Sperrung der B 517: Buslinie R90 fährt Umleitung
Eingeschränkter Ersatzverkehr für Ruhr-Sieg-Strecke
- Kreis Olpe, 31.07.2026
- Straße & Verkehr
- Von Nils Dinkel
Kreis Olpe. Die Sperrung der B 517 im Bereich Heidschott wirkt sich seit Montag, 27. Juli, auch auf den Busverkehr der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS) aus. Betroffen ist vor allem die Buslinie R90 zwischen Altenhundem und Olpe, die während der Bauarbeiten einen längeren Umleitungsweg fahren muss.

Die Busse werden über Flape, Wirme, Brachthausen, Varste und den Silberger Weg umgeleitet. Die Ortschaft Hofolpe wird währenddessen mit einem Kleinbus bedient. Ein entsprechender Baustellenfahrplan ist auf der Internetseite der VWS abrufbar.
Nach Angaben der VWS beträgt die zusätzliche Fahrzeit 12 Minuten in Richtung Altenhundem und 13 Minuten in Richtung Olpe. Grund dafür ist der deutlich längere Linienweg. Eine kürzere Umleitungsstrecke sei nicht möglich, teilt das Verkehrsunternehmen mit. Ziel sei es, den regulären Linienverlauf der R90 trotz Sperrung möglichst vollständig beizubehalten. Dafür gebe es jedoch keine für Busse geeignete Alternative, weshalb die Strecke über Brachthausen und Silberg gewählt wurde.




Während der Sommerferien hält sich die Zahl der betroffenen Fahrgäste nach Angaben der VWS in Grenzen. Konkrete Fahrgastzahlen lägen nicht vor und schwankten je nach Tageszeit. Wer direkt zwischen Altenhundem und Olpe unterwegs ist, könne alternativ die Schnellbuslinie SB3 nutzen, die Olpe über Bilstein und Oberveischede ansteuert.
Neben der R90 ist auch die Linie R91 von der Sperrung betroffen, die von Altenhunem nach Brachthausen führt. Sie wird in den Ferien ausschließlich mit Taxibussen bedient, die ebenfalls die Umleitungsstrecke fahren.
Bis auf die im Baufeld liegende Haltestelle Heidschott werden alle Haltestellen weiterhin angefahren. Zusätzliche Maßnahmen sind laut VWS nicht vorgesehen. Die Anschlüsse zwischen den Bussen sowie zum Kleinbus nach Hofolpe seien jedoch sichergestellt.

Die Vollsperrung im Bereich Heidschott soll noch bis Freitag, 21. August, andauern. Grund hierfür sind Bauarbeiten der Deutschen Bahn. Auch der Schienenersatzverkehr (SEV) der Ruhr-Sieg-Strecke muss den Umweg nehmen. Wegen der Arbeiten fahren die Züge nur eingeschränkt.
Zwischen Werdohl und Kreuztal fahren derzeit Ersatzbusse. Bis Ende des Jahres verlagern sich die Bauarbeiten mehrfach, sodass Bahnreisende bis zum Jahresende mit massiven Einschränkungen rechnen müssen. So gibt es von Freitag, 31. Juli, bis zum 4. September eine Sperrung zwischen Welschen Ennest und Grevenbrück - mit gravierenden Auswirkungen:
Das Unternehmen VIAS teilte auf LokalPlus-Nachfrage mit, dass der geplante Verkehrsweg des SEV auf der Ruhr-Sieg-Strecke aufgrund einer Straßensperrung ab Freitag, 31. Juli, nicht eingehalten werden könne.

„Die SEV-Busse fahren von Welschen Ennest die Umleitung ohne Halt bis Grevenbrück, wo der Zug Richtung Hagen erreicht wird, und von dort dann weiter nach Kirchhundem mit Halt in Meggen und Altenhundem“, so eine Unternehmenssprecherin. Demnach fährt der Bus durch das Rahrbachtal, über Neuenwald und das Veischedetal nach Grevenbrück.
„Zurück dann analog, das heißt der Bus fährt von Kirchhundem über Altenhundem und Meggen bis Grevenbrück und von dort ohne Zwischenhalt bis Welschen Ennest“, so eine Unternehmenssprecherin.
Grundsätzlich würden alle ausgefallenen Zugverbindungen mitsamt Bahnhöfen und Haltepunkten bedient – die Reisezeit verlängere sich lediglich. „Im Informationsplakat wird darauf hingewiesen, dass Reisende ab Kirchhundem in Richtung Siegen den Ersatzbus nicht direkt nutzen können. Grundsätzlich schon: siehe Verkehrsweg des Busses oben, auch hier gilt: die Reisezeit verlängert sich“, so VIAS.
Reisende können sich auf bahn.de, zuginfo.nrw oder über den Ersatzfahrplan bei VIAS informieren.
