Schützenhalle Kirchhundem wird umfassend saniert und renoviert

„Sie wird nicht wiederzuerkennen sein“


  • Kirchhundem, 28.06.2024
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Matthias Bette, Gerrit Jaspers und Nicolas Hille (von links,alle Vorstand) inmitten der Baustelle der Schützenhalle Kirchhundem. von Nils Dinkel
Matthias Bette, Gerrit Jaspers und Nicolas Hille (von links,alle Vorstand) inmitten der Baustelle der Schützenhalle Kirchhundem. © Nils Dinkel

Kirchhundem. Das Innere der Schützenhalle Kirchhundem wird derzeit umfassend renoviert und saniert. Bis zum Schützenfest im August soll die Halle in neuem Glanz erstrahlen und „feierfertig“ sein, wie Nicolas Hille vom Vorstand des Schützenvereins bestätigt. „Die Schützenhalle wird nicht wiederzuerkennen sein.“


Ein zentraler Punkt der Renovierung ist die neue Empore, die als eigener Raum genutzt werden soll. „Wir haben von Holz auf Stahlbau umgestellt. Der Raum unter der Empore ist größer geworden und wird künftig als eigenständiger Raum mit Schallschutzdecke nutzbar sein“, erläutert Hille.

Vorstandsmitglied Gerrit Jaspers: „Außerdem erhält der Bereich der Halle eine neue, gerade Theke, die sowohl für kleinere Veranstaltungen mit 50 Personen als auch für das Schützenfest mit hunderten Besuchern geeignet ist.“ Matthias Bette aus dem Vorstand fügt hinzu: „Der Bereich lässt sich durch eine Glaswand trennen.“ Die obere Empore umfasst etwa 110 Quadratmeter, der neugestaltete Raum, der einen neuen Außeneingang erhält, 80 Quadratmeter.

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Die Schützenhalle in Kirchhundem wird umfassend saniert.

Neben der Neugestaltung des Thekenraums werden auch die Toilettenanlagen neben dem Speisesaal erneuert und eine neue Behindertentoilette errichtet. Ein weiteres ebenerdiges Kühlhaus entsteht neben dem Thekenraum, zusätzlich zu dem bereits vorhandenen Kühlhaus im Keller.

Neuer Hallenboden und neue Decke

„Die gesamte Halle bekommt einen neuen Boden und eine neue Decke“, berichtet Nicolas Hille. Gerrit Jaspers ergänzt, dass der Verein einen langlebigen Eichenboden ausgewählt hat, der für eine Nutzungsdauer von 70 Jahren ausgelegt ist und somit dem Königstanz in den nächsten Jahren nichts im Wege steht. Zudem wird das Decken-Beleuchtungssystem modernisiert, um die Halle künftig für vielfältigere Zwecke nutzen zu können.

Matthias Bette, Nicolas Hille und Gerrit Jaspers (von links). von Nils Dinkel
Matthias Bette, Nicolas Hille und Gerrit Jaspers (von links). © Nils Dinkel

Die Renovierung begann im August 2023 mit Abrissarbeiten, die größtenteils in Eigenleistung erfolgten. Dazu zählte der Ausbau von rund 400 Quadratmetern Holzdielenboden. Der Verein baute die gesamte Stahlunterkonstruktion des Fußbodens mit samt den dazugehörigen Fundamenten aus.

Bisher wurden bereits 1.600 Stunden ehrenamtliche Arbeitsleistung in die Modernisierung investiert. „Bis auf einige Restarbeiten sind wir dann fertig“, so Hille. Der Umbau verzögerte sich durch unvorhergesehene Probleme wie morsche Balken, aber die Schützen sind zuversichtlich, dass die Halle pünktlich zum Schützenfest bereit sein wird.

Gesamtkosten: 500.000 Euro

Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf etwa 500.000 Euro, wovon 237.500 Euro aus einem Fördertopf des Landes NRW stammen. „Wir stemmen die Maßnahme durch Eigenkapital und Fremdfinanzierung. Zudem haben wir ein Spendenkonzept entwickelt, an dem sich viele örtliche Firmen beteiligt haben“, erklärt Hille.

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Der Schützenverein Kirchhundem ist seit August 2023 mit den Sanierungsarbeiten in der Schützenhalle beschäftigt.

Der Verein hat seine Mitglieder aufgerufen, den Verein mit einer Spende von 19,08 Euro – angelehnt an das Gründungsjahr – zu unterstützen. „Die Aktion ist gut angelaufen. Viele spenden weitaus mehr als 19,08 Euro“, freut sich Nicolas Hille. Der Verein hat derzeit 800 Mitglieder und ist dankbar für die große Unterstützung – in der Vergangenheit und in Zukunft.

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