Tipps der Verbraucherzentrale: Heizung in den Sommerbetrieb stellen
Sommerpause für die Heizung
- Kreis Olpe, 01.06.2026
- Verschiedenes
Kreis Olpe. Mit dem anstehenden Ende der Heizsaison stellen sich viele Verbraucher die Frage, ob und wann sie die Heizung in den Sommermodus schicken sollten. Worauf dabei zu achten ist, hat die Verbraucherzentrale NRW in drei Tipps zusammengestellt.


„In der wärmeren Jahreszeit muss die Heizungsanlage nicht mehr unter Volllast laufen”, sagt Dirk Mobers, Energieberater bei der Verbraucherzentrale NRW in Lennestadt. „Wie der Wechsel auf den Sommerbetrieb funktioniert, hängt vom eigenen Heizungssystem ab. Richtig eingestellt, lässt sich so während der Sommermonate Energie sparen.”

Im Sommer muss die Heizungsanlage Warmwasser aufbereiten. Moderne Systeme nutzen zwar Temperatursensoren, die die Heizkörper abhängig von der Außentemperatur auf die erwünschte Raumtemperatur erhitzen. Sinkt die Außentemperatur aber im Sommer zwischenzeitlich unter einen voreingestellten Wert, kann die Heizung dennoch anspringen.
Ist die Heizungsanlage im Sommerbetrieb, bleiben die Heizkörper kalt und man spart Energie. Die Heizung komplett abschalten kann man im Sommer nur, wenn sie nicht auch für die Warmwasserbereitung zuständig ist. Dies könnte beispielsweise von Durchlauferhitzern, einer Warmwasser-Wärmepumpe, oder einer Solarthermieanlage übernommen werden.

Die Außentemperatur, bei der die Heizung hochfährt, wird als Heizgrenztemperatur bezeichnet. Sie ist abhängig von der Gebäudedämmung und nicht immer gleich. Bei einem unsanierten Altbau kann es sein, dass man erst bei einer dauerhaften Außentemperatur von über 17 Grad Celsius die Heizung in den Sommertrieb schicken kann.
Wohnt man jedoch in einem Niedrigenergiehaus, ist es oft bei Temperaturen über zwölf Grad möglich, die Heizungsanlage in die Sommerpause zu schicken. Läuft die Heizung im Sommerbetrieb, ist es empfehlenswert, die Thermostatventile an den Heizkörpern auf Stufe fünf zu stellen. So verringert sich das Risiko, dass die Ventile während der warmen Jahreszeit verklemmen und zu Beginn der Heizsaison ausgetauscht werden müssen.

Ältere Heizungsanlagen haben einen Hebel oder einen Drehschalter an der Steuerung des Heizkessels, mit dem sich von Winter- auf Sommerbetrieb umstellen lässt. Als Symbol für den Sommerbetrieb findet man dort oft einen Wasserhahn. Ein Symbol mit einem Heizkörper steht meist für den Winterbetrieb. Allerdings können die Symbole je nach Heizungsfabrikat abweichen. Ein Blick in die Bedienungsanleitung gibt darüber Auskunft.
Bei modernen Heizsystemen lässt sich der Sommerbetrieb digital über einen Touchscreen, eine Fernbedienung oder eine App am Smartphone einstellen. Manche neuen Heizungen benötigen keine Umstellung in den Sommerbetrieb. Diese nutzen eine raumtemperaturgeführte Regelung. Das heißt, die Heizung läuft nur, wenn die Raumtemperatur beispielsweise unter 16 Grad fällt.




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