neuen Proviant im Gepäck. An der Küste von Rijeka folgen dank des aufgebauten Puffers einige ruhigere Tage.

Schöner Ausblick, viele Gefahren

Mit ihren Gravel-Bikes sind Luca und Vincent in Kroatien vor allem auf der Küstenstraße unterwegs. Hier ist besondere Vorsicht angesagt. „Wir haben hunderte Kreuze am Straßenrand gesehen“, weist Luca auf das hohe Unfallrisiko hin. Und Vincent erklärt: „Motorradfahrer, Autofahrer und Lkw-Fahrer heizen an einem vorbei. Ab Kroatien gab es auch keine Fahrradwege mehr – deswegen haben wir auffällige Warnwesten getragen.“

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Mit Luca und Vincent auf Tour – Kroatien.

Nicht selten staunen die beiden Freunde über die Tiere, die sie auf dem Weg sehen: Pelikane und Flamingos, Schildkröten und Schlangen. Zwischendurch führt die Route einige Kilometer durch Bosnien-Herzegowina. „Das war jedes Mal ein Motivationsschub, wenn man in ein neues Land gefahren ist“, beschreibt Vincent. Auf ihrer Tour lernen sie viele Menschen kennen, die sich ein ähnliches Abenteuer vorgenommen haben oder teilweise noch weiterfahren möchten.

Wie es auf der weiteren Tour gelaufen ist, lest ihr am Donnerstag. Mehr zur Idee und Spendenaktion hinter der Reise erfahrt ihr hier.

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