Segelflugzeug-Absturz auf der A 45: Untersuchungen laufen

„Das dauert bis zu einem Jahr“


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Ein Segelflugzeug ist am Samstag, 23. Mai, auf der A 45 zwischen dem Kreuz Olpe-Süd und Freudenberg abgestürzt. von Kai Osthoff
Ein Segelflugzeug ist am Samstag, 23. Mai, auf der A 45 zwischen dem Kreuz Olpe-Süd und Freudenberg abgestürzt. © Kai Osthoff

Kreis Olpe/Hünsborn. Nach dem tödlichen Absturz eines Segelflugzeug auf der A 45 laufen die Untersuchungen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) auf Hochtouren. Konkrete Hinweise auf die Ursache gibt es bislang jedoch nicht. Das erklärte BFU-Pressesprecher Germout Freitag im Gespräch mit LokalPlus.


„Es ist noch viel zu früh für Aussagen zur Ursache“, so Freitag. Die Untersuchung eines solchen Unglücks sei ein langer Prozess und könne „bis zu einem Jahr“ dauern. Derzeit würden zunächst wichtige Teile des Wracks gesichert und ausgewertet.

Besonders im Fokus stehen laut BFU das Cockpitpanel des Segelflugzeug, das zur weiteren Untersuchung nach Braunschweig gebracht wird, außerdem das Schleppseil und dessen Aufhängung.

Bei dem Flug habe es sich um einen Flugzeugschlepp gehandelt. „Dann schauen wir weiter, und wenn wir noch etwas brauchen, wird das gegebenenfalls nachträglich angefordert“, so Freitag.

„Hinweise auf eine Ursache gibt es aktuell keine”
— BFU-Pressesprecher Germout Freitag

Ob technische Probleme, menschliches Versagen oder äußere Einflüsse zu dem Absturz geführt haben, könne derzeit noch nicht gesagt werden. „Hinweise auf eine Ursache gibt es aktuell keine“, unterstrich der Sprecher.

Auch Videos und Fotos von Zeugen fließen in die Ermittlungen ein. Die BFU gehe dabei jedoch vorsichtig vor. „Wir nehmen das Material gerne, um Flugzustände zu sehen“, sagte Freitag. Anders als die Polizei habe die BFU allerdings einen anderen Auftrag: „Die Polizei sucht mögliche Schuldige. Wir suchen die Ursache, um das Fliegen sicherer zu machen.“

Blick auf Flugplatz-Sicherheit

Für die eigentliche Unfallanalyse benötige die BFU deshalb nicht zwangsläufig große Mengen an Material. „Uns reicht unter Umständen schon ein einziges Video mit passendem Bildmaterial“, erklärt Freitag.

Die Ermittler wollen nun unter anderem prüfen, welche Verfahren am Flugplatz angewendet wurden und ob Sicherheitsvorgaben eingehalten worden sind. „Sicherheit wird jetzt genauer unter die Lupe genommen“, sagt Freitag. Ziel sei es auch herauszufinden, ob sich Abläufe künftig verbessern lassen.

Statistik: Keine Rückschlüsse auf Start- und Landephasen

Spezielle statistische Auffälligkeiten bei Flugzeugabstürzen während der Startphase erfasst die BFU nicht. Zwar veröffentliche die Behörde regelmäßig statistische Tabellen zu Flugunfällen, diese seien jedoch vor allem nach Gewichts- und Größenklassen gegliedert. Rückschlüsse speziell auf Start- oder Landephasen seien daraus kaum möglich.

Hintergrund:

Der Segelflugzeug ist am Samstag, 23. Mai, gegen 12.10 auf der A 45 in Richtung Frankfurt auf Höhe des Parkplatzes Löffelberg zwischen der Anschlussstelle Freudenberg und dem Autobahnkreuz Olpe-Süd abgestürzt.

Der 56-jährige Pilot starb. Ein weiterer Insasse (49) zog sich bei dem Absturz schwere Verletzungen zu. Beide gehörten dem Luftsport-Club Dümpel in Bergneustadt an.

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