Deutsche Meisterschaft bringt Islandpferdesport nach Falkenegg

Besondere Atmosphäre in Obermelbecke


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Die Deutsche Islandpferde Meisterschaft lockte von Mittwoch bis Sonntag, 1. bis 5. Juli, zahlreiche Besucher nach Lennestadt. von Rebecca Klein
Die Deutsche Islandpferde Meisterschaft lockte von Mittwoch bis Sonntag, 1. bis 5. Juli, zahlreiche Besucher nach Lennestadt. © Rebecca Klein

Obermelbecke. Fünf Tage lang hat sich auf dem Gestüt Falkenegg in Obermelbecke alles um Tölt, Tempo und ganz viel Gefühl für Pferde gedreht: Die Deutsche Islandpferde Meisterschaft lockte von Mittwoch bis Sonntag, 1. bis 5. Juli, zahlreiche Besucher nach Lennestadt.


Rund 250 Pferde waren angereist. Dazu kamen mehrere tausend Menschen aus ganz Deutschland und auch über die Grenzen hinaus. Auf dem Gelände herrschte eine besondere Stimmung. Sportlich, herzlich und mit viel Nähe zu den Pferden.

Vor Ort waren internationale Reiterinnen und Reiter sowie mehrfache Weltmeisterinnen und Weltmeister. Auf der Ovalbahn ging es um Ausdruck, Takt und Harmonie. Auf der Passbahn wurde es schnell. Besonders dort konnten auch Besucher, die den Sport noch nicht kannten, spüren, wie viel Kraft und Präzision in den Islandpferden steckt.

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Die Deutsche Islandpferde Meisterschaft lockte von Mittwoch bis Sonntag, 1. bis 5. Juli, zahlreiche Besucher nach Lennestadt.

Viel Lob gab es von den Teilnehmern für die Organisation auf Falkenegg. Die Abläufe, das Gelände und die Atmosphäre kamen gut an. Zwischen Stallgasse, Bahn und Zuschauerbereich war immer wieder zu hören, wie wohl sich Reiter, Helfer und Gäste fühlten.

Einer, der den Sport seit vielen Jahren kennt, ist Gerd Flender. Der aus dem Siegerland stammende Reiter lebt mittlerweile in Dänemark. Er ist internationaler Reiter, Trainer, Bereiter, Prüfer und Ausbilder im IPZV.

Trainingsstart im Winter

Für Gerd Flender beginnt die Vorbereitung auf eine Meisterschaft nicht erst kurz vor dem Start. Die Pferde brauchen Kraft, Ausdauer und Zeit. Deshalb beginnt das Training oft schon im Winter. Über die ganze Saison hinweg beobachtet er, wie sich ein Pferd entwickelt und ob das Training zum richtigen Zeitpunkt passt.

Mit Skúfur hatte Flender ein Pferd am Start, das vor allem durch sein starkes Tempo, seine Leistungsbereitschaft und seinen Tölt auffällt. Gleichzeitig ist Skúfur kein einfaches Pferd. Gerade wegen seiner Vergangenheit braucht es viel Gefühl, Ruhe und Vertrauen im Sattel.

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Die Deutsche Islandpferde Meisterschaft lockte von Mittwoch bis Sonntag, 1. bis 5. Juli, zahlreiche Besucher nach Lennestadt.

Ob sein Pferd bereit für die DIM ist, zeige sich nicht an einem einzelnen Tag, erklärt Flender. Entscheidend sei die Entwicklung über die gesamte Saison: „Erst wenn Kraft, Ausdauer, Form und Zusammenarbeit stimmen, ist ein Start bei einer Meisterschaft sinnvoll“, so Flender.

Genau das mache den Islandpferdesport aus: „Es geht nicht nur um Geschwindigkeit oder Platzierungen. Es geht um feine Hilfen, Vertrauen und ein Pferd, das seine besonderen Gangarten mit Kraft und Leichtigkeit zeigt.“

Starke Auftritte

Auch sportlich gab es starke Auftritte. Die amtierende Weltmeisterin Laura Enderes gewann mit Fannar von der Elschenau die Passprüfung. Franziska Müser setzte sich mit Ámur vom Ostetal in der Futurity Tölt und in der Futurity Viergang an die Spitze. Frauke Schenzel gewann mit Tjörvi vom Kronshof eine weitere Futurity Tölt-Prüfung und lag auch in der Futurity Fünfgang mit Védís vom Kronshof vorne.

Für die Besucher war die DIM nicht nur eine Meisterschaft. Sie war auch eine Einladung, den Islandpferdesport besser kennenzulernen. Wer über das Gelände ging, bekam schnell ein Gefühl dafür, warum diese Pferde und ihre besonderen Gangarten so viele Menschen begeistern.

Einige Ergebnisse
  • T2 Stefan Schenzel mit Ósk frá Stað
  • T1 Jolly Schrenk mit Aris von den Ruhrhöhen
  • V1 (Viergangpreis) Jolly Schrenk mit Aris von den Ruhrhöhen
  • F1 (Fünfgangpreis) Lisa Schürger mit Byr frá Strandarhjáleigu
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