Wahlen in Lennestadt: Drei Kandidaten und nur noch drei Parteien

Kommunalwahl 2025: So ist die Situation in Lennestadt


  • Lennestadt, 07.08.2025
  • Politik
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Das Rathaus der Stadt Lennestadt in Altenhundem. von Kerstin Sauer
Das Rathaus der Stadt Lennestadt in Altenhundem. © Kerstin Sauer

Lennestadt. Im Vorfeld der Kommunalwahlen am Sonntag, 14. September, stellt LokalPlus in einer kleinen Serie die Ausgangslage in allen sieben Städten und Gemeinden sowie im Kreis Olpe vor. Heute beleuchten wir die Situation in Lennestadt. Dort treten drei Anwärter um das Amt des Bürgermeisters gegeneinander an. Für den Rat der Stadt Lennestadt stellen sich nur noch drei der bisherigen fünf Parteien zur Wahl.


Die Kräfteverhältnisse sehen im Moment folgendermaßen aus: Die CDU ist im Stadtrat derzeit mit 18 Mitgliedern die stärkste Fraktion, hat aber nicht die absolute Mehrheit. Die SPD kommt auf zwölf, die Grünen auf fünf Sitze und die UWG auf zwei Sitze. Außerdem sitzt der parteilose Stefan Volpert im Stadtrat (bis September 2023 Die Linke).

Stärkste Partei bei der Kommunalwahl 2020 wurde – wie schon 2009 und 2014 – die CDU mit 47,1 Prozent der Stimmen. Damit büßte sie im Vergleich zur Vorwahl 3,5 Prozentpunkte ein. Im Gegensatz zu den Lennestädter Grünen, die auf 14,5 Prozent kamen und somit 3,5 Prozentpunkte mehr ergattern konnten.

 von Chat GPT (mit KI generiert)
© Chat GPT (mit KI generiert)

Auch die Lennestädter SPD konnte 0,6 Prozentpunkte zulegen und kam auf 31,1 Prozent der Stimmen. Während es für die UWG 2020 um 1,6 Prozentpunkte auf 6 Prozent der Stimmen abwärts ging, kam mit den Linken (2 Prozent) eine neue Partei auf das politische Spielfeld in Lennestadt. Und verlassen es jetzt – ebenso wie die UWG – schon wieder: Zur Wahl treten in diesem Jahr nur die CDU, die SPD und die Grünen an.

Dabei stellt die CDU den seit 2020 amtierenden Bürgermeister Tobias Puspas. Er konnte sich damals mit der absoluten Mehrheit von 54,2 Prozent gegen seine Mitstreiter Sebastian Sonntag (SPD, 27,9 Prozent), Dr. Gregor Kaiser (Grüne, 13 Prozent), Kerstin Bauer (UWG, 3,3 Prozent) und Engelbert Prevorcic (Die Linke, 1,6 Prozent) klar durchsetzen.

Drei Kandidaten für Lennestadt

Schon im Oktober 2024 hatte die CDU Lennestadt verkündet, eine Wiederwahl von Tobias Puspas zu unterstützen. Sie beschreibt ihn als bürgernah und stets mit einem „offenen Ohr für die Belange der Bürgerschaft“.

Bürgermeister Tobias Puspas. von privat
Bürgermeister Tobias Puspas. © privat

Tobias Puspas ist 50 Jahre alt und lebt mit seiner Frau und den beiden Töchtern in Sporke. „Ich bin tief mit unserer Stadt verbunden – hier bin ich aufgewachsen, hier lebt meine Familie. Für Lennestadt zu arbeiten bedeutet für mich: Verantwortung übernehmen, zuhören und gestalten“, erklärt Puspas. Seine Schwerpunkte legt er auf stabile Finanzen, eine starke Infrastruktur, Familienfreundlichkeit und Zusammenhalt.

„Ich möchte in Lennestadt etwas ändern. Ich möchte, dass wieder mehr an die Bürger gedacht wird.“ Das ist das Ziel der parteilosen Bürgermeisterkandidaten Gaby Selbach. Im Dezember reichte sie die Unterschriften von 200 Unterstützern im Rathaus der Stadt Lennestadt ein und nahm so die gesetzlich vorgeschriebene Hürde, um als Kandidatin antreten zu dürfen.

Bürgermeisterkandidatin Gaby Selbach. von privat
Bürgermeisterkandidatin Gaby Selbach. © privat

Gaby Selbach wurde 1967 geboren, lebt in Altenhundem und hat zwei Kinder. Ihre politischen Schwerpunkte möchte sie auf Bildung, Wirtschaft und Sicherheit legen, außerdem solle Lennestadt ein Ort werden, „an dem Kreativität und Innovation gedeihen.“

Als dritter und finaler Kandidat um das Amt des Lennestädter Bürgermeisters geht der 39-jährige Martin Wagner aus Maumke ins Rennen. Er ist parteilos, wird aber von der SPD Lennestadt unterstützt. Martin Wagner ist Elektroingenieur und technischer Betriebswirt, arbeitet bei der Firma Mennekes, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Martin Wagner, Bürgermeisterkandidat für Lennestadt 2025. von privat
Martin Wagner, Bürgermeisterkandidat für Lennestadt 2025. © privat

Seine Schwerpunkte möchte der 39-Jährige u.a. auf die medizinische Versorgung, klare Regeln zur Zuwanderung und Integration und den Schutz des Waldes legen. Sich selbst beschreibt er als „Problemlöser“: „Ich suche nicht Schuldige, sondern Lösungen!“

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