Update zum Großeinsatz in Oedingermühle: Brand in Holzverarbeitungs-Betrieb
Feuerwehr mehr als 13 Stunden im Einsatz
- Lennestadt, 21.06.2026
- Blaulicht
- Von Nicole Vossund Kerstin Sauer
Oedingermühle. Zahlreiche Einsatzkräfte der Lennestädter Feuerwehren sind am Samstagmorgen, 20. Juni, um kurz nach 7 Uhr zu einem Großeinsatz in einem Holzverarbeitungsbetrieb in Oedingermühle alarmiert worden: Aus einem der vier Silotanks stieg Rauch empor. Am Tag nach dem Großeinsatz gibt die Feuerwehr Lennestadt weitere Details in einer Pressemitteilung bekannt.

Update von Sonntag, 21. Juni, 10.50 Uhr: So sei das Brandgut vollständig aus dem Silo entfernt worden – und zwar größtenteils per Hand und „in enger Abstimmung und hervorragender Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern sowie den Verantwortlichen des Betriebs“.
Bei sommerlichen Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius stellte dies für alle Beteiligten einen enormen Kraftakt dar. Neben der großen körperlichen Belastung durch die Arbeiten im Silo kamen die hohen Temperaturen im Inneren des Brandraums hinzu. Die Atemschutzgeräteträger konnten aufgrund der extremen Bedingungen jeweils nur rund 20 Minuten am Stück eingesetzt werden. Deshalb mussten im Laufe des Tages immer wieder weitere Atemschutzgeräteträger nachalarmiert werden.
Die notwendigen Atemschutzgeräte wurden durch den Abrollbehälter Atemschutz des Kreises Olpe bereitgestellt, der bei der Feuerwehr der Stadt Attendorn stationiert ist. Wertvolle Unterstützung erhielt die Feuerwehr Lennestadt darüber hinaus von den Feuerwehren der Gemeinden Eslohe und Finnentrop.
Das aus dem Silo entfernte Brandgut wurde mit einem Radlader in einen Container gebracht und dort durch die Feuerwehr abgelöscht. Nach ihren Einsätzen wurden die Trupps über die eingerichtete Einsatzstellenhygiene gereinigt und mit Wechselkleidung versorgt. Neben den Beständen der Feuerwehr Lennestadt stellte auch die Feuerwehr Attendorn entsprechende Kleidung zur Verfügung.
Für die Verpflegung der Einsatzkräfte sorgten die Malteser aus Oedingen mit Getränken und Essen. Zur medizinischen Absicherung der Einsatzkräfte stand zudem ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes an der Einsatzstelle bereit.

Auch Bürgermeister Tobias Puspas machte sich vor Ort ein Bild von der kräftezehrenden Arbeit der Einsatzkräfte. Als besondere Anerkennung brachte er eine gefüllte Kühltruhe mit verschiedenen Sorten Eis zur Einsatzstelle – „eine tolle und sehr willkommene Geste bei den hohen Temperaturen“, dankt die Feuerwehr in ihrer Pressemitteilung.
Nach aufwendigen Nachlöscharbeiten konnte der Einsatz schließlich um 20.25 Uhr beendet werden. Damit waren rund 100 Einsatzkräfte mehr als 13 Stunden im Einsatz.
Die Feuerwehr Lennestadt bedankt sich in ihrem Schreiben bei allen beteiligten Feuerwehren, Hilfsorganisationen, dem betroffenen Unternehmen sowie den unterstützenden Kommunen für die hervorragende und kameradschaftliche Zusammenarbeit: „Solche Einsätze zeigen eindrucksvoll, wie wichtig eine starke interkommunale Zusammenarbeit und das Engagement aller Beteiligten sind.“

Ein besonderer Dank gelte auch den Mitarbeitern des Betriebs, die die Einsatzmaßnahmen mit großem Engagement unterstützten und damit maßgeblich zum Einsatzerfolg beitrugen.
Ursprünglicher Artikel von Samstag, 20. Juni, 10.30 Uhr: Dementsprechend lautete das erste Einsatzstichwort für die Feuerwehr „Rauchentwicklung“. Betriebsverantwortliche des Unternehmens hatten festgestellt, dass es aus einem Betonsilotank rauchte.
Die Löschgruppen aus Oberelspe und Oedingen waren schnell vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen: In einem der vier Silotanks brannte es. Da man davon ausgehen musste, dass mehr Atemschutzgeräteträger benötigt werden, wurde das Einsatzstichwort erhöht.

Nach ersten Maßnahmen seien Stand jetzt (10.30 Uhr), so Feuerwehr-Pressesprecher Christopher Hendrichs, noch Glutnester in dem betroffenen Tank. Da ran zu kommen, gestalte sich aktuell als schwierig: „Wir können den Tank ja nicht fluten. Derzeit bauen wir eine Förderschnecke auseinander, die in den Tank führt, und versuchen danach, die Schnecke weiter laufen zu lassen, damit das Brandgut runterfällt. Dann können wir es entfernen.“ Das sei die einzige Chance, um an die Glutnester zu kommen.
Drei Trupps sind unter Atemschutz im Einsatz, fünf weitere sind vor Ort. Insgesamt sind 50 Einsatzkräfte aus Elspe, Oberelspe, Oedingen und Grevenbrück in Oedingermühle aktiv, die Drehleiter aus Meggen konnte schon wieder abgezogen werden. Außerdem sind das DRK und die Malteser im Einsatz: Aufgrund der heißen Temperaturen müssen die Einsatzkräfte mit Getränken versorgt werden.
Zur Ursache können noch keine Angaben gemacht werden.
