Grünen-MdL Gregor Kaiser fordert klare Regeln für Feuerwerk

Mehr Schutz an Silvester


Topnews
Archivfoto: Ein Blick von den Pyramiden in Meggen in den Silvesterhimmel. von Timmy Dinkel
Archivfoto: Ein Blick von den Pyramiden in Meggen in den Silvesterhimmel. © Timmy Dinkel

Düsseldorf/Kreis Olpe. Weniger Verletzte, mehr Sicherheit für Einsatzkräfte und ein besserer Schutz für Umwelt und Tiere: Mit diesem Ziel setzt sich die Grünen-Landtagsfraktion in NRW für einen neuen Umgang mit privatem Feuerwerk ein. Der Landtagsabgeordnete Gregor Kaiser aus Lennestadt unterstreicht den lokalen Bezug ausdrücklich.


„Auch in meinem Wahlkreis gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Beschwerden über Müllberge, verängstigte Tiere und gefährliche Situationen, unter anderem für Rettungskräfte. Mit den neuen Regeln sollen Kommunen vor Ort mehr Möglichkeiten erhalten, um für Sicherheit und Ordnung zu sorgen“, erklärt Kaiser.

Ziel des Positionspapiers sei es nicht, Silvester abzuschaffen, sondern es sicherer zu gestalten. Jährlich werden in der Silvesternacht die höchsten Feinstaubwerte des Jahres gemessen. Zudem erleiden Menschen Verbrennungen, Gehörschäden oder andere Verletzungen – häufig durch unsachgemäßen Umgang mit Böllern.

Klare Regeln statt unkontrollierter Böllerei

Kernpunkt des Vorschlags der Grünen ist ein Verbot von Böllern mit reiner Knallwirkung. Diese seien besonders gefährlich und hätten keinen gesellschaftlichen Mehrwert. Die Grünen wollen hierzu das Sprengstoffrecht reformieren, um ein bundesweites Verkaufsverbot zu ermöglichen.

Darüber hinaus sollen Kommunen mehr Handlungsspielraum erhalten, um rechtssichere Verbotszonen einzurichten – etwa an bekannten Brennpunkten oder in sensiblen Bereichen. Auch eine mittelfristige Einschränkung von Raketen und Batterien der Kategorie F2 ist vorgesehen, die künftig nicht mehr frei verwendet werden sollen.

Alternativen für ein gemeinsames Silvester

Anstelle unkoordinierter Böllerei setzen die Grünen auf organisierte Feuerwerke durch Städte, Vereine oder Dorfgemeinschaften. Auch moderne Alternativen wie Drohnenshows werden als umweltfreundliche Möglichkeit genannt, um den Jahreswechsel gemeinsam zu feiern.

Der Vorstoß trifft bundesweit auf großen Rückhalt: Über 2,2 Millionen Menschen haben sich in Petitionen – unter anderem initiiert von der Gewerkschaft der Polizei – für ein Umdenken ausgesprochen. Die Unterschriften wurden bereits an die Innenministerkonferenz übergeben.

Gregor Kaiser. von privat
Gregor Kaiser. © privat

„Wir wollen Silvester sicherer machen – für Menschen, Tiere und unsere Umwelt. Angriffe auf Rettungskräfte und schwere Verletzungen dürfen nicht länger Teil der Silvesternacht sein. Mit klaren Regeln schaffen wir Schutz und Ordnung, ohne die Tradition zu verlieren“, sagt Gregor Kaiser

Für ihn ist klar: Gerade auch im ländlichen Raum wie im Kreis Olpe brauche es praktikable Lösungen, die den Menschen vor Ort mehr Sicherheit bieten – und gleichzeitig ein friedliches Silvester für alle ermöglichen.

Artikel teilen: