REGIONALE 2025: Südwestfalen nutzt seine Chance und zieht positive Bilanz

56 Projekte in Umsetzung


Topnews
Südwestfalen nutzt seine Chance und zieht positive Bilanz der REGIONALE 2025. von Südwestfalen Agentur GmbH/Udo Geisler
Südwestfalen nutzt seine Chance und zieht positive Bilanz der REGIONALE 2025. © Südwestfalen Agentur GmbH/Udo Geisler

Südwestfalen. Acht Jahre haben hunderte Engagierte in der Region im Rahmen der REGIONALE 2025 an Projekten und Strategien für die Zukunft Südwestfalens gearbeitet. Zeit für die Südwestfalen Agentur, die den Prozess in der Region koordiniert hat, Bilanz zu ziehen.


56 Projekte aus den Bereichen Stadtentwicklung, Kreislaufwirtschaft, Natur, Kultur, Mobilität, nachhaltigem Bauen, digitaler Bildung und zur Unterstützung der Unternehmen befinden sich in der Umsetzung oder stehen kurz davor. Sie ergänzen sich wie Puzzlesteine und stärken die Region in Summe.

Insgesamt konnten über die REGIONALE 2025 rund 150 Millionen Euro Förder- und Drittmittel in die Region geholt werden. Das Gesamtinvest lag bei 250 Millionen Euro. „Wichtig ist, wofür die Mittel eingesetzt werden“, sagte Ralf Schwarzkopf, Landrat des Märkischen Kreises und Aufsichtsratsvorsitzender der Südwestfalen Agentur.

„Viele Engagierte sind aktiv, um unsere Städte lebenswert zu halten, digitales Wissen auszubauen und die kleinen und mittleren Unternehmen im digitalen und nachhaltigen Wandel zu unterstützen. Das ist genau der richtige Weg.“ Erstmals hatte das Land NRW ein Sonderbudget aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) für die REGIONALE zur Verfügung gestellt.

60 Millionen Euro abgerufen

Bis zu 60 Millionen Euro standen für Südwestfalen bereit – jedoch explizit für Projekte, in denen Hochschulen und Unternehmen zusammenarbeiten, die Unternehmen bei neuen Geschäftsmodellen unterstützen werden und die Kreislaufwirtschaft stärken. „Innerhalb weniger Monate ist es der Region gelungen, 17 Projekte von Null bis zur Umsetzungs- und Förderreife zu entwickeln. Als Region konnten wir das komplette Budget von 60 Millionen Euro abrufen. Das ist nicht selbstverständlich“, sagte Schwarzkopf.

Neben dem Sonderbudget erhalten die REGIONALE-Projekte ihre Förderung aus rund 30 unterschiedlichen Fördertöpfen. Gemeinsam mit der Bezirksregierung Arnsberg und den Ministerien suchte die Südwestfalen Agentur für die Projektverantwortlichen nach Fördermöglichkeiten für ihre innovativen Ideen.

Herausforderungen getrotzt

Im Vergleich zur Regionale 2013 waren die Hürden für die Region in der REGIONALE 2025 ungemein höher: Die Corona-Pandemie, die Brückensperrung auf der A 45, Hochwasser, Borkenkäfer, Hacker-Angriff auf die Südwestfalen-IT und viele andere Themen hatten unmittelbar Einfluss auf den Prozess.

Viele Akteure, die sich sonst engagieren, hatten schlicht den Kopf woanders. Zugleich war der Anspruch höher, weil auch die Herausforderungen für Unternehmen oder Kommunen immer komplexer werden. Die Agentur hatte den Prozess der REGIONALE 2025 betreut, die Gremienarbeit organisiert, Projektverantwortliche beraten und unterstützt und zudem rund 200 Veranstaltungen organisiert.

Diese dienten dazu, Gleichgesinnte zusammenzubringen, gute Beispiele in der Region zu teilen, neue Impulse zu geben und die Zusammenarbeit über kommunale Grenzen zu stärken.

„Smart Cities“ ergänzt REGIONALE

Aus der REGIONALE 2025 entwickelt sich auch das Bundesmodellvorhaben „Smart Cities: 5 für Südwestfalen“. Was der nicht ganz einfache Begriff für eine ländliche Region wie Südwestfalen bedeutet, zeigten die Pionierkommunen Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Olpe und Soest. Sie sind die „5“ des Projekts und haben digitale Lösungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung ausprobiert und umgesetzt.

Auch hier sind 61 Maßnahmen entstanden, die – genau wie die Projekte der REGIONALE 2025 – digital, nachhaltig und authentisch sind. Rund 300 Projektträger und -partner – zum Beispiel Städte, Organisationen, Hochschulen, Unternehmen und viele weitere – stecken hinter den Projekten der REGIONALE 2025. Einen Überblick über alle Projekte gibt es hier.

Drei Projektbeispiele aus dem Kreis Olpe

ReCirclE (Attendorn): Das Projekt „ReCirclE“ will Unternehmen Vorteile und Möglichkeiten aufzeigen, die Planung, Konstruktion und Demontage von Produkten und Werkzeugen direkt zusammenzudenken. Die Uni Siegen, die FH Südwestfalen und das Automotive Center Südwestfalen – ein Projekt der Regionale 2013 – wollen eine Test- und Transferplattform aufbauen, mit der Unternehmen neue Verfahren der Kreislaufwirtschaft erproben können.

SelfDiag (Olpe): Im „Digitalen Facharzt- & Gesundheitszentrum Spieren“ (DFGZ) in Olpe werden neue Wege erforscht, um die medizinische Versorgung auf dem Land zu verbessern. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz wird es Patient:innen Schritt für Schritt ermöglicht, Routineuntersuchungen wie etwa ein EKG selbst durchzuführen. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet.

DigiMath4Edu (Kreis Olpe): Mit dem Projekt haben tausende Schüler:innen den Matheunterricht auf ganz neue Art und Weise vermittelt bekommen. Geholfen haben dabei digitale Medien und ein Zusammenspiel aus Lehrkräften, Unterrichtsassistent:innen und Unternehmen. Das Projekt des Instituts für Mathematikdidaktik der Universität Siegen lief über drei Jahre und wurde an 15 Schulen in allen Schulformen erprobt und umgesetzt. Die Ergebnisse können andere Schulen für sich nutzen.

Artikel teilen: