Update: Mysteriöser Fall auf A45 – Haftbefehl gegen Lebensgefährten

Opfer ohne Hände und Kopf


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Symbolfoto. von Nils Dinkel
Symbolfoto. © Nils Dinkel

Wenden/Kreis Olpe. Ein grausamer Fund auf der A 45 beschäftigt die Ermittler: In der Nacht zu Montag, 17. November, wurden zwischen dem Kreuz Olpe-Süd und Freudenberg abgetrennte Hände einer Frau gefunden. Sie gehören zu einer 32-Jährigen aus Eritrea. Ihre Leiche ohne Hände und Kopf ist inzwischen gefunden worden. Nun erließen die Ermittler Haftbefehl gegen den Lebensgefährten der Getöteten.


Update von Montag, 12. Dezember, 11 Uhr:

Nach der Übernahme der Ermittlungen im Falle des Fundes der abgetrennten Hände sowie des Leichnams einer 32-jährigen Frau durch die Staatsanwaltschaft Bonn und die Bonner Polizei am Mittwoch, 3. Dezember, liegt nunmehr ein Haftbefehl für den Lebensgefährten der Frau vor.

Aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse ergibt sich ein dringender Tatverdacht gegen den in Bonn amtlich gemeldeten 41-Jährigen, der sich weiterhin im außereuropäischen Ausland befindet.

Erneute Suchmaßnahmen

Bereits am Mittwoch und Donnerstag, 10. und 11. Dezember, hatten abschließende Suchmaßnahmen im Bereich des Fundortes des Leichnams bei Monreal (Landkreis Mayen-Koblenz) keine neuen Erkenntnisse geliefert. Die Ermittlungen der Mordkommission dauern weiter an.

Update von Freitag, 5. Dezember, 11.30 Uhr:

Im Falle des Fundes von zwei abgetrennten Händen an der A 45 bei Wenden sowie des Frauenleichnams, an dem beide Hände und der Kopf fehlten, in Monreal (Landkreis Mayen-Koblenz) haben die Staatsanwaltschaft Bonn und eine Mordkommission der Bonner Polizei am Mittwoch, 3. Dezember, die Ermittlungen übernommen. Das haben die Staatsanwaltschaft Bonn und das Polizeipräsidiums Bonn am Freitagvormittag, 5. Dezember, in einer gemeinsamen Presseerklärung bekanntgegeben.

Fundorte nicht der Tatort

Der Hintergrund: Im Rahmen der bisherigen Ermittlungen einer Mordkommission der Polizei Hagen sowie der Polizei Koblenz haben sich keine Hinweise darauf ergeben, dass es sich bei den jeweiligen Fundorten um den Tatort des Tötungsdeliktes handeln könnte.

Ein DNA-Abgleich des Instituts für Rechtsmedizin Bonn hat inzwischen bestätigt, dass es sich bei dem am 28. November gefundenen Leichnam um den der 32-jährigen Frau handelt, die zuletzt in einer kommunalen Unterkunft in Bonn gewohnt hatte. Im Zuge der Ermittlungen der Mordkommission wird weiter geprüft, ob der Lebensgefährte der Eritreerin, der sich weiterhin im außereuropäischen Ausland befindet, mit der Tat in Verbindung steht.

Kopf noch nicht gefunden

Weiter unklar ist bislang, wo die 32-Jährige, die die Bonner Unterkunft in den Morgenstunden des 16. November verlassen hatte, getötet worden ist. Auch der Kopf der Frau wurde bislang nicht gefunden.

Update von Montag, 1. Dezember, 14.20 Uhr:

Das Polizeipräsidium Koblenz hat am Montagnachmittag, 1. Dezember, in einer Presseerklärung bekanntgegeben, dass am Freitagnachmittag gegen 15.15 Uhr ein Spaziergänger eine Frauenleiche ohne Hände und Kopf in einem Waldstück bei Monreal in der Vordereifel (Landkreis Mayen-Koblenz) gefunden hat. Die Kriminaldirektion Koblenz hat sofort die Ermittlungen am Fundort übernommen und Spuren gesichert. Der Kopf konnte bislang nicht gefunden werden.

„Eine letztendliche Identifizierung und Bestätigung der Zusammenhänge ist ausschließlich durch molekulargenetische Untersuchungen (DNA-Abgleich) möglich. Das Ergebnis steht noch aus und wird im Laufe der nächsten Tage erwartet“, vermeldet das Polizeipräsidium Koblenz.

Rechtsmedizinische Untersuchung

In einer Mitteilung der Mordkommission Hagen und der Staatsanwaltschaft Siegen von Montagnachmittag heißt es: „In enger Zusammenarbeit zwischen der Polizei Koblenz und der Mordkommission der Polizei Hagen sowie durch eine rechtsmedizinische Untersuchung wird derzeit geprüft, ob es sich um den Körper der 32-jährigen Eritreerin handelt, deren Hände am 17. November auf der A 45 gefunden wurden.

Die Untersuchungen der Rechtsmedizin in Bonn ergaben, dass die Hände nach dem Tod der 32-Jährigen abgetrennt wurden. Mithilfe eines DNA-Abgleichs wird derzeit untersucht, ob es sich bei dem Frauenkörper um den Leichnam der 32-Jährigen handelt.

Lebensgefährte im Ausland

Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen der Mordkommission der Polizei Hagen wird geprüft, ob der Lebensgefährte der Eritreerin mit der Tat in Verbindung steht. Der 41-Jährige befindet sich derzeit im außereuropäischen Ausland. Er konnte mit Unterstützung der dortigen Polizei vernommen werden. Er befindet sich auf Veranlassung der örtlichen Polizei in amtlicher Verwahrung."

Update von Freitag, 21. November, 10.30 Uhr:

Die Mordkommission der Hagener Polizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung. Gesucht werden Zeugen, die am Sonntag, 16. November, in Waldsolms (Lahn-Dill-Kreis) nahe des Klosters ein silbernes Auto beobachtet haben. An dem Kloster war das drei Monate alte Baby der verschwundenen Frau in einem Kinderwagen abgestellt worden.

Fahndung nach Pkw

Das Fahrzeug mit Bonner Kennzeichen wendete gegen 18.30 Uhr in einem kleinen Weg. Wer kann Hinweise zum Kennzeichen des Autos, zum Automodell, zur Fahrtrichtung, der Fahrtstrecke oder zum Fahrer/zur Fahrerin geben?

Auch Zeugen, die zwischen Sonntag und Montag, 16./17. November, verdächtigte Beobachtungen im Bereich der A 45 zwischen dem Kreuz Olpe-Süd und Freudenberg gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Die Hände der 32-jährigen Frau aus Eritrea wurden zwischen den Parkplätzen Großmicke und Unterm Hipperich gefunden. Hinweise nimmt die Hagener Polizei unter Tel. 02331 - 986 2066 entgegen.

Update von Dienstag, 18. November, 14.45 Uhr:

Der Säugling wurde bereits am Sonntag im mittelhessichen Waldsolms (Lahn-Dill-Kreis) unverletzt in einem Kinderwagen vor dem koptisch-orthodoxen Kloster St. Antonius gefunden. Das Baby befindet sich in der Obhut der Behörden

Die Umstände, wie das drei Monate alte Kind vor das Kloster gelangt ist, sind Gegenstand der derzeitigen Ermittlungen. Die 32-jährige Frau konnte bisher nicht gefunden werden. Weitere Auskünfte werden derzeit nicht erteilt, teilten die Mordkommission Hagen und die Staatsanwaltschaft Siegen am frühen Nachmittag in einer Pressemitteilung mit..

Update von Dienstag, 18. November, 10.30 Uhr:

Nachdem eine Autofahrerin in der Nacht zu Montag, 17. November, der Polizei Gegenstände auf der Fahrbahn der A 45 gemeldet hat, konnte eine Streifenwagen-Besatzung gegen 0.45 Uhr zwischen dem Kreuz Olpe-Süd und Freudenberg Körperteile auf einem Fahrstreifen finden.

Die eingerichtete Mordkommission der Hagener Polizei hat ermittelt, dass es sich um die Hände einer 32-jährigen Frau mit eritreischer Staatsangehörigkeit handelt. Die Frau ist, zusammen mit ihrem drei Monate alten Kind, in einer Unterbringung für Asylsuchende in Bonn gemeldet. Der Säugling befindet sich momentan in amtlicher Obhut.

Suchmaßnahmen ohne Ergebnis

Umfangreiche Suchmaßnahmen nach der 32-Jährigen verliefen bisher ohne Ergebnis, auch die Hintergründe der Tat sind weiter unklar. Die Mordkommission der Hagener Polizei bittet um Hinweise der Bevölkerung.

Wer hat im Bereich der A 45 zwischen dem Kreuz Olpe-Süd und Freudenberg in der Nacht zu Montag verdächtige Beobachtungen gemacht? Die Körperteile wurden zwischen den Parkplätzen Großmicke bei Ottfingen und Unterm Hipperich bei Hünsborn gefunden. Zeugen werden gebeten, sich per Tel. 0 23 31/9 86 20 66 zu melden. Die intensiven Ermittlungen der Mordkommission dauern an.

Ursprünglicher Artikel von Montag, 17. November:

Die A 45 ist in der Nacht auf Montag, 17. November, zwischen Olpe-Süd und Freudenberg in Fahrtrichtung Frankfurt gesperrt gewesen. Inzwischen ist die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben. Die Polizei Hagen bestätigte, dass die Mordkommission ermittelt – und zuvor ein schockierender Fund gemacht wurde.

Die Polizei teilte soeben mit, dass auf der A 45 in Richtung Gießen, zwischen dem Kreuz Olpe-Süd und Freudenberg, in der Nacht zu Montag, 17. November, Körperteile einer derzeit noch unbekannten Frau auf der Fahrbahn gefunden worden seien.

Für die weitere Absuche und die Sicherung von Spuren sei die A 45 in Richtung des Fundortes voll gesperrt worden. Eine Mordkommission der Hagener Polizei ist eingesetzt.

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