Trainerwechsel beim FC Lennestadt – Mester und Schmidt übernehmen
Behle beurlaubt
- Lennestadt, 04.12.2025
- Sport
- Von Nils Dinkel
Altenhundem. Nach einer sportlich schwierigen Hinrunde hat der FC Lennestadt Konsequenzen gezogen und sich von Trainer Ralf Behle getrennt. Das bestätigte der 1. Vorsitzende Andreas Eickelmann am Donnerstag, 4. Dezember, auf Anfrage. Bereits am Donnerstagabend will der Verein die Mannschaft offiziell über die Entscheidung informieren.

Die Lage in der Staffel 2 der Fußball-Landesliga ist für den FCL angespannt: Drei Niederlagen in Serie, nur vier Siege in 16 Saisonspielen sowie das frühe Aus im Kreispokal lassen den FCL aktuell mit 12 Punkten auf Rang 15 stehen – einem direkten Abstiegsplatz.
Hinzu kommt, dass die unmittelbaren Konkurrenten SV 04 Attendorn und USC Altenautal jeweils weniger Partien absolviert haben und mit möglichen Punktgewinnen die Situation weiter verschärfen könnten. Noch in der vergangenen Saison hatte Lennestadt die Spielzeit als Tabellenfünfter beendet, zuvor spielte der Club viele Jahre in der Westfalenliga.
„Es hat einfach nicht funktioniert”
Eickelmann spricht von einem Schritt, der „im Einvernehmen“ erfolgt sei. „Wir haben ein gutes Gespräch geführt. Aber es hat am Ende einfach nicht funktioniert – aus vielfältigen Gründen“, so der Vereinschef. Nach einem nternen Gespräch habe man sich entschlossen, die Zusammenarbeit zu beenden.

Nach der Trennung musste der Verein schnell handeln: Alexander Mester und Fabian Schmidt übernehmen ab sofort die sportliche Verantwortung für die Landesliga-Mannschaft – gleichberechtigt und im engen Austausch. Auch Jonas Völmicke wird Teil des neuen Teams.
Die Kontaktaufnahme mit Mester, der bis zum Sommer Trainer des SV Heggen war, sei schon länger erfolgt, berichtet Eickelmann. „Ich wollte ihn ursprünglich als sportlichen Leiter gewinnen. In diesem Rahmen hat sich jetzt dieses Konstrukt ergeben.“ Die Entscheidung sei im Vorstandsgremium abgestimmt worden.

Das neue Trainerteam wird unmittelbar in die Kaderplanung einsteigen. Zwar soll am grundsätzlichen Konzept, stärker auf eigene Jugendspieler zu setzen, festgehalten werden. Doch Eickelmann betont zugleich, dass dies allein nicht reichen werde. „Wir brauchen zusätzliche Erfahrung. Einige unserer erfahrenen Kräfte sind weggebrochen.“ Man hoffe, für die Rückrunde noch Spieler verpflichten zu können.
Trotz der schwierigen Lage gibt der Verein das Ziel klar vor: „Wir müssen auf Biegen und Brechen die Liga halten“, sagt Eickelmann. „Alle Hebel werden in Bewegung gesetzt.“ Ein anderes Ziel könne man aktuell nicht aussprechen. Man hoffe auf eine „Initialzündung“, die den FCL wieder in sichere Tabellenregionen führe. Schließlich stünden auch mittelfristige Ziele des Vereins auf dem Spiel.

Mit neuem Trainerteam, frischen Impulsen und einer klaren Ansage startet der FC Lennestadt nun in entscheidende Wochen. Ob der Kurswechsel die gewünschte Wirkung zeigt, wird sich bereits in den kommenden Partien zeigen. In der Landesliga geht es für den FCL am 22. Februar 2026 ab 15 Uhr mit einem Heimspiel gegen den SV Schmallenberg/Fredeburg weiter.
Ralf Behle hatte den Verein Ende November 2024 übernommen. Von 2016 bis 2023 trainierte er erfolgreich die SG Finnentrop/Bamenohl. Mit ihr war Behle in die Oberliga Westfalen aufgestiegen. Bevor er beim FC Lennestadt anheuerte, war er noch Trainer beim FSV Gerlingen, wo allerdings nach einem Spiel wieder Schluss war. Die LP-Redaktion hat Ralf Behle telefonisch nicht erreicht.
