Was Bürgermeisterkandidat Martin Wagner antreibt

Parteiloser ist dritter Kandidat für Lennestadt


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Martin Wagner, Bürgermeisterkandidat für Lennestadt 2025. von privat
Martin Wagner, Bürgermeisterkandidat für Lennestadt 2025. © privat

Lennestadt. Das Bürgermeister-Kandidaten-Karussell in Lennestadt dreht sich weiter. Der dritte Anwärter für das Amt ist der parteilose Martin Wagner aus Maumke. LokalPlus sprach mit dem 39-Jährigen darüber, was ihn zu seiner Kandidatur bewogen hat und was er anders machen möchte.


Wann entstand die Idee zu kandidieren und warum?

Der Wunsch, in der Politik zu arbeiten, besteht schon seit vielen Jahren und ich habe ständig überlegt, wie ich mich einbringen kann. Auf der Kommunionfeier meines Patensohns entstand durch einen Spaß die Idee – ich könnte ja als Bürgermeister kandidieren, wenn ich was bewegen möchte.

Haben Sie Berührungspunkte mit der Politik?

Mit Arbeitskollegen und Freunden diskutiere ich häufig über kommunale und weltpolitische Angelegenheiten. Hierbei ist mir wichtig, auch unterschiedliche Sichtweisen zu respektieren. Ich verfolge die kommunalen Entwicklungen durch das Lesen von Protokollen und Pressemeldungen sowie Besuchen bei öffentlichen Ratssitzungen.

Aktiv eingebracht habe ich mich auf der öffentlichen Bürgerversammlung zur Schließung der Geburtsstation. Dort hatte ich eine Frage an unseren amtierenden Bürgermeister gestellt, der daraufhin erläuterte, welche weiteren Schritte unternommen werden. Seitdem stehe ich im regelmäßigen Austausch mit verschiedenen Politikern, die im Stadtrat aktiv sind.

Darüber hinaus verfüge ich durch Beruf und private Kontakte über ein großes Netzwerk aus verschiedensten Berufs- und Bevölkerungsgruppen.

Mehr Nähe zur Bevölkerung

Wie kommt jemand, der bislang nichts mit der Kommunalpolitik zu tun hat, zu dem Entschluss, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren?

Indem mir auch meine eher kritischen Freunde sagen: „Tolle Entscheidung. Du wärst dafür der Richtige. Das wäre genau dein Ding!“ Beim Einholen der insgesamt 204 Unterstützungsunterschriften konnte ich durch intensive Gespräche viele Punkte in mein Programm aufnehmen, die den Menschen wichtig sind.

Was stört Sie in der Lennestädter Kommunalpolitik?

Unsere Kommunal-Politiker machen grundsätzlich einen guten Job. Viele Probleme sind externer Ursache und außerhalb des Einflussbereichs der Kommunalpolitiker. Aber ich bin der Meinung, dass wir in vielen Bereichen noch deutliches Potential nach oben haben.

Was möchten Sie anders machen?

Mehr Nähe zur Bevölkerung. Stärkere Berücksichtigung der Interessen aller Bevölkerungsgruppen. Kinder, Erwachsene und Senioren. Schwerpunkte sind die medizinische Versorgung, klare Regeln zur Zuwanderung und Integration, der Schutz des Waldes und viele andere Themen.

Ich bin ein Problemlöser. Durch meinen Beruf in der Qualitätssicherung beschäftige ich mich alltäglich mit Problemen, die analysiert und im Team gelöst werden müssen. Zusammenarbeit und ein gemeinsames Verständnis sind hier der Schlüssel zum Gelingen. Ich suche nicht Schuldige, sondern Lösungen!

Auf Stimmenfang durch persönlichen Austausch

Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?

Es wird schwer, besonders als Parteiloser und noch unbekannte Person muss ich noch viel unternehmen, damit die Wählerinnen und Wähler mich und mein Programm kennen lernen. Aber ich bin mir sicher, dass die Mehrheit meine Ansichten teilen wird und mir das Vertrauen gibt, die Dinge in Bewegung zu bringen.

Wie möchten Sie bis September auf Stimmenfang gehen?

Auf jeden Fall nicht mit bunten Fähnchen auf dem Supermarkt-Parkplatz. Ich möchte durch persönlichen Austausch, den Besuch bei Vereinen sowie die digitalen Medien die Wählerinnen und Wähler erreichen.

Der Steckbrief von Martin Wagner

Beruf: Elektroingenieur und technischer Betriebswirt, Teamleiter in der Qualitätssicherung bei der Firma Mennekes

Familienstand: verheiratet, 2 Kinder

Hobbys: Familie, Garten, Natur

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