Schiedsrichter im Kreis Olpe benötigen erweitertes Führungszeugnis

120 Referees von Bundesliga bis Kreisliga C


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Kreis Olpe. Auf die Schiedsrichter im Fußballkreis Olpe kommt eine Neuerung zu: Künftig müssen alle Unparteiischen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Hintergrund ist eine Entscheidung der Ständigen Konferenz des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), die nun in den Kreisen umgesetzt wird.


Wie Marco Cremer, Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses, gegenüber LokalPlus erklärte, sei die Vorgabe nicht auf Kreisebene getroffen worden. „Das hat die Ständige Konferenz entschieden. Wir müssen das jetzt umsetzen. Da sind wir aktuell dran.“

Nach Informationen von LokalPlus soll die Regelung im Zusammenhang mit einem Fall sexueller Belästigung gegenüber einer Schiedsrichterin stehen. Eine Bestätigung dafür konnte Cremer jedoch nicht geben.

Er schließe diesen Hintergrund zwar nicht aus, könne ihn aber auch nicht bestätigen. Cremer unterstrich, dass die Regelung nicht ausschließlich für Schiedsrichter gelte, sondern auch für Trainer und Betreuer.

Vorgabe sorgt für Diskussionen

Innerhalb der Schiedsrichterschaft sorgt die neue Vorgabe für Diskussionen. „Es schreit nicht jeder Hurra“, sagt Cremer. Gerade Schiedsrichter, die ausschließlich Spiele im Seniorenbereich leiten und keinen Kontakt zu Jugendlichen haben, würden die Notwendigkeit unterschiedlich bewerten. „Es ist durchaus ein Thema, wo man verschiedener Meinung sein kann.“

Fest steht jedoch: Wer das geforderte Führungszeugnis nicht vorlegt, darf künftig keine Spiele mehr leiten. „Wer nicht vorlegt, kann nicht mehr weiterpfeifen. Daran sind wir grundlegend gebunden.“

Ob tatsächlich einzelne Schiedsrichter die Vorlage verweigert haben, wollte Cremer nicht kommentieren. Er bestätigte lediglich, dass nicht alle das Führungszeugnis innerhalb der gesetzten Frist eingereicht hätten.

Personell gut aufgestellt

Unabhängig von der neuen Regelung sieht der Kreisschiedsrichterausschuss den Fußballkreis Olpe personell gut aufgestellt. Aktuell sind rund 120 Schiedsrichter im Einsatz, die Gesamtzahl schwanke regelmäßig zwischen 120 und 140.

Neue Anwärterkurse finden jeweils im September und März statt. Der kommende Lehrgang sei bereits gut besucht. Dabei setzt der Kreis nach Angaben Cremers inzwischen stärker auf Qualität als auf reine Zahlen.

Ziel sei es, aktive und regelmäßig pfeifende Schiedsrichter zu gewinnen, statt möglichst viele Anwärter zu registrieren. „Lieber die, die regelmäßig pfeifen, als 150 und 20 Karteileichen.“ Besonders erfreulich sei, dass immer mehr junge Schiedsrichter ihre ersten Einsätze im Seniorenbereich absolvieren.

Bundesliga-Assistent aus dem Kreis Olpe

Auch mit Blick auf höhere Spielklassen sieht sich der Kreis gut aufgestellt. Thorben Siewer bleibt als Schiedsrichter-Assistent in der 1. Bundesliga im Einsatz. Darunter vertreten Lukas Valk, Marcel Kaufmann und Pascal Emrich den Kreis auf Verbandsebene.

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Archivfoto: Thorben Siewer vom FC Schreibershof bleibt Schiedsrichter-Assistent in der Bundesliga.

Insbesondere Valk und Kaufmann werden nach Angaben des Kreisschiedsrichterausschusses weiter beobachtet und haben bei entsprechenden Leistungen die Chance auf den nächsten Karriereschritt.

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