Verbale Explosionen und geballtes Wissen: Das Leben mit KI
LP-Randnotizen
- Kreis Olpe, 30.05.2026
- Verschiedenes
Der eine mag sie, der andere nicht. Die einen nutzen sie mit Begeisterung, andere stehen ihr kritisch gegenüber: der KI. Der Künstlichen Intelligenz.


Tatsache ist: Sie macht das Leben einfacher. Mit ihrer Unterstützung wird das Grußwort in der Schützenfestzeitschrift zum literarischen Highlight, wird die Rede zum mitreißenden verbalen Ausbruch. Viele Menschen sind heutzutage davon überzeugt, auch Presseartikel perfekt in die Tastatur bringen zu können – ob das tatsächlich so ist, sei an dieser Stelle einmal dahingestellt.

Ich gebe zu: Auch ich nutze hier und da privat KI. Bei Alltagsfragen hat sie mir schon gute Dienste geleistet. Geographische, gesellschaftliche oder historische Fragestellungen gehe ich gerne mit ihrer Unterstützung an. Und auch andere offene Grundsatzfragen des Lebens: Werden Brandon und Kelly bei Beverly Hills 90210 wieder ein Paar? Wo fährt der Flixbus am Flughafen Köln ab? Und dürfen Tomaten- neben Gurkenpflanzen gesetzt werden?
Und so wurde die Künstliche Intelligenz auch letztens kurzerhand um Rat gefragt, als wir den Titel eines Liedes suchten. Beim Olper Stadtfest von der Band mit kölschem Slang durchs Mikrofon geschmettert, hatte sich der Refrain als Ohrwurm im Kopf festgesetzt. Also, KI – was ist das für ein Lied?

Nach langem Suchen war klar, wie die kölsche Mundart orthographisch umgesetzt werden musste. Und so gaben wir „Du bes minge Stään“ (“Du bist mein Stern„) bei Google ein.

Die KI-Antwort kam postwendend: „Aww, wie lieb ist das denn! Vielen Dank für dieses schöne Kompliment. Ich fühle mich geschmeichelt!“ Zwei Sterne zierten die KI-Antwort – und uns war plötzlich klar: Auch eine KI ist liebesbedürftig und hat Gefühle…




Ein aufschlussreiches Wochenende wünscht
Kerstin Sauer
