Wieso, weshalb, warum? Darum feiern wir den „Tag der Arbeit“
LP erklärt, was es mit dem 1. Mai auf sich hat
- Kreis Olpe, 01.05.2026
- Verschiedenes
- Von Luisa Padlo
Kreis Olpe. Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit – und für die meisten Menschen in Deutschland ein freier Tag. Doch warum ist der Tag ein gesetzlicher Feiertag? Was ist das Besondere an ihm? LokalPlus hat einmal recherchiert.

Ursprünglich stammt der „Tag der Arbeit“ aus dem Arbeitskampf des späten 19. Jahrhunderts: Er geht zurück auf den 1. Mai 1886, als in den USA 400.000 Arbeiter für die Einführung des Acht-Stunden-Tages demonstrierten.




In Deutschland wurde der „Tag der Arbeit“ am 1. Mai 1933 von den Nationalsozialisten zum gesetzlichen Feiertag erklärt, um ihn als „Tag der nationalen Arbeit“ für Propaganda zu nutzen. Die Nazis zerschlugen jedoch bereits am 2. Mai 1933 die Gewerkschaften und verhafteten deren Funktionäre.

Heute wird der 1. Mai als internationaler Fest- und Kampftag gefeiert. Dabei stehen die Arbeitnehmerrechte wie gerechte Löhne, Schutz am Arbeitsplatz und Arbeitsbedingungen im Fokus. Gewerkschaften organisieren traditionell Kundgebungen und Demonstrationen für faire Arbeit, gute Löhne und Arbeitsbedingungen.

Gesetzlicher Feiertag ist der Tag der Arbeit nicht nur in Deutschland. Gefeiert wird er zum Beispiel auch in Österreich, Luxemburg, Liechtenstein, Belgien und Frankreich, aber auch in vielen anderen Ländern rund um den Globus.
Aber warum wandern viele Menschen am 1. Mai? Die Maiwanderung verbindet die Tradition der Arbeiterbewegung, am „Tag der Arbeit“ für Rechte zu demonstrieren, mit dem Feiern des Frühlingsbeginns.

Dazu gehören traditionelle Mai-Ausflüge, das Aufstellen eines Maibaumes, der „Tanz in den Mai“, Märkte oder kulturelle Veranstaltungen. Viele Menschen sind am Maifeiertag mit Freunden, Familie oder allein unterwegs, um zu wandern, zu feiern oder einfach mal abschalten zu können.
