Bernie Lennemann unterschreibt bei Drittligist Hansa Rostock
Stürmer wechselt vom Geißbockheim an die Ostsee
- Kreis Olpe, 04.06.2026
- Sport
- Von Nils Dinkel
Rostock/Kreis Olpe. Für den Stürmer der U21 des 1. FC Köln geht ein kleiner Traum in Erfüllung: Zur kommenden Saison wagt Bernie Lennemann den Sprung in den Profifußball und schließt sich dem FC Hansa Rostock an. Trotz zahlreicher Interessenten aus der 2. und 3. Liga fiel die Entscheidung am Ende deutlich zugunsten der Hanseaten aus.


„Es gab verschiedene Angebote und sehr viele Interessenten. Letztlich hat sich Hansa Rostock klar durchgesetzt“, berichtet der Offensivspieler aus dem Kreis Olpe. Ausschlaggebend sei vor allem die Wertschätzung gewesen, die ihm der Traditionsverein von Beginn an entgegengebracht habe.
„Sie haben ihr Interesse von Anfang an deutlich gezeigt, bei Terminen und auch bei den schriftlichen Dingen Druck gemacht. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass ich wirklich ein Wunschspieler bin. Viele Vereine sprechen mit vielen Spielern – bei Hansa hatte ich das Gefühl, ganz oben auf der Liste zu stehen.“
Für den Angreifer bedeutet der Wechsel auch einen Umzug an die Ostsee. Bereits am 25. Juni startet die Vorbereitung mit verschiedenen Leistungstests, ehe drei Tage später die erste Trainingseinheit ansteht.

Die vergangenen Jahre beim 1. FC Köln waren für den Stürmer von Höhen und Tiefen geprägt. Vor allem das erste Jahr verlief schwierig. „Ich habe nicht viel gespielt und mir wurde sogar nahegelegt, den Verein zu verlassen“, erinnert er sich.
Doch der Angreifer biss sich durch, arbeitete sich zurück und bekam schließlich seine Chance. „Ich durfte mit den Profis trainieren, habe in der U21 regelmäßig gespielt und meine Leistungen auf den Platz gebracht. Dafür wurde ich dann auch belohnt.“
Nach einer harten Anfangszeit ging die Entwicklung steil nach oben. Ein besonderes Erlebnis war dabei die Teilnahme am Trainingslager der Profis zu Beginn des Jahres.
„Das hat mir extrem geholfen. Es war interessant zu sehen, was im Fußball möglich ist und wie gut Profis wirklich sind.”
„Das hat mir extrem geholfen. Es war interessant zu sehen, was im Fußball möglich ist und wie gut Profis wirklich sind.“ Die Erfahrungen und gelungenen Aktionen im Kreis der Lizenzspieler hätten ihm viel Selbstvertrauen für die Rückrunde gegeben.
In Rostock möchte der Neuzugang zunächst ankommen und sich schnell in die Mannschaft integrieren. „Ich hoffe auf Spielzeit und möchte mich durchbeißen. Im Fußball kann es sehr schnell gehen.“
Langfristig verfolgt er jedoch klare Ziele: „Ich will mir meinen Platz erarbeiten und Stammspieler werden.“ Gleichzeitig weiß er um die Ambitionen seines neuen Vereins. „Das Ziel von Hansa ist der Aufstieg in die 2. Liga. Ich habe richtig Bock darauf, direkt eine Rolle im Mannschaftsgefüge zu spielen.“
Auch die Atmosphäre im Ostseestadion reizt den Angreifer. Während er bei der Kölner U21 meist vor deutlich kleinerer Kulisse spielte, warten in Rostock regelmäßig mehrere Zehntausend Zuschauer.

„Vor 25.000 Fans zu spielen, ist natürlich ein anderes Gefühl. Profifußball hautnah zu erleben und die Fans im Rücken zu haben, die dich nach vorne pushen – das ist schon ein großer Vorteil von Hansa Rostock.“
Auf den Stürmer aufmerksam geworden waren die Rostocker über einen Scout. Gesucht wurde ein Angreifer, der die Tiefe attackiert und mit Tempo hinter die Abwehr kommt – ein Profil, das exakt zu seinen Stärken passt.
Dass er diesen Schritt einmal gehen würde, hätte er sich vor einigen Jahren kaum vorstellen können. „Als ich damals vom FC Lennestadt nach Bamenohl gewechselt bin, habe ich noch nicht an den Profifußball gedacht.“

Erst während seiner Zeit beim 1. FC Köln sei die Perspektive realistisch geworden. „Dass es jetzt schon nach eineinhalb Jahren in Köln klappt, ist ein extrem schöner Schritt.“
Gleichzeitig sieht der Offensivspieler den Wechsel nicht als Endpunkt seiner Entwicklung. „Ich hoffe, dass das noch nicht das Ende ist. Man weiß nie, wo die Reise im Fußball noch hingeht.“
Laut FC Hansa Rostock soll der 23-Jährige künftig mit der Rückennummer 7 auflaufen. Mit seinen 1,87 Metern bringe Bernie Lennemann zudem die körperlichen Voraussetzungen mit, um sich auch in intensiven Duellen zu behaupten. Offensiv sei er flexibel einsetzbar und könne sowohl auf den Flügelpositionen als auch im Sturmzentrum agieren.




Amir Shapourzadeh, Direktor Profifußball: „Bernie ist ein Stürmertyp, der unserem Spiel zusätzliche Möglichkeiten geben wird. Er bringt viel Tempo, Dynamik und eine enorme Explosivität mit. Besonders seine Läufe in die Tiefe und hinter die gegnerische Abwehr machen ihn schwer zu verteidigen.“
Dazu verfüge er über eine gute Körperlichkeit, arbeite intensiv gegen den Ball und besitze einen sehr wuchtigen Torabschluss. „Wir sind überzeugt, dass er bei uns den nächsten Schritt in seiner Entwicklung gehen kann und freuen uns, ihn künftig bei Hansa zu haben.“
