Der Tag der Pflege würdigt die aufopferungsvolle Arbeit von Pflegekräften

Täglich im Einsatz für die Mitmenschen


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 von Grafik: LokalPlus
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Kreis Olpe. Zahlreiche ältere, chronisch kranke oder beeinträchtigte Menschen sind auf die tägliche Hilfe von Pflegekräften angewiesen – zu Hause, im Seniorenheim oder im Krankenhaus. Der 12. Mai ist mit dem Internationalen Tag der Pflege den Menschen gewidmet, die sich mit ihrer Arbeit für andere einsetzen und sich aufopferungsvoll um sie kümmern.


Etwa 1,9 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland laut Arbeitgeberverband Pflege in Pflegeberufen. Dazu gehören Pflegekräfte in Krankenhäusern und im stationären und ambulanten Bereich der Altenpflege.

Gefeiert am Geburtstag der bekannten britischen Krankenschwester Florence Nightingale, die als Pionierin der modernen Krankenpflege gilt, soll der 12. Mai - der Tag der Pflege - seit dem Jahr 1965 besondere Aufmerksamkeit auf die Mitarbeiter im Pflegesektor lenken, die einen unverzichtbaren Beitrag leisten für die Versorgung von kranken und alten Menschen.

Symbolbild von Pixabay.com
Symbolbild © Pixabay.com

Viele Angehörige gehen einer regelmäßigen Arbeit nach, andere wohnen nicht in der Nähe der pflegebedürftigen Menschen. Daher ist die Nachfrage nach professioneller Pflege und Unterstützung im Alltag für daheim lebende Senioren groß. Pflegerinnen und Pfleger kommen regelmäßig nach Hause und unterstützen beim Essen, Anziehen oder Waschen, verabreichen aber auch, je nach Qualifikation, Medikamente, wechseln Verbände, messen den Blutdruck und vieles mehr.

In diesem Jahr verzeichnet die Pflege einen Rekord von mehr als 158.000 jungen Menschen, die derzeit eine Ausbildung in einem Pflegeberuf absolvieren, wie das Bundesministerium für Gesundheit informiert.

Fachkräftemangel trotz Azubi-Rekordjahr

Dennoch ist der Fachkräftemangel in diesem Bereich weiterhin ein akutes Problem, denn der Pflegebedarf steigt immer stärker an. In den vergangenen sechs Jahrzehnten ist die Lebenserwartung um zwölf Jahre gestiegen. Auch wenn Alter nicht gleichbedeutend mit Krankheit und Pflegebedürftigkeit sein muss und sich viele Senioren bis ins hohe Alter guter Gesundheit erfreuen, steigt mit dem Alter das Risiko für schwere Erkrankungen und damit auch die Zahl der Pflegebedürftigen.

Krankenhäuser, Heime und ambulante Pflegedienste klagen seit Jahren über einen massiven Fachkräftemangel. In deutschen Kliniken sind bereits heute mehr als 100.000 Vollzeitstellen für Pflegerinnen und Pfleger unbesetzt, so die Hans-Böckler-Stiftung. Und dieser Trend soll sich laut dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln weiterentwickeln. So könnten in Deutschland in der stationären Versorgung bis zum Jahr 2035 rund 307.000 Pflegekräfte fehlen.

Symbolbild von Pixabay.com
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Als Gründe für diesen Fachkräftemangel zählen die hohe körperliche Belastung, Zeitdruck, Schichtarbeit, psychische Belastung und die oftmals zu geringe Entlohnung für eine doch so wichtige Arbeit. Zudem sind viele Krankenhäuser dazu gezwungen, Kosten zu senken und damit Stellen im Pflegebereich abzubauen.

Dabei ist Pflege so viel mehr als reine Versorgung der Menschen – sie bedeutet Unterstützung im Alltag, Vertrauen und ein offenes Ohr für Sorgen und Ängste. Deshalb gebührt allen Mitarbeitern im Pflegebereich größter Dank für ihr tägliches, aufopferungsvolles Engagement.

„Unsere Pflegekräfte. Unsere Zukunft.“

Gerade aufgrund der steigenden Herausforderungen an den Pflegeberuf steht der Internationale Tag der Pflege in diesem Jahr unter dem Motto „Unsere Pflegekräfte. Unsere Zukunft. Starke Pflegekräfte retten Leben“. José Luis Cobos Serrano, Präsident des Internationalen Pflegeverbandes ICN, erklärt die Bedeutung dahinter: „Wir haben dieses Thema gewählt, weil es würdigt, dass Pflegekräfte in dieser Zeit immensen Drucks täglich Außergewöhnliches leisten, um das Leben von einzelnen Personen und ganzen Gemeinschaften zu retten und zu verbessern“.

Dazu will sich das ICN dafür einsetzen, dass allen Pflegekräften weltweit die bestmöglichen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden und faire Arbeitsbedingungen geschaffen werden, damit sie die Versorgung von alten und kranken Menschen weiterhin optimal gewährleisten können.

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