Mitreißend und „karnefantastisch“: Veilchendienstagszug in Grevenbrück
Rekordteilnehmerzahl und viele Zuschauer
- Lennestadt, 04.03.2025
- Karneval
- Von Kerstin Sauer
Grevenbrück. Kaiserwetter, Rekord-Teilnehmerzahl, tausende Besucher: Beim Veilchendienstagsumzug in Grevenbrück am Dienstag, 4. März, passte einfach alles. Kurz gesagt: ein Ereignis der Superlative zum krönenden Abschluss einer fantastischen Session!

Bereits um 10 Uhr war die Ortsdurchfahrt Grevenbrück für den Straßenverkehr gesperrt – höchste Sicherheitsstufe, damit dem närrischen Treiben auf der Straße nichts im Wege stehen konnte.

Und schon zu dieser frühen Stunde reihten sich die ersten verkleideten, bestens gelaunten Zuschauer entlang der Straße, schallten Karnevalsschlager aus den Häusern und hielten die kleinsten Jecken ihre Tüten bereit, um auch ja genug Kamelle zu ergattern. Denn das war das einzige, was bei strahlendem Sonnenschein vom Himmel regnete.
Am Bahnhof formierten sich die Zugteilnehmer – sehr gut organisiert vom Karnevalsclub Grevenbrück, galt es doch in diesem Jahr, eine Rekordzahl an Wagen, Fuß- und Musikgruppen durch die Straße zu schleusen: Sage und schreibe 1.450 Närrinnen und Narren aus Grevenbrück und aus vielen befreundeten Ortschaften hatten sich für die Veilchendienstagssause angekündigt, aufgeteilt auf 53 Zuggruppen mit 19 Großwagen, zwei Musik- und 32 Fußgruppen.
Um 11.11 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung und verwandelte Grevenbrück in ein kunterbuntes Tollhaus. Die Zahl der Besucher war inzwischen in den Tausendern gelandet: Die einen eher zurückhaltend und beobachtend, die große Mehrzahl jedoch feierte, tanzte, schunkelte und strahlte mit der Sonne um die Wette.
Dabei sorgten vor allem die Zugteilnehmer für grandiose Stimmung. Da präsentierte sich die Chorjugend Grevenbrück noch einmal in ihren fantastischen Kostümen vom Musical „Alice“, da rissen etliche Karnevalsprinzen auf ihren Wagen begeistert die Arme in die Luft, da sorgten zahlreiche Garden tanzend und jubelnd für mitreißende Stimmung.
Mittendrin immer Moderator Christian Korte, der die jecke Schar interviewte und aus der Reserve lockte, unterstützt von seinen Mitstreitern Wolfram Wienand und Olli Mester, die das närrische Treiben von weiter oben unter die Lupe nahmen. Nach knapp anderthalb Stunden hatte der gesamte Zug einmal die Schützenhalle passiert, um bis zum Dorfende weiterzuziehen, zu drehen und sich noch einmal bejubeln zu lassen.
Und nach dem Zug? Ist vor der Party: Bis gegen 13.30 Uhr war die Ortsdurchfahrt Grevenbrück noch für den Straßenverkehr gesperrt, so dass die Party-Meute nicht nur in der Halle, sondern im strahlenden Sonnenschein auch noch vor der Halle und auf der Straße weiter feiern konnte.
Ein Fazit? Aber klar: Es war ein Fest. Von Anfang an eine grandiose Veranstaltung – Ende offen. Grevenbrück: Chapeau.




