Erfreuliche Bilanz für 2024: Viel weniger Unfälle und weniger Verletzte

Verkehrsunfallstatistik


  • Kreis Olpe, 17.03.2025
  • Blaulicht
  • Von Wolfgang Schneider
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Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Freitag, 1. November, auf der Kreisstraße 19 bei Heidschott. von Nils Dinkel
Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Freitag, 1. November, auf der Kreisstraße 19 bei Heidschott. © Nils Dinkel

Kreis Olpe. Deutlich weniger Verkehrsunfälle und weniger Verletzte als im Vorjahr – die am Montag, 17. März, vorgelegte Verkehrsunfallbilanz 2024 der Kreispolizeibehörde Olpe vermeldet einige erfreuliche Zahlen. Allerdings ist die Zahl der Verkehrstoten gestiegen. Gleich geblieben sind die Ursachen dafür, wenn es auf den Straßen knallt: unangepasste Geschwindigkeit, Vorfahrtverletzungen sowie Fehler beim Abbiegen oder Wenden führen die Liste an. Vierthäufigste Unfallursache ist zu geringer Abstand.


Im vergangenen Jahr wurde die Polizei zu 3.800 Verkehrsunfällen gerufen. Das waren 625 weniger als im Jahr davor – ein beachtlicher Rückgang um 14 Prozent. Auch die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ging zurück – von 421 auf 379 (-10 Prozent).

Darunter waren 5 (Vorjahr 3) Verkehrsunfälle mit Toten, 86 Unfälle (101) mit Schwerverletzten und 288 (317) mit Leichtverletzten. Auf den Straßen im Kreis Olpe wurden bei Verkehrsunfällen 98 (106) Menschen schwer- und 407 (441) leichtverletzt.

45 Kinder verunglückt

45 Kinder verunglückten im Jahr 2024 im Straßenverkehr, oft als Insassen in Fahrzeugen. Davon wurden acht Kinder schwer- und 37 leichtverletzt. „Besondere Unfallbrennpunkte oder Gefahrenstellen, an denen Kinder verunglückten, waren bei der Unfallauswertung nicht feststellbar“, heißt es dazu bei der Polizei.

Nicht angepasste Geschwindigkeit, das Missachten der Vorfahrt und Fehler beim Linksabbiegen waren bei den 15- bis 17-Jährigen die häufigsten Unfallursachen. Die Anzahl der Verletzten in dieser Altersgruppe stieg von 41 auf 50.

Junge Fahrer bereiten Sorgen

Sorgen bereiten der Polizei weiterhin die jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre). Sie waren an 871 (853) Unfällen beteiligt und verursachten 23 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden (2023: 20 Prozent). Da die jungen Erwachsenen nur 7,3 Prozent der Gesamtbevölkerung im Kreisgebiet stellen, sind sie überproportional häufig in der Unfallbilanz vertreten. Hauptunfallursachen sind Geschwindigkeit und Abstand.

Auf den gut frequentierten Motorradstrecken im Kreis Olpe verunglückten im vergangenen Jahr bei insgesamt 35 (52) Unfällen 37 (60) Kradfahrer. Zwei Motorradfahrer starben bei Unfällen auf der Landstraße zwischen Neuenkleusheim und Kruberg. Das Streckenverbot für Motorräder bergauf am Lenscheid (L 687) hat sich nach Polizeiangaben bewährt. In diesem Bereich gab es keinen Verkehrsunfall mit Beteiligung von Motorradfahrern.

Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Motorrad auf der L 708 im August 2024. von Kai Osthoff
Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Motorrad auf der L 708 im August 2024. © Kai Osthoff

Verkehrsunfallflucht ist verwerflich, aber leider alltäglich. Bei 760 Unfällen – also jedem fünften der insgesamt 3.800 Verkehrsunfälle im Kreis – machte sich der Verursacher aus dem Staub. Die Flüchtigen hatten allerdings schlechte Karten, denn 81,8 Prozent der Fälle (2023: 59,7 Prozent) konnten aufgeklärt werden. Diese Quote bedeutet den Spitzenrang im Land NRW.

Ein Schwerpunkt der polizeilichen Tätigkeit wird weiterhin die Geschwindigkeitsüberwachung sein. „Ziel ist es, insbesondere auf unfallträchtigen Strecken das Geschwindigkeitsniveau zu senken und eine Verhaltensänderung im Straßenverkehr zu bewirken, um damit schwere und tödliche Unfälle zu verhindern“, so die Polizei.

Weitere Schwerpunkte zur Bekämpfung der Hauptunfallursachen sind Alkoholkontrollen sowie die Kontrolle von Rotlichtverstößen.

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