Ein Jahr. Ein König. Ein Kreiskönig. Alexander Stupperich blickt zurück

Zehn Fragen an den Regenten von Altenhundem


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Die aktuellen Regenten von Altenhundem: (v.l.) Kaiserpaar Martin und Susanne Schneider, Königspaar Alexander und Anna Stupperich sowie das Jungschützenkönigspaar Timo Grobbel und Muriel Hofrichter. von Schützenverein Altenhundem
Die aktuellen Regenten von Altenhundem: (v.l.) Kaiserpaar Martin und Susanne Schneider, Königspaar Alexander und Anna Stupperich sowie das Jungschützenkönigspaar Timo Grobbel und Muriel Hofrichter. © Schützenverein Altenhundem

Altenhundem. Ein ereignisreiches Schützenjahr neigt sich für das Altenhundemer Regentenpaar Alexander und Anna Stupperich dem Ende zu. Der 35-jährige IT-Systemadministrator bei Hensel kann auf ein ganz besonderes Jahr als Schützenkönig und Kreisschützenkönig zurückblicken. Er regiert gemeinsam mit seiner Ehefrau Anna, Karnevalistin bei den Lennestädter Zipfelmützen. Der zweijährige Sohn Fiete zeigt auch schon Anzeichen der „Schützenfestverrücktheit“, wie sein Vater sagt.


Alexander kommt selbst aus einer schützenfestbegeisterten Familie und hat in eine solche eingeheiratet: Er war Jungschützenkönig in Benolpe im Jahr 2009 und ist dort 2. Vorsitzender. Sein Schwiegervater ist der Ehrenoffizier und ehemalige Hauptmann (1994-2006) Arnold Thöne, Schwager Eric ist Mitglied im Tambourkorps des Schützenvereins und Thönen Klause ist Treffpunkt für den Musikverein Dünschede.

Vor einem Jahr hat „Baddle“ den „Königsclub 100 Prozent“ des Schützenvereins Altenhundem mitgegründet, und sofort stellte er den Schützenkönig und Kreisschützenkönig. Im Interview blickt Alexander auf seine bisherige Regentschaft zurück.

Zehn Fragen an den Schützenkönig von Altenhundem

Wie kam es zur Entscheidung, Schützenkönig in Altenhundem zu werden?

Meine Frau hat vor ein paar Jahren zu mir gesagt, irgendwann wäre sie mal gerne Schützenkönigin von Altenhundem. Vor zwei Jahren habe ich dann ein paar Wochen vor Schützenfest gesagt: „Hast du ein Kleid, ich würde dieses Jahr mal mitschießen.“ Sie konnte es nicht glauben und hat gesagt, das traust du dich nicht!

Ich habe ihr dann geraten, lieber nach einem Kleid zu schauen, und da hat sie gemerkt, ich meine es ernst. Im ersten Jahr hat es dann leider nicht geklappt, aber zumindest wusste meine Frau dann, der wird das wirklich machen!

Stimmungskanonen durch und durch: Alexander „Baddle“ und Anna Stuppericht. von Schützenverein Altenhundem
Stimmungskanonen durch und durch: Alexander „Baddle“ und Anna Stuppericht. © Schützenverein Altenhundem

Was waren für euch die Highlights des Schützenfestmontags?

Für uns ging es direkt mit einem Highlight los, und zwar mit dem stimmungsgeladenen Frühschoppen. Die Menschen in der Halle haben uns super unterstützt, obwohl wir nicht in Altenhundem leben. Das nächste Highlight waren dann die Krönung auf dem Rathausbalkon und der anschließende Festzug. Hier bedanken wir uns auch noch mal bei allen Freunden, die im Hofstaat mitgelaufen sind, oder die, die auf ein Glas Bier zu Besuch gekommen sind. Auch aus Benolpe und dem Rahrbachtal waren einige Gäste vertreten.

Wie habt ihr die Tage nach dem Fest erlebt?

Dienstagmorgen hat mich um 8.30 Uhr „die Arbeit“ gerufen. Mein langjähriger Abteilungsleiter wurde verabschiedet und da gehört es sich, dass man dort anwesend ist.

Dann begannen die Aufräum- und Aufbauarbeiten. Zum einen wurden der Kranz beim Rathaus abgenommen und die Halle wurde wieder auf Vordermann gebracht. Bei Thönen Klause gab es dann einen ruhigen, harmonischen Schützenfestausklang auch mit den Jungschützen. Danke an Arnold, der die Klause, wie immer, bereitgestellt hat und stellvertretend an Muriel und Timo, die zu dem wunderschönen Abend beigetragen haben.

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Ein Jahr. Ein König. Ein Kreiskönig. Alexander Stupperich blickt zurück

Wie haben dich deine Frau Anna und eure Familien in eurem Regentschaftsjahr unterstützt?

Meine Frau unterstützt mich ungemein. Bei den meisten Terminen ist sie ja auch selbst dabei. Bei den Terminen, bei denen ich allein unterwegs war, hat sie natürlich alles drum herum gemanagt. Zum Glück ist unser Sohn auch schützenfestverrückt und liebt die Blasmusik. Wir konnten ihn deshalb manchmal mitnehmen. Bei allen anderen Feierlichkeiten haben unsere Eltern ins Rad gegriffen. Ohne die Unterstützung wäre es sehr schwer geworden. Da hilft es natürlich, dass die Familien an sich auch schützenfestverrückt sind und viel Verständnis haben.

Du bist Mitglied im gerade erst gegründeten Königsclub „100 Prozent“. Wie hat dich dieser, neben der finanziellen Entlastung, unterstützt?

Auch von der Seite aus haben wir eine Menge Unterstützung erhalten. In dem Königsclub ist ja die Voraussetzung, dass man sich zu 100 Prozent mit Schützenfest identifizieren kann. Somit haben die Mitglieder und deren Partner uns bei verschiedensten Auftritten unterstützt. Auch bei meinem ersten externen Auftritt als Kreiskönig in Brün waren von den fünf mitgefahrenen Offizieren vier aus dem Königsclub dabei.

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Impressionen vom Kreisschützenfest in Lenhausen.

Als erster Schützenkönig des Vereins bist du auch Kreiskönig geworden. Wie hast du das Kreisschützenfest in Lenhausen erlebt?

Ein in meinen Augen perfekt organisiertes Abschlussfest der Schützenfestsaison. Nach dem Königsschuss verging das Fest wie im Flug. Es gab viele Gratulanten und viele Termine, wie zum Beispiel den Zapfenstreich oder den Festzug. Sonntagmorgen haben wir mit über 20 Offizieren an der Kranzniederlegung am Ehrenmal und der schönen Messe teilgenommen. Wer weiß, wo in Lenhausen das Ehrenmal ist, der weiß, dass der Aufstieg dorthin an dem Morgen sehr schwerfiel. Ein Highlight war sicher das Antreten im Schlossgarten und der anschließende Festzug.

Dein „Heimatverein“ ist der Schützenverein Benolpe. Worin unterscheiden sich die Schützenfeste in Benolpe und Altenhundem?

Jeder Schützenverein hat seine Rituale, und diese sind teilweise über Jahrzehnte entstanden. Das ist auch gut so. Es ist wichtig, dass die Vereine daran festhalten. In Benolpe ist das Feiern vielleicht etwas familiärer, weil man fast jeden kennt und sich an jeden Stehtisch stellen kann, um ein Bier zu trinken. Feiern kann man aber auf beiden Schützenfesten sehr gut.

Gänsehaut-Momente in der Kirche

Was hat ein Schützenverein mehr zu bieten als feiern und trinken?

Ich glaube die Worte „Glaube, Sitte, Heimat“ sind keine leeren Floskeln im Schützenwesen. Traditionelles wird aufrechterhalten und es kommen an Schützenfest viele in die Heimat, aus der sie vielleicht mal weggezogen sind, um zu feiern.

Auch der Glaube spielt eine Rolle. Mit Sicherheit gibt es welche, die nur ein- oder zweimal im Jahr in die Kirche gehen, ein Termin ist das Schützenfest. All die, die Schützenfest nicht mit der Messe am Samstag beginnen lassen wollen, den kann ich nur empfehlen, in die Messe zu kommen. Die Gänsehaut-Momente, wenn das Orchester in der Kirche spielt, und die Vorfreude auf Schützenfest, die von Minute zu Minute steigt, sind phänomenal. Zudem kann man einen Moment innehalten und an die denken, die gerne noch mitfeiern würden.

Die richtige Entscheidung - definitiv!

Viele Schützenvereine haben Probleme, einen König zu finden. Was würdest du einem potentiellen Anwärter sagen, dass es sich unbedingt lohnt, in Altenhundem den Vogel zu schießen?

Über das Jahr verteilt gab es viele schöne Termine. Bisher kann ich nur sagen, es war definitiv die richtige Entscheidung. Man lernt sehr viele neue Leute kennen. Und ich weiß ja auch, dass noch schöne Tage kommen werden.

Gibst du deinem Nachfolger einen Ratschlag mit auf dem Weg?

Eigentlich nicht. Jeder sollte das so feiern, wie er ist und wie er es für richtig hält. Man muss nicht immer alles größer machen als die Vorgänger. Also Vogel schießen und sich auf ein wundervolles Jahr freuen!

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