Friedensgebet beim Stadtfest: Sechs Religionen mit gemeinsamer Botschaft

„Komm' den Frieden wecken“


  • Lennestadt, 18.08.2025
  • Glaube & Religion
  • Von Pervin Temiz
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Zahlreiche Besucher haben am Sonntagmorgen, 17. August, am Friedensgebet auf dem Rathausplatz teilgenommen, das von sechs Religionsgemeinschaften gestaltet wurde. von Pervin Temiz
Zahlreiche Besucher haben am Sonntagmorgen, 17. August, am Friedensgebet auf dem Rathausplatz teilgenommen, das von sechs Religionsgemeinschaften gestaltet wurde. © Pervin Temiz

Altenhundem. Unter dem Motto „Komm‘ den Frieden wecken“ haben am Sonntag, 17. August, Vertreter von sechs Religionsgemeinschaften gemeinsam mit zahlreichen Besuchern auf dem Platz vor dem Lennestädter Rathaus ein Friedensgebet abgehalten. Eingeladen hatte der Arbeitskreis Integration.


Bürgermeister Tobias Puspas eröffnete die Veranstaltung. Er betonte, dass das gemeinsame Gebet „ein Zeichen für Hoffnung, Gemeinschaft und des Miteinanders“ sei. „Wir erheben gemeinsam unsere Stimmen für den Frieden“, sagte Puspas und erinnerte daran, dass das Friedensgebet mehr sei als ein symbolischer Akt, sondern Ausdruck der Möglichkeit zur Veränderung.

Es nahmen Vertreter von sechs Religionsgemeinschaften teil, darunter Prädikant Wolfgang Döpper (Evangelische Kirchengemeinde Attendorn-Lennestadt), Andrei Nikitiuk Ceser (Orthodoxe Ukrainische Kirche), Imam Afaq (Ahmadiyya Muslim Jamaat Olpe), Ludger Wollweber (Katholische Kirche), Sevgili Ayhan Tosun (Haci Bektas Veli Cemevi) sowie Yasin Hüseyin Sengül (DITIB Lennestadt). Jede Religionsgemeinschaft brachte ihre Sicht auf das Thema Frieden ein.

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Zahlreiche Besucher haben am Sonntagmorgen, 17. August, am Friedensgebet auf dem Rathausplatz teilgenommen.

„Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg, er ist ein innerer Zustand, der sich nach außen entfaltet. Ein Geschenk Gottes – und eine Aufgabe für uns Menschen“, erklärte Ludger Wollweber zu Beginn der Beiträge der Geistlichen. Später fasste er die gemeinsame Botschaft zusammen: „So verschieden unsere religiösen Traditionen auch sind – in ihrer Botschaft zum Frieden klingen sie wie ein Chor, der verschiedene Stimmen, aber ein gemeinsames Lied hat.“

Anschließend folgte bei Kerzenlicht das gemeinsame Gebet, bei dem die Besucher einbezogen wurden. Abwechselnd sprachen die Vertreter der Religionsgemeinschaften Gebete vor, die von den Anwesenden aufgenommen und mitgesprochen wurden.

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Zahlreiche Besucher haben am Sonntagmorgen, 17. August, am Friedensgebet auf dem Rathausplatz teilgenommen.

Musikalisch eröffnet wurde die Feier von der Musiktheaterklasse des Städtischen Gymnasiums Lennestadt. Die Musikschule Lennestadt-Kirchhundem mit ihren Leiterin Christa Maria Jürgens sowie Michael Nathen gestalteten den musikalischen Rahmen. Dazu gehörten Auftritte von Lena Reichling (Klarinette) und Britta Kellermann (Gesang), die gemeinsam mit Michael Nathen am Klavier das Lied „Dear Mr. President“ vortrug.

Ein besonderer Akzent kam von Kemal Tosun (Haci Bektas Veli Cemevi), der auf seiner Baglama Lieder mit türkischen und deutschen Passagen spielte.

Das Wetter zeigte sich von seiner freundlichen Seite, und viele Menschen verfolgten die Feier vor dem Rathaus. Zum Abschluss würdigte Bürgermeister Puspas die Arbeit des Arbeitskreises Integration in seinem Bestreben für ein gutes Miteinander. Dessen Vorsitzender Nedim Kalembasi begrüßte eine Delegation aus der türkischen Partnerstadt Caycuma, die den Geistlichen Geschenke überreichte.

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