Startschuss gefallen: Ausverkaufte Winnetou-Premiere in Elspe
Am heißesten Tag des Jahres
- Lennestadt, 28.06.2026
- Kultur
- Von Nils Dinkel
Elspe. Der Startschuss ist gefallen und geglückt: Das Elspe Festival ist am Samstag, 27. Juni, in die neue Spielzeit gestartet und das vor ausverkaufter Kulisse. Am heißesten Tag des bisherigen Jahres war bei „Winnetou I“ für Abwechslung gesorgt. Auch das Nebenprogramm kann sich sehen lassen.

Geschäftsführer Philipp Aßhoff zog ein positives Fazit: „Die Premiere war ausverkauft. Einige Plätze sind am Ende hitzebedingt kurzfristig freigeblieben. Auf der Bühne lief alles reibungslos. Der Sanitätsdienst hatte einiges wegen Kreislaufproblemen zu tun – am Ende ging es aber allen wieder gut.“
Auf den heutigen Tag habe er besonders hingefiebert. „Wir sind froh, dass jetzt endlich wieder Leben hier reinkommt“, so Aßhoff. Wegen des Wetters sei die Kleiderordnung für die Mitarbeiter etwas gelockert worden. Auch die Darsteller konnten ihre Kostüme für die Premierenfeier ablegen.
An den Bühnenseiten sei stets Wasser für die Darsteller und Tiere bereitgestellt worden. Mit Blick auf den Brandschutz sei die Freilichtbühne vor der Show noch einmal bewässert worden.
Unter den Gästen war unter anderem Landrat Theo Melcher, dem die Premiere „super“ gefallen habe. „Es ist immer ein besonderes Erlebnis. Hochprofessionell, gutes Bühnenbild und eine gute Story“, so Melcher.

Besonders gut habe ihm gefallen, dass Winnetou-Schöpfer Karl May zu Beginn und Ende der Vorstellung in die Inszenierung eingebunden worden sei. „Man kann stolz darauf sein, dass die Region so etwas zustande bringt – Hut ab vor der Leistung des Elspe Festivals.“
Sebastian Kolb (Kiowa-Häuptling Tangua) fand die Premiere „Mega Bombe“. „Es war sauheiß. Wir haben die Bühne abgefackelt und dadurch wurde es noch heißer.“
Auch Jean-Marc Birkholz (Winnetou) blickte auf einen geglückten Tag zurück: „Jeder Sommer hat heiße Tage. Direkt am Anfang der Saison haben wir das eher selten. Aber wir haben das gut gehändelt – mit viel Wasser.“

Thomas Koziol (Old Shatterhand) und Friedrich Grud (Santer) waren von Marco Kühne nach Elspe gelockt worden. Beide spielten erstmals vor Publikum. Koziol sprach von einem „Mekka der Karl-May-Festspiele“. Für ihn sei der Tag ein Besonderer gewesen:
„Ich war 1986 hier und habe hier den Entschluss gefasst, Schauspieler zu werden. Dass ich hier nun auf der Bühne stehe, ist Wahnsinn!“ Er habe langjährig in Österreich den Winnetou gespielt. „Es ist eine schöne Herausforderung, wenn man neue Figuren gestaltet.“ Vor allem, weil Winnetou I eine tolle Geschichte sei.
Friedrich Grud blickte – völlig in Schwarz gekleidet – auf einen schönen, aber anstrengenden Tag zurück. „Es macht Spaß. Es ist ein tolles Team mit super Kollegen.“ Neben einiger seiner Pferde hat er auch seine Frau, seine Tochter und dessen Lebensgefährten mit nach Elspe gebracht, die allesamt als Reiter am Stück mitwirken.
Das Rahmenprogramm
Neben den Karl-May-Festspielen erwartet die Besucher traditionell ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm:
„Wie gewonnen, so zerronnen“: In der actionreichen Stuntshow dreht sich alles um Poker, Gold und eine geheimnisvolle Schatzkarte. Wilde Schlägereien, rasante Verfolgungsjagden, Explosionen und jede Menge Humor sorgen für echtes Wildwest-Feeling.
„Movie Moments“: Die Musikshow nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Welt der Filmmusik. Bekannte Melodien aus Filmklassikern und modernen Kinohits werden mit Gesang, Tanz und stimmungsvollen Bildern in Szene gesetzt.
„Girl Power 2.0“: Die Stuntreiterinnen zeigen spektakuläre Reitmanöver und waghalsige Stunts. Unterstützt werden sie von Greifvögeln, die mit eindrucksvollen Flugvorführungen für zusätzliche Höhepunkte sorgen.
Das Festivalgelände öffnet bereits mehrere Stunden vor Beginn der Hauptvorstellung und bietet damit ein Ganztagserlebnis für die ganze Familie. Mehr zum Thema lest ihr hier.
