Drei Bundeswehrorchester gestalten hochkarätiges und einmaliges Konzert
30. Hospizkonzert in Altenhundem
- Lennestadt, 25.07.2025
- Kultur
- Von Nicole Voss
Altenhundem. „Das ist Militärmusik der Extraklasse“, heizte Michael Forth vom Lions Club Lennestadt am Donnerstag, 24. Juli, bei der Pressekonferenz zum Hospizkonzert die Vorfreude auf einen noch nicht dagewesenen musikalischen Abend an: das Hospizkonzert, am Donnerstag, 9. Oktober, in der Volksbankarena „Sauerlandhalle“ in Altenhundem.

Die Definition Militärmusik der Extraklasse ist durchaus berechtigt. Im ersten Konzertteil hören die Gäste das Heeresmusikkorps aus Hannover. Den zweiten Teil gestaltet das Luftwaffenmusikkorps aus Münster. Der dritte Teil ist etwas ganz Besonderes. Da spielen beide Orchester gemeinsam mit dem Spielmannszug des Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg auf.

Damit präsentiert der Lions Club ein sogenanntes Großkonzert der Bundeswehr, bei dem zwei der renommiertesten und ältesten Klangkörper der deutschen Militärmusik aufspielen. Dirigent des großen Orchesters ist Oberst Christoph Scheibling, der Kennern der Szene sicherlich noch als Leiter des Bundeswehrmusikkorps Siegburg und Nachfolger von Walter Ratzek bekannt ist.
Mit dem Konzert sind neben der musikalischen Extraklasse weitere interessante Fakten verbunden. Mit dem Datum wollen die Veranstalter Flagge zeigen und an den entscheidenden Tag der friedlichen Revolution in der DDR erinnern. In Leipzig gingen am 9. Oktober 1989 rund 70.000 Menschen auf die Straße, um für Freiheit und Demokratie zu demonstrieren.

Der Auftritt von gleichzeitig drei Formationen der Bundeswehr in einer Halle ist in diesem Jahr einmalig. Und: Es ist das 30. Hospizkonzert. Diese Kontinuität sehen die Organisatoren auch als Verpflichtung, die Konzertreihe, die 1991 Premiere feierte, fortzusetzen.
Nach fünf Jahren Pause lebte die Tradition der Hospizkonzerte im vergangenen Jahr wieder auf – und das gleich sehr erfolgreich. Den Verantwortlichen ist klar, dass sie den Erfolg fortsetzen wollen, mit einem Team von Lions Club, Hospizverein und Schützenverein Altenhundem. Nachdem sich Hospiz-Geschäftsführer Martin Schäfer nach vielen Jahren der Organisation etwas zurückzog, konstituierte sich selbiges Team.
„Wir sind stolz, ein so hochkarätiges und einmaliges Konzert nach Lennestadt zu holen“, sagt Dr. Christoph Schneider, Präsident des Lions Club Lennestadt: „Es zeigt, dass unsere Region nicht nur offen für große Kulturereignisse ist, sondern sie auch mit Herz unterstützt – in diesem Fall erneut für den guten Zweck.“
Der Erlös des Abends kommt der Arbeit des St. Elisabeth Hospizes zugute – ein Anliegen, das dem Lions Club und seinen Förderern seit Jahrzehnten am Herzen liegt.
Bürgermeister Tobias Puspas, Vizepräsident des Lions Clubs, sagte: „Wir hoffen, dass viele Menschen das Konzert besuchen.“ Puspas machte deutlich, dass das Hospiz von Spenden lebe. Es brauche dafür nicht nur Events, sondern jede kleine Zuwendung sei nach wie vor wichtig. Hannah Franzen, Koordinatorin des St. Elisabeth-Hospizdienstes, betonte: „Durch die Konzerte wird der Hospizgedanke fernab von Tod und Sterben anders präsent.“

Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf bei den Geschäftsstellen der Volksbank Sauerland in Altenhundem und Grevenbrück, in der Buchhandlung Hamm in Altenhundem, im Bürgerbüro der Gemeinde Kirchhundem und im WieWoWatt... in Lennestadt.
