Bio mit klarer Linie: „Biomarkt Naturpur“ in Olpe, Altenhundem und Siegen
Filiale in Grevenbrück schließt
- Lennestadt, 19.05.2026
- Verschiedenes
- Von Claudia Wichtmann
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Lennestadt/Olpe. Nach 15 Jahren verabschiedet sich der Biomarkt „Naturpur“ aus Grevenbrück. Ende Mai schließt die Filiale ihre Türen – für viele Kunden ein Abschied mit Wehmut. Die Märkte in Altenhundem, Olpe und Siegen bleiben jedoch in gewohnter konsequenter Bioqualität bestehen.
„Das Geschäft ist einfach zu klein, um sich noch weiterentwickeln zu können“, erklärt Inhaber Thomas Heße. „Wir wollen uns auf die Geschäfte in Altenhundem, Olpe und Siegen fokussieren.“ Die Mitarbeiter aus Grevenbrück werden in den anderen Filialen übernommen.
Seit Jahren verfolgt „Biomarkt Naturpur“ eine klare Linie: 100 Prozent Bio, ohne Ausnahmen. Konventionelle Produkte gibt es nicht.
Rund 85 Prozent der Waren stammen aus Deutschland, bevorzugt von kleinen und mittelgroßen Herstellern, die ausschließlich biologisch produzieren. „Wir achten darauf, dass die Hersteller über die EU-Bio-Mindestanforderungen hinausgehen“, erklärt Thomas Heße.
Auch bei Obst und Gemüse setzt das Unternehmen auf kleine landwirtschaftliche Betriebe und Genossenschaften, die rein biologisch arbeiten. Sobald Produkte aus Deutschland verfügbar sind, werden sie auch von dort bezogen.
Erst wenn saisonal nichts mehr erhältlich sei, greife man auf Ware aus dem europäischen Ausland zurück. Für Thomas Heße gehört diese konsequente Haltung seit jeher zur Philosophie des Unternehmens. Nicht der günstigste Preis stehe im Mittelpunkt, sondern Qualität, Transparenz und der bewusste Umgang mit Lebensmitteln.
Ein weiteres wichtiges Thema ist Nachhaltigkeit. Viele Produkte werden unverpackt angeboten, gleichzeitig setzt „Biomarkt Naturpur“ auf konsequente Mehrwegsysteme. Die Waren kommen in wiederverwendbaren Kisten, rund 95 Prozent der Getränke werden in Mehrwegflaschen verkauft. Das komplette Obst- und Gemüsesortiment wird in Mehrwegbehältern geliefert und verpackungsfrei angeboten.
Ziel sei es, möglichst wenig Müll entstehen zu lassen. Auch hinter den Kulissen achtet das Unternehmen auf Umweltbewusstsein – etwa durch den Bezug von Ökostrom, die Nutzung von Recyclingpapier und die Zusammenarbeit mit foodsharing-Initiativen, damit möglichst keine Lebensmittel entsorgt werden müssen.
Dabei versteht sich der Biomarkt nicht als Spezialgeschäft nur für wenige Produkte. „Bei uns gibt es alles, was es auch im Supermarkt gibt – von Fleisch über Tiefkühlprodukte bis hin zu Kosmetik und Frischware, nur eben in Bioqualität“, sagt Thomas Heße. Auf zugesetzte Aromen werde vollständig verzichtet. Im Fruchtjoghurt stecken echte Erdbeeren statt künstlicher Zusätze.
Besonders beliebt bei vielen Kunden sind die großen Käsetheken mit ihrer breiten Auswahl an Biokäse sowie das umfangreiche Backwarensortiment. Die Filialen in Olpe und Altenhundem verfügen jeweils über Verkaufsflächen von rund 230 bis 240 Quadratmetern. Dort gehören außerdem kleine Bistros zum Konzept. In Olpe und Altenhundem gibt es Kaffee und Kuchen in entspannter Atmosphäre und in Altenhundem gibt es zusätzlich einen vegetarischen Mittagstisch.
Mit der Schließung endet zwar ein Kapitel in Grevenbrück – die Werte, für die „Biomarkt Naturpur“ seit 15 Jahren steht, werden in den übrigen Filialen jedoch weiterhin genauso konsequent gelebt.
Kontakt
Naturpur Biomarkt
Altenhundem:
Hundemstraße 4
57368 Lennestadt-Altenhundem
Telefon: 02723/63 65
Olpe:
Bruchstraße 2
57462 Olpe
Telefon: 02761/14 06
Siegen:
Koblenzer Straße 43
57072 Siegen
Telefon: 0271/23 30 700
Homepage: biomarkt-hesse.de