Juni heizte mit Rekordtemperaturen und vielen Hitzetagen so richtig ein

Monatsbilanz von wetter-sauerland.de


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Symbolbild Sommer, Hitze, Sommer von Pixabay.com
Symbolbild Sommer, Hitze, Sommer © Pixabay.com

Kreis Olpe/Sauerland. Der Juni war im Sauerland und im Wittgensteiner Land ein überwiegend leicht zu trockener, zu sonnenscheinreicher und vor allem aufgrund der zweiten Monatshälfte deutlich zu warmer Monat. Das zeigt die Monatsbilanz des Portals wetter-sauerland.de. An den Wetterstationen in der Region mit langen Messreihen reihte sich der Juni überall unter die Top 3 der wärmsten Junimonate ein.


Die Niederschlagsmengen lagen im Vergleich zu den letzten 30 Jahren im Mittel der Region um 20 bis 30 Prozent unter den Normalwerten, je nach Gewitterverteilung aber teils bis zu 60 Prozent darüber. So fielen an der Station in Finnentrop Schliprüthen stattliche 136,8 Liter, in Attendorn dagegen nur 73,6 Liter/Quadratmeter.

Durchwachsene erste Monatshälfte

Die Sonnenscheindauer lag mit 200 bis 230 Stunden rund 10 bis 20 Prozent über den Mittelwerten. Nachdem die letzte Mai-Woche sonniges und sehr warmes bis heißes Wetter gebracht hatte, startete der Juni mit zwei mäßig warmen Tagen. Danach begann eine wechselhafte und kühle Witterungsphase. Selbst in den tiefsten Lagen wurde die Marke von 20 Grad zwischen dem 9. und 15. Juni kaum erreicht. In der Nacht zum 10. Juni sanken die Werte in einzelnen Tallagen auf nahe 0 Grad.

Anschließend schwankte die Luftmasse ins genau andere Extrem und es folgte eine nahezu beispiellose Hitzephase bis kurz vor Monatsende. Vom 18. bis 28. Juni hielt sich die Hitze ohne nennenswerte Pause. Besonders in den südlichen Teilen des Sauerlandes und im Wittgensteiner Land gab es an zehn von elf Tagen in Folge mehr als 30 Grad. So viele Hitzetage hat es in einem Juni in unserer Region seit mindestens 1880 noch nie gegeben.

39,1 Grad in Altenhundem

Auch die absoluten Temperaturen lagen in Teilen der Region im Rekordbereich – und zwar für das gesamte Jahr. In Altenhundem (Gymnasium) wurden 39,1 Grad erreicht, in Olpe (St. Franziskus-Schule) 38,4 Grad. Selbst in den Höhenlagen wurde es ungewöhnlich heiß – mit Spitzenwerten von 34,4 Grad an der Hohen Bracht und 35,1 Grad am Rhein-Weser-Turm.

Verbreitet gab es im Juni 14 bis 15 Sommertage mit Höchstwerten von 25 Grad und mehr, darunter zehn bis elf Hitzetage, an denen das Thermometer mindestens 30 Grad anzeigte. Extrem waren zudem die Nachttemperaturen - teils wurden vier Tropennächte in Folge gemessen, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad sank.

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